Chronische spontane Urtikaria und Blutgerinnung: D-Dimere als Biomarker?

Die charakteristischen Symptome einer chronischen spontanen Urtikaria entstehen durch Mastzellaktivierung in der Haut. Diese Aktivierung kann verschiedene Ursachen haben, meistens sind sie nicht-immunologisch (z.B. Infektionen) oder immunologisch (z.B. Bildung von Immunkomplexen aus Antigen und Antikörper), in den seltensten Fällen allergisch.

Könnte das Blutgerinnungssystem an der Entstehung der chronischen spontanen Urtikaria beteiligt sein?

In letzter Zeit sind einige Fallberichte, Fallserien und auch kleine Studien erschienen, die eine mögliche ursächliche Beteiligung des Blutgerinnungssystems an der Entstehung der chronischen spontanen Urtikaria untersuchen. Die sogenannten D-Dimere sind Proteine, die bislang als Abbauprodukte von Blutgerinnseln angesehen wurden.

D-Dimere als mögliche Biomarker zur Diagnose von chronischer spontaner Urtikaria?

Nun hat man wiederholt während Urtikariaschüben erhöhte Konzentrationen von D-Dimeren im Blut gefunden. D-Dimere könnten somit mögliche Biomarker für den Schweregrad und das Therapieansprechen bei Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria sein. Dies wäre ein echter Fortschritt, weil es bislang keinen einzigen Blutwert gibt, mit dem man eine Urtikaria sicher diagnostizieren könnte.

Eine Übersichtsarbeit, die verschiedene Studien zu dem Thema zusammenfasst, wurde kürzlich veröffentlicht und kann unter den folgenden Links angesehen werden:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24695854
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24673528
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24359555
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23763979

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