Allergie Eiche Symptome Diagnose Therapie

Allergie auf Eiche: Symptome, Diagnose, Therapie

Allergie auf Eiche: Symptome, Diagnose, Therapie

Isolierte Allergien auf Eichen sind eher selten. Meist entstehen sie als Kreuzreaktionen bei einer Sensibilisierung gegen andere Pollen. Welche Symptome sind typisch? Wie kann man die Diagnose stellen und welche Therapie ist sinnvoll? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Allergie auf Eiche: Wann fliegen die Pollen?

Eichen (Quercus) blühen zwischen März und Anfang Juli, wobei die Hauptblüte im Mai stattfindet. Die Kätzchenblüten der Eiche werden vom Wind bestäubt und produzieren daher große Mengen an Pollen. Die Eiche ist nach der Rotbuche der zweithäufigste Baum in den deutschen Wäldern. Weltweit gibt es etwa 500 bis 600 Eichenarten, die sich vor allem auf der Nordhalbkugel wohlfühlen.

Durch welche Symptome äußert sich die Allergie auf Eiche?

Die Allergie auf Eiche äußert sich durch die typischen Heuschnupfen-Symptome: Neben Niesattacken und Fließschnupfen gehören dazu gerötete, tränende Augen, Juckreiz im Rachenbereich, Husten und im Extremfall allergisches Asthma.

Allergie auf Eiche: Auslöser sind meist Kreuzreaktionen

Selten sind Menschen ausschließlich auf Eichenpollen allergisch. In den meisten Fällen entsteht die Allergie auf Eiche durch eine Kreuzallergie. Dann binden sich die ursprünglich gegen Birkenpollen gerichteten Antikörper auch an Eichenpollen und lösen Beschwerden aus. Eichen gehören zusammen mit der Rotbuche zu den Buchengewächsen. Etwas weitläufiger sind sie mit den Birken verwandt. Die Allergene der Eiche weisen daher einige Ähnlichkeiten mit denen der Birke auf. Allerdings sind die Pollen der Eiche nicht so allergen wie die der Birke. Ein anderes Allergen der Eiche weist Übereinstimmungen mit einem Allergen von Gräserpollen auf. Deshalb kann der Allergie auf Eiche auch eine Gräserpollen-Allergie zugrunde liegen.

Allergie auf Eiche: Welche Kreuzreaktionen gibt es?

Da die Allergie auf Eichen durch eine Kreuzreaktion auf das Hauptallergen der Birkenpollen (Bet v 1) entstehen kann, sollten Betroffene auf jeden Fall auf weitere Allergien achten. Häufig sind Allergien auf andere Baumpollen wie Birken-, Erlen-, Hainbuchen- und Hasel- sowie Buchenpollen. Auch eine Allergie gegen Gräserpollen kann möglicherweise vorliegen.

Allergie auf Eiche: Wie wird die Diagnose gestellt?

Um die Diagnose einer Allergie auf Eiche zu stellen, sollte man zunächst selbst genau darauf achten, wann die Beschwerden auftreten und welche Pollen zu diesen Zeiten fliegen. Dabei kann man zum Beispiel Pollen-Apps und Pollentagebücher aus dem Internet zu Rate ziehen: Man gibt dort die Beschwerden ein und bekommt Informationen zum Pollenflug im betreffenden Zeitraum.

Der Arzt führt in der Regel einen Hauttest durch: Er trägt die in Frage kommenden Allergene auf die Haut auf und ritzt sie leicht ein. Liegt eine Allergie vor, so zeigen sich Rötungen und Quaddeln an der entsprechenden Stelle.

Eventuell wird zusätzlich ein Bluttest durchgeführt. Um eine Allergie gegen das Bet v 1 der Birke festzustellen kann man spezifische IgE-Antikörper im Blut nachweisen. Auch Ig E-Antikörper gegen das Allergen der Gräserpollen Phl p 4, das eventuell durch eine Kreuzreaktion für die Allergie gegen Eichen verantwortlich ist, kann man im Blut nachweisen.
Ob ein Allergen tatsächlich für die Beschwerden verantwortlich ist, lässt sich durch einen nasalen Provokationstest feststellen.

Allergie auf Eichen: Welche Therapie ist angezeigt?

Auf jeden Fall ist es wichtig, die Eichenpollen zu meiden. Liegen zusätzlich Allergien auf weitere Pollen vor, so kann allerdings der Zeitraum der Symptome recht lang sein. Antiallergische Medikamente wie Antihistaminika und Kortisonpräparate können bei starken Beschwerden helfen.

Eine spezifische Immuntherapie soll die Ursache der Allergie behandeln. Liegt der Allergie auf Eiche eine Allergie gegen Birkenpollen zugrunde, so kann man die spezifische Immuntherapie mit den gleichen Medikamenten durchführen. Sind Gräserpollen der Ursprung der Allergie so kann man es mit den Medikamenten gegen Gräserpollen versuchen.
Man gewöhnt das Immunsystem mit einer zunächst sehr kleinen Dosis an das Allergen und steigert diese dann nach und nach. Ist die Therapie erfolgreich, so schwächt sich die Immunreaktion auf das Allergen beim natürlichen Pollenflug ab oder bleibt im Idealfall ganz aus.

 

Quellen:

  • Asam C, Hofer H, Wolf M, Aglas L, Wallner M. Tree pollen allergens-an update from a molecular perspective. Allergy. 2015;70(10):1201-1211. doi:10.1111/all.12696
  • Egger C, Focke M, Bircher AJ, et al. The allergen profile of beech and oak pollen. Clin Exp Allergy J Br Soc Allergy Clin Immunol. 2008;38(10):1688-1696. doi:10.1111/j.1365-2222.2008.03092.x
  • Steinman H. Tree Pollens. Phadia; 2008
  • Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst www.pollenstiftung.de
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