Zöliakie Studium glutenfrei

Katja Ischner, Mitglied des DZG-Jugendausschusses, Quelle: DZG

Studieren mit Zöliakie: Tipps fürs glutenfreie Studentenleben

Stuttgart, 23.08.2017 – Für viele Erstsemester ist der Studienbeginn mit dem Umzug in eine neue Stadt verbunden. Studenten, die von Zöliakie betroffen sind, werden beim Auszug aus dem Elternhaus mit besonderen Herausforderungen konfrontiert: Ein kleines Budget und ein stressiger Unialltag machen den für sie notwendigen Verzicht auf Gluten oft zum Hürdenlauf. Das Klebereiweiß ist in Getreiden wie Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel sowie in vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten und verursacht bei Betroffenen eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Einzige Therapie: lebenslanger Verzicht auf Gluten.DIe DZG gibt deshalb Tipps fürs glutenfreie Studentenleben.

Glutenfreie Lebensmittel vs. Studentenbudget!

Die verhältnismäßig hohen Preise für glutenfreie Fertigprodukte stellen für Studenten eine besondere Herausforderung dar, wie Katja Ischner, Mitglied des DZG-Jugendausschusses, weiß: „Ich war manchmal an der Kasse überrascht, dass ich für einen kleinen Einkauf von glutenfreiem Brot, Brötchen oder Nudeln über die Hälfte meines Wochenbudgets für Lebensmittel ausgegeben hatte. Auch aus diesem Grund habe ich angefangen, vor allem Lebensmittel einzukaufen, die von Natur aus glutenfrei sind, wie z.B. Obst, Gemüse, Joghurt und Reis. Das ist oft auch gesünder. Denn viele glutenfreie Fertigprodukte enthalten viel Zucker und Fett, um den Geschmack zu verbessern.“

Glutenfrei in der Mensa? Besser nochmals nachfragen!

Auch die Mensa ist häufig keine Alternative bei Glutenunverträglichkeit. Zwar kennzeichnen die meisten Mensen glutenhaltige Zutaten. Allerdings werden die Speisen zumeist in Großküchen zubereitet, so dass leicht Spuren des Klebereiweißes in eigentlich glutenfreie Gerichte gelangen können. Bei Zöliakiebetroffenen genügen jedoch selbst geringe Mengen Gluten, um schwerwiegende Symptome auszulösen. „Am besten ist es, sich direkt beim Studentenwerk zu erkundigen, inwiefern glutenfreie Gerichte angeboten werden und wie sicher diese für Zöliakiebetroffene sind“, rät Bianca Maurer, Ernährungsmanagerin Diätetik bei der DZG.

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Kontamination in der WG-Küche? Besser eigene Küchenutensilien anschaffen!

Auch das bei Studenten so beliebte WG-Leben stellt Zöliakiebetroffene vor die eine oder andere Hürde. So ist es in WG-Küchen zumeist schwer, eine Kontamination glutenfreier Lebensmittel mit dem Klebereiweiß zu vermeiden. „Allein schon die vielen Krümel im Toaster würden dessen Nutzung für mich undenkbar machen“, berichtet Studentin Katja Ischner, die seit ihrem ersten Lebensjahr von Zöliakie betroffen ist. „Auch Schneidebrettchen, Holzkochlöffel und Handrührgeräte, die mit glutenhaltigen Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, stellen bei Glutenunverträglichkeit eine Gefahrenquelle dar.“ Bianca Maurer empfiehlt zöliakiebetroffenen WG-Bewohnern daher solche Küchenutensilien separat anzuschaffen.

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