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Advertorial
Prof. Markus Rose zum Thema: Präbiotika Probiotika Synbiotika Allergien

Prof. Markus Rose zum Thema: Präbiotika, Probiotika, Synbiotika: Schützen sie vor Allergien?

Präbiotika, Probiotika, Synbiotika: Schützen sie vor Allergien?

Gerade in den letzten Jahren hat man viele neue und oftmals überraschende Erkenntnisse zum Einfluss des Mikrobioms auf die Entstehung von Allergien gewinnen können. So ist bekannt, dass das Mikrobiom des Darmes bzw. die Bakterienzusammensetzung dieses Mikrobioms, einen Einfluss auf die Entstehung von Allergien hat - offensichtlich gibt es „gute“ und „schlechte“ Darmbakterien. Probiotika gelten als therapeutische Optionen, um in das allergische Geschehen einzugreifen, aber wie ist der Stand der Forschung und was wird bereits in der Praxis genutzt? MeinAllergiePortal sprach mit Prof. Dr. Markus Rose, Ärztlicher Leiter des Bereichs Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und CF im Klinikum Stuttgart über Präbiotika, Probiotika und Synbiotika - und ob sie vor Allergien schützen können.

Herr Prof. Rose, was versteht man unter „Mikrobiom“?

Unter „Mikrobiom“ verstehen wir die Gesamtheit aller in einem Körperbereich zum Beispiel Darm, Lunge, lebenden Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten. Alle Lebewesen haben individuelle Mikrobiome, deren Zusammensetzung mit Alter, Geschlecht, Ernährung und vorangehenden äußeren Einflüssen, zum Beispiel durch Antibiotika, variiert. Wir wissen heute, dass bestimmte Bakterien im Mikrobiom zahlreiche Gesundheitsstörungen begünstigen, wie chronische Entzündungen, Fettleibigkeit – und auch Allergien.

Was weiß man zurzeit über den Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Allergie?

Seit Ende der 1980er Jahre gibt es zunehmende wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Säuglinge mit einem bestimmten Mikrobiom, also vermehrt milchsäurebildenden Bakterien im Darm, weniger Allergien entwickeln. Die Forschung geht mittlerweile davon aus, dass die vererbte Bereitschaft, allergische Erkrankungen zu entwickeln, um die Geburt und in den ersten Monaten danach modifiziert werden kann („window of opportunity“). So ist das Allergierisiko nach Entbindung per Kaiserschnitt erhöht, während Stillen, Schutzimpfungen und Kontakt mit den (Schleim-)häuten der Mutter vorbeugend wirken. Das Mikrobiom bei Atopikern zeigt eine verminderte Diversität und andere vorherrschende Keime, was Allergien begünstigt.

Sind damit die „Bauernhofstudien“ bzw. die „Hygienehypothese“ und die „Diversitätshypothese“ gemeint – diese Begriffe werden im Zusammenhang mit Allergien häufig genannt….

Schon die alten Römer wussten, dass Kefir bei Brechdurchfall krankheitsverkürzend wirken kann. In der Moderne hat alles mit Feldstudien Anfang des 20. Jahrhunderts angefangen und mit der Beobachtung, dass Bevölkerungen, die viel und regelmäßig Nahrung mit milchsäurebildenden Mikroorganismen konsumieren, zum Beispiel die Bulgaren, länger und gesünder leben.

Ende des letzten Jahrhunderts wurde im Alpenraum bei sogenannten „Bauernhofstudien“ beobachtet, dass Kinder, die von klein auf Kontakt mit bakteriellen Zellwandbestandteilen hatten – im Kuhstall – in ihrem weiteren Leben weniger an allergischen Erkrankungen litten.

Die sogenannte „Hygienehypothese“ besagt in diesem Zusammenhang, dass übertriebenes Reinlichkeitsverhalten im Umkehrschluss allergiefördernd wirken und sogar das Immunsystem durch fehlendes „Training“ hemmen kann.

Die „Diversitätshypothese“ schließlich vermutet eine gesundheitsfördernde Wirkung durch eine Vielfalt mikrobieller Besiedlung der verschiedenen Körperbereiche mit idealerweise „guten“, das heißt “probiotischen“ Mikroorganismen.

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