Prof. Dr. med. Karin Kraft, Lehrstuhl für Naturheilkunde am Zentrum für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock

Reizmagen? Reizdarm? Was bietet Phytotherapie bzw. Pflanzenheilkunde?

Wie kann man Erkrankungen wie „Reizmagen“, medizinisch „funktionelle Dyspepsie“, oder Reizdarm mit Phytotherapie behandeln? Dieser Frage ging Prof. Dr. med. Karin Kraft, Lehrstuhl für Naturheilkunde am Zentrum für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock mit ihrem Vortrag  „Optionen der Phytotherapie“ nach. Beim 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Mannheim informierte sie interessierte Kollegen über die Möglichkeiten der Pflanzenheilkunde und betonte „In der Naturheilkunde hat Deutschland Nachholbedarf!“

Phytotherapie beim Reizmagensyndrom (funktionelle Dyspepsie)

Beim Reizmagensyndrom, dem keine organischen Ursachen zugrunde liegen, hat man mit der Phytotherapie empirisch gute Erfahrungen gemacht. Wirksam sind die in Arzneipflanzen enthaltenen Wirkstoffgruppen Bitterstoffe, Senföle, Flavonoide, Scharfstoffe, Gerbstoffe, Schleime und ätherische Öle, wobei die Kombination von Arzneipflanzen Monopräparaten vorzuziehen ist. Für Kombinationspräparate liegen klinische Studien vor.

Advertorial

 

 

 

Beispiele für die Wirkung von Phytotherapie beim Reizmagensyndrom
 
Wirkung Arzneipflanze
   
Entzündungshemmend: Kümmel, Fenchel, Schafgarbenkraut, Kamillenblüten, Bittere
  Schleifenblume, Süßholzwurzel, Pfefferminze, Schöllkraut
Entspannend, motilitätshemmend: Melissenblätter, Angelikawurzel, Kamillenblüten
Motilitätsfördernd: Pfefferminzöl, Bittere Schleifenblume
Säurehemmend: Kümmel, Angelikawurzel, Kamillenblüten, Melissenblätter
Lokal reizlindernd: Leinsamen, Malvenblüten
Quelle: Prof. Karin Kraft  
 

 

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