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Urtikaria Familie Partnerschaft

Nadine Mayer Keizl über ihre Urtikaria: wie lebt sie damit?

Urtikaria, Familie, Partnerschaft: Wie lebt man mit der Urti?

Ist man von einer starken Urtikaria betroffen, wirkt sich das auf das ganze Leben aus. Wann kommt der nächste Schub? Helfen die Medikamente? Wird die Partnerschaft darunter leiden? Wie geht die ganze Familie damit um? Nadine Mayer Keizl hat Urtikaria, ist Mitglied im Urtikariaverband und weiß, wie sich das anfühlt. Mit ihr sprach mit MeinAllergiePortal darüber, wie man gut mit der Urti lebt.

Frau Mayer Keizl, inwiefern ist der eigene Partner betroffen, wenn man Urtikaria hat?

Die Urtikaria schränkt die Lebensqualität des Partners des Betroffenen schon sehr ein. Spontane Ausflüge, Reisen, Konzertbesuche, ein einfacher Einkaufsbummel oder Spaziergang sind manchmal eine reine Glückssache, denn es kann jederzeit zu einem Schub kommen.

Es ist sehr belastend für den Partner, da der Betroffene ebenfalls sehr eingeschränkt ist. Es betrifft nicht nur die Ausflüge und Reisen, sondern auch den Haushalt, den Alltag und geht bis hin zu Zärtlichkeiten und Sex. Der Partner muss auch mit den Stimmungsschwankungen und Heulattacken klarkommen.

 

Das bedeutet wohl, dass die Partnerschaft leidet, wenn einer der Partner an Urtikaria erkrankt ist…

Da Zärtlichkeiten und Sex leider auch von der Urtikaria betroffen sind, wirkt es sich natürlich auch auf die Partnerschaft aus. Am Anfang schämt man sich gegenüber dem Partner, da man sich selbst nicht attraktiv findet. Die Angst, dass es jederzeit mit dem Juckreiz und der Quaddelbildung losgehen könnte, ist stets präsent. Positiv ist jedoch, dass unser Umgang damit mittlerweile deutlich besser geworden ist – die Urtikaria hat uns noch enger zusammenwachsen lassen.

Abgesehen von der Partnerschaft, welche anderen Lebensbereiche sind von der Urtikaria betroffen und wie?

Betroffen sind eigentlich alle Bereiche, egal ob zuhause, unterwegs, auf der Arbeit oder bei den Ärzten. Zum Beispiel sind wir früher gerne spontan über das Wochenende mal weggefahren. Das ist heute nicht mehr so einfach, da man nie weiß, wann der nächste Schub kommt. Da wird dann vorab schon mal geschaut, wie im Notfall die medizinische Versorgung vor Ort aussehen würde.

Vor der Urtikaria sind wir sehr viel Rad gefahren, gewandert, waren im Freibad, am See oder haben einfach nur im Garten gesessen. Das ist leider heute weitestgehend nicht mehr möglich, da ich auf Wärme mit Quaddeln reagiere. Zusätzlich habe ich durch das Kortison auch Asthma, Diabetes und Bluthochdruck bekommen und zudem auch sehr viel zugenommen.

Oft muss mein Mann allein auf die Feiern von Familie und Freunden gehen, weil ich einen erneuten Schub habe. Das ist zwar ärgerlich, aber leider nicht zu ändern.

Wie sollte eine „Urtikaria-unterstützende“ Partnerschaft aussehen? Gibt es die typischen „Dos and Don‘ts“?

Eine „Urtikaria-unterstützende“ Partnerschaft sollte so aussehen, dass sich der Partner auch mit der Urtikaria auseinandersetzt und versucht, seinen Partner in jeder Lebenslage zu unterstützen. Er sollte da sein, wenn er gebraucht wird.

Ein absolutes „No-Go“ bei mir ist, wenn er sagt: “Ich weiß, wie du dich fühlst“. Nein, das weiß niemand, der es nicht selbst kennt.

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