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Allergie Hülsenfrüchte Symptome Diagnose Therapie

Prof. Karl Hörmann zu Symptomen, Diagnose und Therapie bei Allergien auf Hülsenfrüchte

Allergie auf Hülsenfrüchte: Symptome, Diagnose und Therapie

Wie sieht die Therapie einer Allergie auf Hülsenfrüchte aus?

Das Therapiekonzept bei Nahrungsmittelallergien besteht, falls unbedingt erforderlich, aus Karenz, indem der Patient das Nahrungsmittel konsequent meidet. Insbesondere, wer auf Erdnüsse allergisch reagiert, sollte diese vom Speiseplan streichen und am besten Freunde und Familie auch darüber in Kenntnis setzen. Vor allem bei Nahrungsmittelallergien ist es wichtig, die Patienten zu schulen und hinsichtlich der zu vermeidenden Nahrungsmittel zu beraten.

Wichtig zu wissen ist: Hülsenfrüchte wie Sojabohnen können aber auch in Kosmetika enthalten sein, auch hier kann es zu kontaktallergischen Reaktionen kommen.

Die zweite Säule der Therapie ist die Behandlung der Symptome. Hier kommen Antihistaminika, Kortisonpräparate und Adrenalinautoinjektoren zum Einsatz, ferner bei asthmatischer Komponente, Beta-2-Sympathomimetika als Dosieraerosol. Patienten, die bereits mit einer höhergradigen allergischen Reaktion, einem anaphylaktischen Schock, zum Beispiel auf Erdnüsse, reagiert haben, sollte man zusätzlich ein Notfallset rezeptieren. Das Notfallset beinhaltet einen Adrenalinautoinjektor, ein Antihistaminikum und am besten ein Trinkkortison, bei Asthmatikern auch ein Notfallspray.

Hinsichtlich einer Immuntherapie bei Nahrungsmittelallergien steht die Forschung noch am Anfang bei insgesamt nicht eindeutigen Studienergebnissen. Eine Immuntherapie bei der primären Nahrungsmittelallergie erfolgt derzeit nur im Rahmen von kontrollierten Studien.

Auch bei pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien sollte wegen der widersprüchlichen Daten zur Wirksamkeit eine subkutane oder sublinguale Immuntherapie mit Pollenallergenen nur dann durchgeführt werden, wenn es die primäre Inhalationsallergie erfordert.

Herr Prof. Hörmann, herzlichen Dank für dieses Interview!

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