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Allergische Rhinitis Symptome Alkohol

Prof. Dr. Ludger Klimek, Allergiezentrum Wiesbaden

Allergische Rhinitis: Symptome wirken beim Autofahren wie Alkohol!

Wiesbaden, September 2014 – Laut einer aktuellen Studie[1] können sich akute Symptome einer allergischen Rhinitis (AR) auf das Fahrverhalten auswirken wie ein Blutalkoholpegel von 0,5 Promille. Letzteres gilt aufgrund der deutlichen Einschränkung der Fahrtauglichkeit als Ordnungswidrigkeit, die neben einem Punkteintrag in das Flensburger Verkehrsregister ein nicht unerhebliches Bußgeld mit einmonatigem Fahrverbot nach sich zieht. „Patienten, die mit einer inadäquat- oder unbehandelten AR Auto fahren, gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer gegebenenfalls erheblich. Den Meisten dürfte dies nicht einmal bewusst sein. Daher sollten wir Ärzte unsere AR-Patienten darauf aufmerksam machen, welches Risiko sie eingehen, wenn sie ihre Medikamente nicht richtig einnehmen, betont Prof. Dr. med. Ludger Klimek vom  Allergiezentrum in Wiesbaden. Die Studie zeigte zudem, dass die Behandlung von AR-Symptomen die Fahrtauglichkeit wieder herstellt. „Eine schnelle und effektive Therapie der nasalen und okularen Symptome ist hier sicherlich Mittel der Wahl“, so Klimek.

Autor: Sabine Jossé M.A.

Interviewpartner: Prof. Dr. med. Ludger Klimek

Unbehandelte allergische Rhinitis schränkt Fahrtüchtigkeit ein

Die SDLP betrug bei unbehandelten Patienten mit Allergenexposition 2,07 cm mehr als bei unbehandelten Patienten ohne Allergenbelastung. Dies ist in etwa vergleichbar mit der Wirkung von 0,3 Promille Blutalkoholgehalt. Während der letzten 15 Minuten des Fahrtests absolvierten die Teilnehmer einen zusätzlichen mündlichen Gedächtnistest, was zu einer noch stärkeren Abweichung von der Spur (SDLP = 2,35 cm) bei den unbehandelten AR-Patienten führte: entsprechend der Wirkung eines Blutalkoholgehalts von 0,5 Promille.

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Kontrolle über Allergische Rhinitis – Kontrolle am Steuer

Bei den allergenbelasteten Studienteilnehmern, die mit einem Antihistaminikum oder Corticosteroid-Nasenspray behandelt wurden, verbesserte sich das Fahrverhalten während des Fahrtests (ohne Zusatzaufgabe) signifikant. Es unterschied sich nicht vom Fahrverhalten ohne Allergenbelastung. Jedoch zeigten die mit Cetirizin behandelten Allergische Rhinitis-Patienten beim zusätzlichen Gedächtnistest während der Fahrt weiterhin eine deutliche Spurabweichung - wahrscheinlich aufgrund der leicht sedierenden Wirkung des oralen Präparates[2]. „AR-Patienten behalten am besten die Kontrolle am Steuer, wenn ihre Symptome effektiv kontrolliert sind. Wir empfehlen hierfür primär eine gut wirksame lokale Therapie“, so Klimek. Mit dem gut verträglichen, erstattungsfähigen Kombinations-Präparat aus Fluticason und Azelastin*, kann dies auch Patienten gelingen, deren Allergische Rhinitis bisher nicht ausreichend kontrollierbar war. Denn das Nasenspray reduziert – ohne sedierend zu wirken – sowohl die nasalen als auch die okularen Symptome schneller und umfassender als die Einzelsubstanzen[3,4,5].

*Zugelassen zur Linderung der Symptome der mittelschweren und schweren saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis, wenn eine Monotherapie entweder mit einem intranasalen Antihistaminikum oder einem Glokokortikoid nicht als ausreichend erachtet wird

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Literatur:

[1] Vuurman EF et al. Allergy 2014; 69:906-912
[2] Ramaekers JG, Uiterwijk MM, O’Hanlon JF. Eur J. Clin. Pharmacol 1992;42:363- 369
[3] Hampel FC et al. Ann ALlergy Asthma Immunol 2010;105:168-173
[4] Carr W et al. J Allergy Clin Immunol 2012;129:1282-1289
[5] Price D etal. Allergy 2012;67(Suppl96)336-337

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.