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Allergie Gräser Symptome Diagnose Therapie

Allergie auf Gräser: Symptome, Diagnose & Therapie!

Allergie auf Gräser: Symptome, Diagnose, Therapie

Allergie auf Gräser: Gibt es Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel?

Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel kommen bei einer Allergie gegen Gräser nur selten vor. Gräser beinhalten neben den für Gräser typischen Allergenen auch sogenannte Panallergene. Diese kommen in vielen Pflanzen unterschiedlicher Familien und auch in diversen pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Vor allem durch die Ähnlichkeiten dieser Panallergene (Profiline, Polcalcine) kann es zu Kreuzreaktionen auf Nahrungsmitteln kommen. Möglich sind Allergien auf ungebackenes Mehl, auf Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen, Erdnüsse oder Soja. Auch Reaktionen auf Gemüse (Tomaten, Kartoffeln, Mangold, Spinat), auf Kiwi und Honigmelone sowie auf Currygewürz wurden beobachtet.

 

Allergie auf Gräserpollen
Mögliche Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel
ungebackenes Mehl
Bohnen 
Erbsen 
Linsen
Erdnüsse
Soja
Tomaten
Kartoffeln
Mangold
Spinat
Kiwi
Honigmelone
Currygewürz
Quelle: Irene Brandenburg, www.mein-allergie-portal.com

Allergie auf Gräser: So wird die Diagnose gestellt

Um Beschwerden auf eine Allergie gegen bestimmte Pollen zurückzuführen, sollte man zunächst beobachten, welche Pollen im entsprechenden Zeitraum fliegen. Hilfe dazu bieten die Polleninformationsdienste im Internet. Dort kann man verschiedenste Pollenflugdaten einsehen und kostenlose Pollentagebücher und Pollen-Apps herunterladen.

Ärzte führen in der Regel einen Pricktest durch. Sie tragen alle in Frage kommenden Pollenallergene auf die oberflächlich eingeritzte Haut auf und beobachten die Hautreaktionen.

Daneben kann die Bestimmung von IgE-Antikörpern im Blut Hinweise auf eine Allergie geben. Spezifische IgE-Antikörper gegen die Allergene des Wiesenlieschgrases Phl p 1 und Phl p 5 gelten als Marker einer Allergie auf Süßgräser.

Da die Untersuchungen häufig auch Allergene anzeigen, die im Alltag wenig Bedeutung haben, kann ein nasaler Provokationstest sinnvoll sein.

Allergie auf Gräser: Welche Therapie ist angezeigt?

Die Vermeidung des Allergens, eigentlich die wichtigste Behandlungsmaßnahme, ist bei einer Allergie auf Gräser besonders schwierig. Die Pollen kommen nahezu überall vor und fliegen über einen langen Zeitraum. Ausgeprägte Beschwerden kann man mit antiallergischen Medikamenten wie Antihistaminika oder Kortisonpräparate behandeln. Diese können in Form von Augentropfen, Nasensprays oder Tabletten zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Die spezifische Immuntherapie hat das Ziel, die Ursache der Allergie zu behandeln. Man versucht, das Immunsystem ganz langsam an das Allergen zu gewöhnen. Dazu verabreicht man zunächst eine sehr geringe Menge einer Allergenlösung und steigert die Dosis dann nach und nach. Die Therapie dauert in der Regel mehrere Jahre. Während früher die Allergenlösung immer unter die Haut gespritzt wurde, gibt es inzwischen auch Tabletten, die man einfach unter die Zunge legt. Ist die Therapie erfolgreich, so fällt die allergische Reaktion auf höhere Pollenkonzentrationen in der Luft schwächer aus oder bleibt im Idealfall vollständig aus.

 

Quellen:

Haftenberger M, Laußmann D, Ellert U, et al. Prävalenz von Sensibilisierungen gegen Inhalations- und Nahrungsmittelallergene. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz. 2013;56(5):687-697. doi:10.1007/s00103-012-1658-1

Niederberger V, Valenta R, Nandy A. Markerallergens and panallergens in tree an grass pollen allergy – Part 7 of the Series Molecular Allergology. Allergo J Int 2015;24:158–69 doi: 10.1007/s40629-015-0055-3

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, www.pollenstiftung.de

Gräserpollen Allergie, MeinAllergiePortal, https://www.mein-allergie-portal.com/allergie-wiki/1043-graeserpollen-allergie.html