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Allergie auf Esche: Symptome, Diagnose, Therapie!

Allergie auf Esche: Symptome, Diagnose, Therapie

Der Frühling ist da und der Pollenflug kommt immer mehr in Fahrt. Oft wenig beachtet werden die Pollen der Esche. Dabei kann eine Allergie auf Esche mit lästigen Symptomen einhergehen. Da die Pollen der Esche zur gleichen Zeit wie viele andere durch die Luft fliegen, muss die Diagnose mit Sorgfalt gestellt werden. Nur so kann dann die richtige Therapie erfolgen.

Allergie auf Esche: Esche oder Eberesche?

Etwa 65 Arten der Esche (Fraxinus) gibt es weltweit, drei davon sind in Europa heimisch: Die gemeine Esche (Fraxinus excelsior), die Manna-Esche (Fraxinus ornus) sowie die schmalblättrige Esche (Fraxinus angustifolia). Wer spontan auch an die Eberesche gedacht hat, liegt damit falsch. Denn diese auch als Vogelbeere bekannte Pflanze gehört zu einer ganz anderen Familie und wird nur umgangssprachlich als Esche bezeichnet.

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Allergie auf Esche: Häufigkeit wird unterschätzt

Eschen mögen gerne durchlässigen, tiefen feuchten Boden und wachsen oft in Parks und Gärten. Ihre Blütezeit kann von Ende Januar bis Ende Juni reichen. Die meisten Eschenpollen sind im April unterwegs, also dann, wenn eine Menge unterschiedlicher Baumpollen durch die Luft schwirren. Aus diesem Grund wird die Häufigkeit der Allergie auf Esche wohl manchmal unterschätzt. Da auch die Birken mit ihrem hohen Allergiepotenzial im gleichen Zeitraum blühen, können die Beschwerden irrtümlich ihren Pollen zugeschrieben werden. Einer Studie aus dem Jahr 2013 zufolge haben etwa 9,4 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Antikörper gegen Eschenpollen.

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Allergie auf Esche: Gibt es Kreuzreaktionen?

Die Eschen gehören zur Familie der Ölbaumgewächse. Kreuzallergien gibt es vorwiegend gegen Pflanzen derselben Familie.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Flieder
  • Forsythie
  • Liguster
  • Jasmin
  • Olivenbaum

Durch die unterschiedlichen Blütezeiten der Ölbaumgewächse kann sich bei Kreuzreaktionen der Beschwerdezeitraum deutlich verlängern.

Besonders hervorzuheben ist der Olivenbaum. Die Allergene Ole e1 des Olivenbaums und Fra e1 der Esche haben große Ähnlichkeiten. Kreuzreaktionen zwischen den beiden Pflanzen sind deshalb sehr häufig. Der Olivenbaum produziert und verbreitet große Mengen an Pollen, die besonders im Urlaub im Mittelmeerraum zu unerwarteten Beschwerden führen können. Olivenbäume sind aber auch hierzulande immer häufiger anzutreffen, zum Beispiel in Gärten oder als mediterrane Dekoration in Restaurants und Cafés.

Auch Kreuzreaktionen auf andere Pflanzenpollen, zum Beispiel auf die der Birken kommen vor.


Allergie auf Esche: Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel sind selten

Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel und andere Substanzen kommen bei einer Allergie auf Esche nur selten vor. Möglich sind zum Beispiel Kreuzreaktionen auf Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Bananen. Auch zu einer Allergie gegen Latex kann es kommen.

Welche Symptome verursacht die Allergie gegen Eschenpollen?

Die allergische Reaktion auf Eschenpollen geht mit den typischen Symptomen des Heuschnupfens einher: tränende, gerötete Augen, geschwollene Augenlider, Jucken im Hals, Niesattacken und eine laufende Nase sind sehr häufig. Bei schweren Allergien kann es zu Asthma bronchiale kommen.

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Allergie auf Esche: Was muss man bei der Diagnose beachten?

Um den Auslöser einer Pollenallergie zu identifizieren, muss man zunächst überlegen, welche Pollen zur Zeit der Beschwerden durch die Luft geflogen sind. Einen Pollenflugkalender und viele weitere Informationen zum Thema Pollen stellt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst auf ihrer Internetseite bereit. Auch Apps für Mobiltelefone können bei der Suche nach dem Allergen helfen: Man gibt die Beschwerden in ein Pollentagebuch ein und die App gleicht die Informationen dann mit den gemessenen Pollenkonzentrationen ab.

Beim Arzt wird in der Regel ein Hauttest durchgeführt. Dabei wird die Reaktion der Haut auf verschiedene Allergene beobachtet. Zusätzlich kann man im Blut spezifische Antikörper gegen einzelne Allergene messen. Bei einem nasalen Provokationstest werden die verdächtigen Allergene direkt auf die Nasenschleimhaut gegeben und eine Reaktion abgewartet. Mit diesem Test stellt man fest, ob ein Allergen tatsächlich zu den erwarteten Symptomen führt. Da Eschenpollen ungefähr im gleichen Zeitraum durch die Luft fliegen wie Birkenpollen muss man genau hinsehen, um die richtige Diagnose zu stellen.

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Allergie auf Esche: Welche Therapie ist angezeigt?

Wie bei allen Allergien ist es wichtig, das Allergen zu meiden. Bei ausgeprägten Beschwerden können zusätzlich Medikamente eingesetzt werden. Antihistaminika der neuen Generation sowie kortisonhaltige Medikamente lindern die Symptome.

Mit einer spezifischen Immuntherapie versucht man die Ursache, also die Entstehung einer allergischen Reaktion, zu verhindern. Eine Allergenlösung wird zunächst in sehr kleinen Mengen verabreicht. Dadurch soll sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnen. Die Dosierung wird dann langsam in regelmäßigen Abständen erhöht, bis der Körper auch auf gängige Pollenkonzentrationen in der Luft nicht mehr allergisch reagiert.

Quellen:

Haftenberger M, Laußmann D, Ellert U, et al. Prävalenz von Sensibilisierungen gegen Inhalations- und Nahrungsmittelallergene. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz. 2013;56(5):687-697.

Steinman H. Tree Pollens. Phadia; 2008

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst 

Wikipedia: Suchwort „Esche“ www.wikipedia.de (12.3.2021)