Prof. Dr. med. Karin Kraft, Lehrstuhl für Naturheilkunde am Zentrum für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock

Reizmagen? Reizdarm? Was bietet Phytotherapie bzw. Pflanzenheilkunde?

Reizdarmsyndrom – wie wirken Phytotherapeutika?

Das Reizdarmsyndrom kann sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Möglich sind Bauchschmerzen, Blähungen, Diarrhoe und Obstipation. Zur Behandlung dieser Symptome stehen unterschiedliche Phytotherapeutika zur Verfügung, die auch in der aktuellen S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom als Therapieoption empfohlen werden. Dabei haben die einzelnen Phytotherapeutika unterschiedliche Wirkungen und müssen zielgerichtet eingesetzt werden. Insbesondere bei abdominellen Schmerzen empfiehlt die Leitlinie den Einsatz einer Kombination von Pfefferminz- und Kümmelöl.

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Phytotherapeutika beim Reizdarmsyndrom: Welche Wirkungen haben sie im Darm?

Treten im Zusammenhang mit dem Reizdarmsyndrom Durchfälle oder Obstipation auf, stehen ebenfalls Phytotherapeutika zur Behandlung zur Verfügung. Dazu werden Leinsamenschleim, Flohsamen, Indische Flohsamen und Flohsamenschalen empfohlen. Diese sollten jedoch nicht zeitgleich mit anderen Medikamenten eingenommen werden.

 

 

Intestinale Wirkungen von Phytotherapeutika
 
Phytotherapeutika Wirkungen
   
Ätherischölhaltige, z.B. Pfefferminzöl, Fenchelöl, Spasmo- und sekrolytisch,
Kümmelöl, Anisöl, Melissenöl, Angelikawurzel antimikrobiell, entblähend
Senfölhaltige, z.B. Bittere Schleifenblume Bakteriostatisch
Scharfstoffhaltige, z.B. Ingwerwurzel Stimulation von Darmperistaltik
Bitterstoffhaltige, z.B. Enzianwurzel, Bittere Stimulation von Darmperistaltik
Schleifenblume, Wermutkraut  
Quelle: Prof. Karin Kraft  
 

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