Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

Sorbitunverträglichkeit Getränke

Sorbit in Getränken - Was tun bei Sorbitunverträglichkeit?

Sorbitunverträglichkeit: Sorbit in Getränken!

Bei einer Sorbitunverträglichkeit sollte man auch auf Sorbit in Getränken achten. Das ist aber nicht ganz einfach. Ein Besuch im Getränkemarkt zeigt, wie groß das Angebot ist - man hat die Qual der Wahl und dabei gilt es Einiges zu beachten!

Sorbitunverträglichkeit: Wie kommt es dazu?

Sorbit wird bereits beim Gesunden nur sehr langsam resorbiert und kann „bei übermäßigem Verzehr“ abführend wirken. Bei einer Sorbitunverträglichkeit, auch Sorbitintoleranz oder Sorbitmalabsorption genannt, wird Sorbit nicht oder nur bedingt im Dünndarm in die Blutbahn aufgenommen, sondern landet im Dickdarm. Die dort lebenden Darmbakterien verstoffwechseln Sorbit durch Gärung zu Gasen wie Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan. Diese verursachen Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfälle, die sehr unangenehm für die Betroffenen sein können.

Sorbitunverträglichkeit: Was hat das mit Getränken zu tun?

Zunächst ein kleiner Ausflug in den Verdauungstrakt. Grundsätzlich funktioniert die Verdauung des Menschen wie folgt: Flüssigkeit rauscht schneller durch den Magen-Darm-Trakt als eine kompakte Mahlzeit. Die Magenverweildauer einer Saftschorle liegt zum Beispiel bei 20 bis 30 Minuten. Dabei kommt es zusätzlich auf die Trinkmenge und die Trinkgeschwindigkeit an- wird in mehreren kleinen Schlucken getrunken oder ‚abgepumpt‘? Diese Einflussfaktoren des Trinkverhaltens spielen zusätzlich eine Rolle für die individuelle Bekömmlichkeit eines Getränks.

Wenn das Getränk isoliert und nicht zu einer Mahlzeit konsumiert wird fehlt eine sogenannte „Flüssigkeitsbremse", ein festes Lebensmittel, das die Flüssigkeit aufsaugt wie ein Schwamm. Dadurch wird die Transitzeit im Magen-Darm-Trakt verzögert. Da dieser ‚Schwammeffekt‘ nicht gegeben ist, hat das Getränk noch schneller die Möglichkeit, den Magen-Darm-Trakt zu passieren und vermehrt im Dickdarm verstoffwechselt zu werden.

Sorbitunverträglichkeit Tipps zu Sorbit in Softdrinks, Säften und Milchmixgetränken

Bei Softdrinks und Säften heißt es grundsätzlich „Augen auf beim Kauf“ und aufmerksam die Zutatenliste lesen! Sorbit wird in der Getränkeindustrie unter anderem Getränken ‚mit dem gewissen Extra‘, einem vermeintlichen Mehrwehrt für die Gesundheit, zugesetzt.

Hierzu zählen:

  • Diät-/ Light-Getränke
  • Softdrinks
  • Wellnessgetränke, mit Sorbit
  • Säfte aus sorbithaltigen Obstsorten
  • Fruchtmolke und Milchmixgetränke mit Fruchtgeschmack aus sorbithaltigen Obstsorten

Säfte können aber auch eine natürliche Sorbitquelle darstellen, wie zum Beispiel klarer Apfel- oder Birnensaft. Wird dieser pur oder nur leicht verdünnt getrunken, kann es mengen- und personenabhängig zu einer abführenden Wirkung kommen.

Beispiel: Ein Apfel enthält neben Sorbit auch Fruktose, daher ist es manchmal schwierig herauszufinden, ab welcher Trinkmenge der im Apfelsaft enthaltene Fruchtzucker oder das Sorbit für eine Symptomentwicklung verantwortlich ist. Sorbit wird im Körper zu Fruchtzucker verstoffwechselt. Sorbit entsteht auch als Zwischenprodukt, wenn Glucose zu Fruktose im Kohlenhydratstoffwechsel abgebaut wird. Eine Sorbitintoleranz kann isoliert auftreten, sehr oft liegt parallel eine Fruktosemalabsorption vor.