Gastro Liga

Prof. Dr. med. J. F. Erckenbrecht, Medizinische Klinik Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf und stv. Vorsitzender und Geschäftsstellenleiter der Gastro-Liga über den veränderten Informationsbedarf der Patienten

Gastro-Liga: Wissenschaftlich fundierte Informationen für Patienten

Die Gastro-Liga bietet eine telefonische Gastro-Sprechstunde für die Mitglieder – wird dieser Service gerne genutzt?

Das Angebot einer telefonischen „Gastro-Sprechstunde“ wird sehr gut angenommen. Experten beantworten für 2 Stunden die Fragen der Patienten. Wir können in dieser „Telefonsprechstunde“ allerdings nicht die Funktion des Hausarztes oder des behandelnden Gastroenterologen übernehmen. Dazu fehlen meist die genauen Informationen des Einzelfalls und Entscheidungen können nicht am Telefon getroffen werden, sondern werden von Patient und Hausarzt in einem gemeinsamen Vieraugengepräch entwickelt.

Das Informationsangebot der Gastro-Liga geht allerdings noch weit über diese Sprechstunde hinaus.

Wie sieht dieses Informationsangebot genau aus und wo besteht bei den Mitgliedern der Gastro-Liga der größte Informationsbedarf?

Wir informieren Patienten über einzelne Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, über Symptome dieser Erkrankungen oder über wichtige diagnostische Maßnahmen durch mehrseitige Ratgeber. Sie werden von ausgewiesenen Experten, nahezu immer Mitgliedern der Fachgesellschaft, kontinuierlich auf dem aktuellen Stand gehalten.

Zu wichtigen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (Lebererkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Dickdarmkrebs) führen wir gemeinsam mit Selbsthilfegruppen oder anderen assoziierten gemeinnützigen Vereinen Informationsveranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik durch.

Darüber hinaus versuchen wir, im Rahmen eines „Hauptstadtgesprächs“ die Politik auf die Belange von Patienten mit Erkrankungen des Verdauungstrakts hinzuweisen (in diesem Jahr mit dem Thema: Qualität in der Medizin aus Patientensicht) und schließlich vergeben wir seit vielen Jahren einen Preis, der nach dem Gründer der Gastro-Liga benannt ist (Ludwig-Demling-Medienpreis) für die jeweils beste laienverständliche wissenschaftlich-journalistische Arbeit in den Print-Medien und den elektronischen Medien.

 

Viele Mediziner beklagen aktuell eine schwindende Wertschätzung für die „sprechende Medizin“ – füllt die Gastro-Liga hier eine „Lücke im System“?

Eine schwindende Wertschätzung für die „sprechende Medizin“ ist nicht das Problem. Das Problem für viele Patienten ist vielmehr, aus der Fülle der zur Verfügung stehenden Informationen die „seriösen“, die mit dem besten wissenschaftlichen Hintergrund, heraus zu fischen. Dies ist der Platz der Gastro-Liga.

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