Gastro Liga

Prof. Dr. med. J. F. Erckenbrecht, Medizinische Klinik Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf und stv. Vorsitzender und Geschäftsstellenleiter der Gastro-Liga über den veränderten Informationsbedarf der Patienten

Gastro-Liga: Wissenschaftlich fundierte Informationen für Patienten

Wer Informationen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts benötigt, ist bei der Gastro-Liga an der richtigen Adresse. Schon seit fast 30 Jahren informiert die Gastro-Liga Patienten und Interessierte zu Magen-Darm-Erkrankungen, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten. MeinAllergiePortal sprach Prof. Dr. med. J. F. Erckenbrecht, Medizinische Klinik Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf und stv. Vorsitzender und Geschäftsstellenleiter der Gastro-Liga über den veränderten Informationsbedarf der Patienten und wie die Gastro-Liga hier hilft.

Herr Prof. Erckenbrecht, die Gastro-Liga besteht bereits seit 1989. Wie hat sich in dieser Zeit der Informationsbedarf der Patienten bzw. der Betroffenen verändert?

In den letzten 25 Jahren hat sich das Verhältnis von Patient und Arzt grundsätzlich geändert: In den 1960iger und 70iger Jahren galt noch weitgehend das Prinzip der paternalistischen Führung des Patienten durch den Arzt: Der Arzt war im Besitz der Informationen über Diagnose und Therapie der Erkrankung des Patienten und entschied – überwiegend nach seinem alleinigen Ermessen – im besten, „väterlichen“ Sinn für den Patienten.

Diese Art der Kommunikation zwischen Patient und Arzt fand in den nachfolgenden Jahren aus unterschiedlichsten Gründen keine Akzeptanz mehr und wurde durch das Prinzip der informationellen Selbstbestimmung des Patienten ersetzt. Es besagt, dass ausschließlich der Patient die notwendigen Entscheidungen über Diagnostik und Behandlung seiner Erkrankung trifft – auf Grundlage der Informationen, die er von seinem Arzt erhält.

Inwiefern hatte diese Entwicklung einen Einfluss auf die Arbeit der Gastro-Liga?

Wir erleben in den letzten Jahren eine kontinuierliche Zunahme des Informationsbedürfnisses von Patienten. Alle modernen Medien tragen dieser Entwicklung Rechnung: Das Internet ist voll von Gesundheitsinformationen, jede Tages- und Wochenzeitung, jeder Fernsehsender hat eine eigene Gesundheitsrubrik, und die Debatte um den Wunsch vieler Patienten um eine Zweitmeinung in schwierigen gesundheitlichen Situationen ist Ausdruck dieses zunehmenden Informationsbedürfnisses. Ein häufig dabei anzutreffendes Problem ist, dass die Qualität der einzelnen Beiträge in diesen Medien von Patienten häufig nicht überprüft werden kann. Das Beispiel Internet zeigt besonders gut, dass häufig unsinnige Empfehlungen und seriöse Informationen nicht unterscheidbar neben einander stehen und der Informationssuchende in der Fülle der Informationen untergeht.

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Die Gastro-Liga verfolgt mit ihrer Arbeit eine andere Strategie: Sie wird getragen von Mitgliedern der wissenschaftlichen Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Magen-Darm-Erkrankungen, der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. Dadurch wird eine den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechende Information von Patienten und anderen Ratsuchenden gewährleistet. Die Gastro-Liga versteht somit ihre Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass Informationen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in einer für Nicht-Ärzte verständlichen Sprache Patienten und anderen Ratsuchenden zur Verfügung gestellt werden.

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