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Schloss Lütgenhof

„Schlossherrin“ und Managerin von Schloss Lütgenhof in Dassow, Frau Katharina Stinnes.

Allergiker-Angebote für Gruppen auf Schloss Lütgenhof

Die eigene Hochzeits- oder Familienfeier oder die Geschäftstagung im Schloss? Und das mit einem besonderen Service für Gäste mit Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Für Gruppen ab 15 Personen ist das möglich – im malerischen Schloss Lütgenhof an der Ostsee! Das Event- und Tagungshotel hat sich seit Jahren darauf eingestellt, dass sich unter den Gästen oft auch Menschen mit Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten befinden. MeinAllergiePortal sprach mit „Schlossherrin“ und Managerin von Schloss Lütgenhof in Dassow, Frau Katharina Stinnes. 

Frau Stinnes, Schloss Lütgenhof hat eine lange Tradition. Erzählen sie uns etwas zur Historie des Gebäudes und wie es dazu kam, dass Sie zur "Schlossherrin" wurden.

Die Geschichte des Gutes Lütgenhof reicht über 600 Jahre zurück. Das heutige Herrenhaus besteht in seiner Form seit 1839 und wurde 1890 zum klassizistischen Schloss umgebaut. Erbaut wurde es als Stammhaus der Edlen Herren von Paepke.

Wie wurde ich zur "Schlossherrin"? Die Treuhand verkaufte das Anwesen aus dem Bestand der ehemaligen DDR 1992 an die Mast-Jägermeister AG, die es aufwändig restaurierte und 1999 als Schlosshotel "zwischen Schilf und Kastanien im Ostseewind" herrichtete und im Jahr 2000 zum Verkauf anbot. Dieses Angebot hat mich vom ersten Augenblick an begeistert. Ich wusste natürlich nicht, wo Dassow liegt, als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, ein Schloss in Mecklenburg-Vorpommern zu kaufen. Aber mich überzeugte das Objekt und ich habe es dann im November 2000 erworben. Es ist unglaublich schön und die Leute hier sind sehr offen.

Schloss Lütgenhof ist ein Event- und Tagungshotel. Es sind also immer Gruppen, die bei Ihnen zu Gast sind. Seit wann bieten Sie ein Angebot für Menschen mit Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten und wie kamen Sie auf die Idee?

Seit 2008 sind wir als Gastgeber ausschließlich für Gruppen im Einsatz und betreuen diese mit viel Passion bis hin zur Gestaltung und Organisation von Rahmenprogrammen und Aktivpausen. Entscheidend ist doch, ob sich die Leute in einem Hotel wohlfühlen. Genau das sollen sie in Lütgenhof. Bei uns darf man laut lachen. Wir mögen auch gern Kinder. Wenn die mal durchs Haus rennen, ist niemand aufgeregt. Wir sind nicht vornehmer als unsere Gäste. Die sollen eine familiäre Umgebung vorfinden und sich verwöhnen lassen. Wir wissen, wann sie Geburtstag haben und bringen ihnen Blümchen. Wir holen auch das Fahrrad vor die Tür.

Da Nahrungsmittelunverträglichkeiten und –allergien stetig zunehmen, haben wir uns selbstverständlich darauf eingestellt und unser Angebot ständig erweitert. Wir versuchen stets, auf die jeweilige Unverträglichkeit oder Allergie individuell einzugehen. Nur mit einem Angebot aus laktosefreien oder glutenfreien Speisen wird man der Vielzahl der Unverträglichkeiten nicht gerecht.

Bei nahezu einem Viertel unserer Gäste ist ein spezieller Wunsch zu berücksichtigen. Erst in der letzten Woche hatten wir einen Gast mit einer Tomatenunverträglichkeit. Schnell wurde aus dem zunächst geplanten Tomatensalat ein Gurkensalat. Und auch das Gulasch ließ sich perfekt ohne Tomatenmark zubereiten. Dazu kam eine Allergie auf Pilze, eine auf Nüsse und Laktose – aber, z.B., Sojamilch haben wir immer im Haus. Wir sind halt kein "schlossiges" Schloss, wir sind flexibel.


Wie hat sich die Nachfrage nach speziellen Mahlzeiten für Personen mit Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten bei Ihren Kunden in den letzten Jahren entwickelt?

Die Nachfrage hat stark zugenommen. Wir sprechen unsere Gäste aber auch ganz gezielt vor Anreise auf Unverträglichkeiten und/oder Allergien an. So weiß der Gast, dass er auch damit bei uns gut aufgehoben sein wird. Es ist gar kein Problem, sich in der Küche darauf einzustellen, wenn man rechtzeitig Bescheid weiß. Wenn der Gast erst beim Service seine Einschränkungen formuliert, bekommen sowohl der Gast als auch die Küche ein Problem – deshalb gehen wir mit diesen Dingen sehr offensiv um!

Welche konkreten Angebote für Allergiker und Nahrungsmittelintolerante hält Schloss Lütgenhof bereit?

Natürlich haben wir Allergiker Bettwäsche und auch Zimmer mit Parkettböden statt Teppichbelägen. Ganz wichtig ist uns, dass wir unser Speisenangebot stets individuell auf den jeweiligen Gast abstimmen. Der Aufenthalt soll auch kulinarisch zu einem Erfolg werden.

Die Küche von Schloss Lütgenhof verwendet ausschließlich Bioprodukte aus der Region. Hilft das bei der Herstellung allergenfreier Speisen?  Können Sie auf alle Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingehen?

Bioprodukte in der Küche sind für uns ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes. Dazu vermeiden wir Fertigprodukte und verwenden fast nur saisonale Produkte und Produkte aus der Region. Vieles, wie zum Beispiel unsere Konfitüren, stellen wir selbst her. So wissen wir genau was drin ist und haben viele Unverträglichkeiten, z.B. gegen Zusatzstoffe, bereits im Vorfeld abgedeckt.

Wir sind der Meinung, dass derjenige, der sich Gedanken über die Tankfüllung seines Autos macht, auch darüber nachdenken sollte, was er seinem Körper als Energiequelle anbietet. Und ja, wir können auf alle Unverträg-lichkeiten eingehen, wenn wir sie im Voraus wissen – das ist ein Rat an alle Allergiker: "Melden Sie Ihre Befindlichkeiten rechtzeitig an, dann versetzen Sie die Küche in die Lage, Ihnen ein vollwertiges Menü zu bereiten und nicht à la Minute zu reagieren."

Was heißt "rechtzeitig"? Wie viele Tage vor der Veranstaltung sollte Ihnen der Gast spätestens sein speziellen Wünsche mitteilen?

Am besten bereits bei der Reservierung. Aber wir senden zur Sicherheit unser Menü in der Regel eine Woche vor Beginn an den Veranstalter, verbunden mit der Bitte, das Menü auf eventuelle Nahrungsmittelallergien oder Unverträglichkeiten der Gäste zu überprüfen.


Sie bieten auch Kochkurse in der Schlossküche an. Können Sie diese auch auf spezielle Speiseanforderungen ausrichten? Gibt es bereits Kurse für Menschen mit Nahrungsmittelallergien oder –unverträglichkeiten oder sind solche geplant?

Meistens haben wir Kurse, in denen es ein oder zwei Personen gibt, die etwas nicht vertragen. Weil Kochkurse in erster Linie Team-Erlebnisse sind, gehen wir bereits bei der Rezeptwahl auf die entsprechenden Sonderfälle ein und dann können alle das Menü gemeinsam kochen und essen! Das ist doch viel schöner, als wenn jemand etwas „extra“ bekommt.

Es ist bekannt, dass die Psyche bei nicht wenigen Allergien und Unverträglichkeiten eine Rolle spielt. Stress kann die Beschwerden auslösen oder sie zumindest verstärken. Im Schloss werden auch Management- und Lebenshilfe-Kurse abgehalten. Wird dabei auch das Thema "Psyche und Gesundheit" angesprochen?

Ja, natürlich. Schon aufgrund unserer Lage im Naturschutzgebiet und dem Allergiker freundlichen Klima der Ostsee sind wir für Seminarinhalte wie "Work-Life-Balance", "Burn-out-Prävention"  oder zur Prävention psychosomatischer Erkrankungen prädestiniert. Wir haben hier einige Trainer und Coaches, die diese Themen mit uns als Plattform umsetzen.

Frau Stinnes, welches Rezept verraten Sie uns?

Zur Jahreszeit passend hier eine Vorspeise, die besonders lecker ist: Tomatenschaum mit süß-scharfen Tomaten und Rucola Salat.

Frau Stinnes, das Rezept kommt gleich in unsere Allergie Rezepte Datenbank – herzlichen Dank für dieses Interview!

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