IG Zöliakie der Deutschen Schweiz

Silvia Baumann, Präsidentin der IG Zöliakie der Deutschen Schweiz!

IG Zöliakie der Deutschen Schweiz: Infos und Aktivitäten!

Bereits 1975 wurde die „Schweizerische Interessengemeinschaft für Zöliakie“ auf Initiative von Eltern mit zöliakiebetroffenen Kindern in Zürich gegründet. Seitdem hat sich der gemeinnützige Verein zu einer professionellen Anlaufstelle für Zöliakie-Betroffene, Ernährungsberatungen, Ärzte und der Gastronomie entwickelt, die den Mitgliedern eine Menge bieten kann. MeinAllergiePortal sprach mit Silvia Baumann, Präsidentin der IG Zöliakie der Deutschen Schweiz über das Angebot der Interessengemeinschaft.

Frau Baumann, wie gut kann man mit Zöliakie in der deutschen Schweiz leben -gibt es aus Ihrer Sicht ein ausreichend großes glutenfreies Angebot?  

In der Zwischenzeit lebt man mit Zöliakie in der deutschen Schweiz recht gut. Das Angebot von glutenfreien Produkten wie auch von Restaurants und Hotels hat sich in den letzten Jahren erfreulich erweitert. In der Zwischenzeit können Zöliakie-Betroffene auf dem Markt wählen, welche Produkte - Teigwaren, Brot, Bier usw. - ihnen am besten schmecken. Erfreulicherweise sind auch die Preise gesunken, wobei glutenfreie Produkte immer noch deutlich teurer sind.

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Welche Informationen oder Services bietet die „IG Zöliakie der Deutschen Schweiz“ den Mitgliedern?

Die „IG Zöliakie der Deutschen Schweiz“ bietet ihren Mitgliedern jeweils in der Mitgliederzeitschrift Zöliakie-Info und über unsere Webseite www.zoeliakie.ch Informationen über neue Produkte auf dem Markt, neu entdeckte Restaurants und Hotels mit glutenfreien Angeboten und Aktivitäten unserer Regionalgruppen in der ganzen Schweiz.

Weiter werden Fragen in medizinischer Richtung erläutert und einige glutenfreie Rezepte dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Die IG Zöliakie bietet auch verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche, sei es das alljährliche Zölikids Sommerlager oder aber auch Backevents, Treffen und Essen von Zöliakie Youth und vieles mehr.

Gibt es Unterschiede zwischen den Zöliakie-Interessengemeinschaften der deutschen, französischen und italienischen Schweiz?

Der Unterschied besteht darin, dass die Mitgliederzahlen variieren und auch die jeweils aufgestellten Organisationen unterschiedlich sind. Da wir in der deutschen Schweiz mit über 4.000 Zöliakie-Betroffenen am meisten Mitglieder verzeichnen, erlaubt uns dies, mit einer eigenen Geschäftsstelle als Dreh- und Angelpunkt die Mitglieder optimal zu unterstützen. Der Vorstand in der deutschen Schweiz arbeitet jedoch nach wie vor auf ehrenamtlicher Basis.

Auf Ihrer Website bieten Sie auch ein Merkblatt für Ärzte, wie hilft dies Ihren Mitgliedern?

Mit dem Merkblatt für Ärzte auf unserer Homepage wollen wir Zöliakie-Betroffene unterstützen, damit diese einen Arzt in ihrer Umgebung finden können, der sich im Bereich der Zöliakie (und weiteren möglichen Intoleranzen) gut auskennt.

In welchen Bereichen sehen Sie als Patientenorganisation noch Optimierungspotential?

Optimierungspotential haben wir sicherlich darin, unsere Dienste und Angebote noch optimaler auf unsere Mitglieder auszurichten.  Es ist eine Herausforderung, den unterschiedlichen Gruppen  - Mitglieder, Ernährungsberatungen, Ärzte, Restaurants, Hotels usw. - gleichermaßen gerecht zu werden. Wir sind diesbezüglich mit viel Elan dabei, aber auch immer dankbar für Tipps und Anregungen von Seiten unserer Mitglieder.

Frau Baumann, herzlichen Dank für dieses Interview!

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