Darm-Hirn-Achse

Dr. Christoph Thöringer, Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München.

Darm-Hirn-Achse und Wechselwirkungen bzw. Einflüsse auf das Darmhirn!

In immer mehr Untersuchungen kommt man zu dem Ergebnis, dass zwischen dem Darm und dem Gehirn eine Verbindung besteht, auch vom „Darmhirn“ ist in diesem Zusammenhang die Rede. Was hat das Gehirn mit dem Darm zu tun? Welche Art von Verbindungen gibt es? Welche Einflüsse spielen eine Rolle? Gibt es Zusammenhänge mit funktionellen Darmstörungen? MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Christoph Thöringer, Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München.

Herr Dr. Thöringer, was versteht man unter der "Darm-Hirn-Achse"?

Unter der „Darm-Hirn-Achse“ versteht man im Allgemeinen die wechselseitige Interaktion von Gehirn mit Organen des Magen-Darm-Traktes, meist Magen und Dünn- sowie Dickdarm. Forschung zu diesem Thema gibt es seit über 100 Jahren, wobei wir mittlerweile wissen, dass diese Wechselwirkungen über verschiedene Arten stattfinden, so z.B. über Hormone, Botenstoffe von Immunzellen oder sogar auch von Bakterien der Darmflora und, vor allem, passiert gegenseitige Beeinflussung über das periphere Nervensystem, das Signale zwischen Verdauungsorganen und Zentralnervensystem, also Gehirn und Rückenmark, vermittelt.

Und was versteht man unter "Darmhirn"?

Das „Darmgehirn“, auch enterisches (Eingeweide-) Nervensystem genannt, ist ein komplexes Geflecht aus Nervenzellen und Nervenfasern, das alle Verdauungsorganen angefangen von Speiseröhre, Magen und Darm durchzieht. Es arbeitet relativ unabhängig vom Gehirn und steuert in erster Linie Verdauungsvorgänge. Es ist jedoch auch in die Immunabwehr von Erregern, die wir über die Nahrung aufnehmen, integriert.

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