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Begluno glutenfreie Rezepte

Nora Müller zu Ihrem Blog BeGluno glutenfrei glücklich genießen!

BeGluno, glutenfrei glücklich genießen: Rezepte für Genießer!

Nora Müller hat eigentlich kein Problem mit glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Dennoch geht es in ihrem Blog BeGluno ausschließlich um glutenfreie Rezepte und den glutenfreien Alltag. Wie sie dazu kam, sich mit glutenfreier Küche zu beschäftigen und wie dies ihr Leben verändert hat, erzählt sie im Interview mit MeinAllergiePortal.

Frau Müller, oft sind Blogger, die über das Thema „glutenfrei“ bloggen, selbst betroffen, bei BeGluno ist das anders….

begluno glutenfreiBeGluno glutenfrei glücklich genießen!Richtig! Ich ernähre mich glutenfrei, aber das hat einen anderen Grund als üblicherweise.

Ich habe meinen Freund kennen gelernt, als er in einem ziemlich schlechten Zustand war. Zu Beginn fiel mir das gar nicht so auf, aber mit der Zeit bemerkte ich die Augenringe, seine super trockene Haut, den Haarausfall und das Schlimmste, den aufgeblähten Bauch fast nach jedem Essen.

Ihm selbst war das alles nicht so bewusst. Man verliert schnell den Blick dafür, denke ich.

Er ist dann für einen Monat nach Nepal gegangen und ich beobachtete wie sich sein Zustand verbesserte. Er ernährte sich dort ausschließlich von Reis, Obst und viel Gemüse.
Das änderte sich, als er wieder in Berlin war. Die Ärzte waren der Meinung, er hätte sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Ich konnte das nicht so recht glauben. Diese ganzen Symptome von vorher traten plötzlich noch schlimmer auf. Also habe ich recherchiert und bin auf die Thematik Glutensensitivität, Zöliakie und Glutenunverträglichkeit gestoßen. Was hat man zu verlieren, wenn man testweise sein Essen umstellt? Was würde sich verändern? Und es änderte sich alles!

Ich konnte beobachten, wie sich sein Körper regenerierte. Und seit dem leben wir glutenfrei. Wir stellten fest, dass schon ein glutenhaltiger Krümel starke Beschwerden bei ihm hervorruft und da war für mich klar, dass ich niemals mehr Gluten in meine Küche lasse, um ihn zu schützen. Für mich war das viel einfacher als für ihn.

Ich sehe wie gut es meinem Freund jetzt geht. Er hat sich um 180 Grad gedreht. Für eine Diagnose müsste mein Freund wieder Gluten essen. Wir haben uns dagegen entschieden. Er möchte nie wieder in den Zustand wie vor einigen Jahren zurück.

Nach der Anfangsphase 2013 traf ich immer mehr Menschen mit ähnlichen Beschwerden, die sich so hoffnungslos fühlten. Das war der Startschuss für die Idee meines Blogs. Ich möchte den Menschen helfen, ein Gefühl fürs glutenfreie Kochen und den glutenfreien Alltag zu bekommen!

Sie schreiben auf BeGluno: „Aufgrund der glutenfreien Ernährung haben wir uns sehr weiterentwickelt und sind oft an unsere Grenzen gekommen“, was meinen Sie damit ?

Ja wir haben uns weiterentwickelt und sind über uns hinaus gewachsen. Das klingt vielleicht abgedroschen, aber ich habe meine komplette Küche umgestellt und angefangen, Rezepte umzuschreiben,  sie so adaptiert, dass ein Anfänger, ohne jegliche Erfahrung, das Prinzip versteht. Und mein Freund, der vorher nichts mit Backen am Hut hatte, zaubert jetzt die leckersten glutenfreien Brote und Kuchen. Wir sind ein gutes Team geworden.

Das funktioniert aber nur mit absoluter Transparenz.

Inwiefern ist Transparenz hier besonders wichtig?

Mein Freund musste mir etwas versprechen: Absolute Ehrlichkeit über seinen Gesundheitszustand.

Ich musste besonders am Anfang der Umstellung wissen, wenn etwas kontaminiert war. Natürlich habe ich Fehler gemacht. Und zudem verhielt ich mich sehr pingelig. Wir spürten den Umfang der Veränderung erst nach und nach.

Natürlich ist es für eine frische Beziehung nicht gerade einfach, wenn die Freundin anfängt jeden Tag zu fragen wie es auf der Toilette lief. Zu Besuch bei der Familie, habe ich immer den Brotkorb weggestellt und heimlich den Teller abgewischt. Das mache ich jetzt nicht mehr. So etwas führt früher oder später zu Diskussion.

Wir mussten beide mit dieser Umstellung auf unsere eigene Art und Weise umgehen und dann den gemeinsamen Weg finden. Ich denke, das haben wir geschafft. Wir haben sehr viel Spaß auf unserem Weg. Wir vermissen eigentlich nichts. Man kann alles selbst machen. Man muss nur wissen, was man mag und was man nicht mag.

Das einzige, was mein Freund wirklich vermisst: französische Croissants. Dafür gibt es bisher keine guten glutenfreien Alternativen. Aber auch das Rätsel wird irgendwann geknackt. Und das einzige was wir beide insgeheim vermissen: spontan in ein Restaurant gehen, wenn wir daran vorbei laufen.


Wie reagierte das Umfeld auf Ihre Umstellung auf „glutenfrei“?

Gespalten.

Auf der einen Seite haben wir die Verständnisvollen. Sie versuchen die Situation zu verstehen und können sich gut damit arrangieren. In unserer Familie hatten wir eigentlich keine Probleme mit dem „Outing“. Wir haben uns mit allen an den Tisch gesetzt und erklärt, was das jetzt bedeutet. Für unsere Großeltern ist das nicht immer sehr einfach, aber sie schlagen sich sehr gut! Ich denke unsere Familien sehen, was wir teilweise aufgeben mussten an Freiheiten, wie beispielweise das Weihnachtsessen, gekocht von Oma. Das macht man nicht ohne guten Grund.

Auf der anderen Seite gibt es die Augenbrauenhochzieher. Uns wurde vorgeworfen, dass wir einem Trend folgen und dass es sich nicht um eine wirkliche Krankheit handelt. Ich kann darauf nichts mehr erwidern. Ich will mein Leben nicht mehr anders. Solche Aussagen treffen einen nur, wenn man mit der eigenen Situation nicht klar kommt. Wir fühlen uns sehr wohl in unserem glutenfreien Leben.

Sie mussten das Kochen neu erlernen – wie unterscheidet sich die „neue“ von der alten Küche?

Auch wenn auf der einen Seite das Einkaufen eine kleine Herausforderung war, ist mir  auf der anderen Seite das Kochen nicht sehr schwer gefallen. Wir haben uns ziemlich schnell entschieden, auf viele Fertigprodukte zu verzichten. Man bekommt einen anderen Blick für die Produkte und schaut bei den Inhaltsstoffen genauer hin. Deswegen machen Fertigprodukte einfach keinen Spaß.

Und so backt mein Freund unser Brot selbst und ich koche eigentlich jeden Abend unser Essen frisch. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen! Wir haben uns einige Küchenhelfer angeschafft, die ich vorher niemals genutzt hätte. Aber ohne unsere Küchenmaschine und den Teigschaber würde das Brot backen sehr viel länger dauern.

Mein Lieblingsstück ist der Wok. Den hätte ich aber wahrscheinlich auch ohne Umstellung für mich entdeckt.

Ansonsten hat glutenhaltiges Brot oder ähnliches keinen Zutritt mehr bei uns. Da bin ich wirklich sehr vorsichtig. So wie meine Küche jetzt ist, kann ich sorgenlos zu den Zutaten greifen und kochen.

Ich bringe mir sehr gerne Kräuter, Gewürze und  Körner aus dem Urlaub mit. So kann man wunderbare Aromen in sein Essen zaubern. Man muss einfach anfangen die eigenen Vorurteile abzulegen. Heute schätze ich eine gute Gemüsesuppe sehr!

Und: Was tritt an die Stelle des Buttercroissants mit Nutella ;-)?

Oh, das ist interessant! Ich hätte es damals auch nicht gedacht, aber es gibt wirklich jeden Morgen von Montag bis Freitag:

Joghurt mit Honig verfeinert durch Samen, Hafer oder glutenfreies Müsli vermischt mit einem Apfel und einer Banane. Das gilt aber nur für meinen Freund. Ich bin eher die Herzhafte. Und am Wochenende backen wir Brötchen oder essen Waffeln.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?

glutenfreie linsensuppe beglunoEine schnelle, glutenfreie Linsensuppe von BeGluno!Ja sehr gerne. Das Rezept gehört zu unseren Favoriten! Die Rote Linsensuppe ist schnell gemacht und unglaublich lecker. Wichtig: Nicht die Zitrone vergessen!!!

Beliebte Beiträge von meiner Seite sind:

http://begluno.de/das-interview-die-befreiung-meines-darms/

http://begluno.de/glutenfreier-alltag-mit-routine-und-rituale/

http://begluno.de/der-suppenplan-anleitung-fuer-suppen/

http://begluno.de/glutenfreies-koernerbrot-selber-machen/

Frau Müller, herzlichen Dank für dieses Interview!

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