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Dr. med. Christian Hentschel zum Thema: Akute spontane/chronische spontane Urtikaria - die Rolle der Psyche!

Akute spontane/chronische spontane Urtikaria: Die Rolle der Psyche

Bei bewussten Konflikten kann man Lösungsstrategien erarbeiten, wie geht man bei traumatischen Erfahrungen vor?

Bei traumatischen Erfahrungen oder wenn es, zum Beispiel, zu einer Missachtung durch die Eltern kam, ist es möglich, das Trauma aufzuarbeiten. In der Einzeltherapie wird regressiv in die Kindheit des Patienten zurückgekehrt, so dass die Kindheit konstruktiv aufgearbeitet werden kann. Dies ermöglicht es den Patienten, die Konfliktsituationen der Vergangenheit zu verarbeiten. Der Therapeut spielt dabei eine wichtige Rolle. Er ist die Stütze des Patienten, übernimmt quasi die „Vaterrolle“ und dient als Projektionsfläche. Das kann dazu führen, dass die Patienten ein Bewusstsein für ihre Konflikte entwickeln und ihr Trauma verarbeiten.

Wie häufig und in welcher Form finden die psychotherapeutischen Sitzungen statt?

Grundsätzlich hat der Patienten Anspruch auf insgesamt 24 Stunden, die aber bei Bedarf auf Antrag verlängert werden können. Die psychotherapeutischen Sitzungen finden in der Regel einmal die Woche für eine Stunde statt. Grundsätzlich richtet sich die Frequenz der Sitzungen aber nach dem Bedarf. So kann es sein, dass zu Beginn der Behandlung mehrere Sitzungen pro Woche stattfinden, und je stabiler der Patient wird, umso größer werden die Abstände zwischen den Sitzungen.

Die Sitzungen finden immer persönlich statt, denn die direkte gegenseitige Wahrnehmung – Reaktion und Gegenreaktion - zwischen dem Patienten und dem Therapeuten spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wie lange hält die Wirkung der Psychotherapie bei Patienten mit akuter spontaner oder chronischer spontaner Urtikaria an?

Wir sehen häufig, dass Patienten mit akuter spontaner oder chronischer spontaner Urtikaria ihre Urtikaria durch die Psychotherapie verlieren und dann jahrelang keine Symptome mehr zeigen. Durch Stress- und Konfliktsituationen kann es jedoch auch zu Rückfällen kommen und dann kann man weitere psychotherapeutische Sitzungen anschließen. Je nach Situation könnte auch eine homöopathische Eigenbluttherapie mit Urtika, der Brennnessel, oder eine Therapie mit Biologika angeraten sein.

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Mit welchen Strategien lassen sich psychische Faktoren als Urtikaria-Auslöser reduzieren?

Parallel zur individuellen Psychotherapie und den Gruppensitzungen kann man den Patienten auch Entspannungstherapien, wie zum Beispiel autogenes Training, anbieten. Auch im Anschluss an die Therapie haben die Patienten dann die nötigen Instrumente an der Hand, um bei Bedarf den Stresslevel zu senken.   

Herr Dr. Henschel, herzliche Dank für dieses Gespräch!

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