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Pappel Symptome Diagnose Therapie

Allergie auf Pappel: Symptome, Diagnose und Therapie!

Allergie auf Pappel: Symptome, Diagnose, Therapie

Endlich wird es wieder warm und auch die Pappeln beginnen zu sprießen und zu blühen. Bei einer Allergie auf Pappel zeigen sich erste Symptome und so stellt sich die Frage nach Diagnose und Therapie. Das sollten Pollenallergiker wissen!

Autor: Irene Brandenburg 

Die Pappel (Populus) ist weit verbreitet: Weltweit gibt es etwa 60 Pappelarten. Bei uns wachsen zum Beispiel die Zitterpappel (Populus tremula), die Silberpappel (Populus alba), die Schwarzpappel (Populus nigra) und die Graupappel (Populus canescens). Pappeln gehören zu den Weidengewächsen. Sie lieben feuchte Böden und wachsen deshalb gerne an Flussufern oder in Auwäldern. Als schnell wachsende Bäume werden sie aber auch in Wäldern, Parkanlagen oder als Alleebäume an Straßenrändern angepflanzt. Die eher unauffälligen Kätzchen-Blüten der Pappel beginnen bei entsprechender Wetterlage bereits im Februar zu blühen und ihre Pollen zu verteilen. Der Höhepunkt ihrer Blütezeit ist im März und April. Aus dem Volksmund stammt der Begriff „Pappelschnee“: Öffnen sich die Früchte der Pappel, so setzen sie weiße, buschige, leichte Faserflocken frei, durch die ihre Samen verbreitet werden. Diese baumwollähnlichen Flocken können wie Schnee um die Bäume herumwirbeln. Im Englischen wird die Pappel deshalb auch als Cottonwood, also wörtlich übersetzt als „Baumwollholz“ bezeichnet. Allergien können die weißen Flocken zum Glück aber nicht auslösen – allergen sind lediglich die Pollen der Pappel.

Symptome der Allergie auf Pappel: Woran erkennt man eine Allergie auf Pappeln?

Eine Pappelallergie äußert sich durch die typischen Heuschnupfen-Symptome: Fließschnupfen, Jucken im Rachenbereich und tränende gerötete Augen. Eine starke Allergie kann auch zu Atembeschwerden wie Asthma bronchiale führen.

Allergie auf Pappel: Neues Allergen der Pappel entdeckt!

Wie viele Menschen tatsächlich von einer Allergie auf Pappeln betroffen sind wird unterschiedlich bewertet. Wissenschaftler aus einigen Regionen, zum Beispiel in den USA, im Iran und in der Türkei stellten bei vielen Menschen eine Sensibilisierung auf die Pollen der Pappel fest. Eine schwedische Studie zeigte dagegen, dass nur wenige Menschen an der Allergie leiden und erklärt das Allergiepotential der Pappeldeshalb für unbedeutend. Es scheint also regional große Unterschiede in der Verbreitung der Allergie auf Pappelpollen zu geben.

Während die genauen Allergene vieler Baum- und Gräserpollen bereits bekannt sind, wurde erst kürzlich das erste Allergen der Pappel identifiziert. Das Allergen der Schwarzpappel bekam die Bezeichnung Pop n 2. Zukünftige Untersuchungen werden vermutlich zur Entschlüsselung weiterer Allergene führen und eventuell auch einen Einfluss auf Diagnostik und Therapie der Pappelallergie haben.

Allergie auf Pappel: Sind Kreuzreaktionen bekannt?

Wer gegen die Pollen von Pappeln allergisch ist, kann möglicherweise auch eine Allergie gegen Pollen verwandter Bäume entwickeln. Besonders häufig treten Kreuzreaktivitäten mit den Pollen der Weide auf. Da sich die Blütezeit von Pappeln und Weiden aber weitgehen überschneiden, verlängert dies die Zeit der Beschwerden meist nur unwesentlich.

Diagnose bei Allergie auf Pappel: Wie kann man eine Allergie auf Pappeln feststellen?

Eine Allergie auf Pappelpollen wird dann vermutet, wenn die Beschwerden zur Blütezeit der Pappeln auftreten. Ein Hauttest kann weitere Klarheit schaffen: Beim sogenannten Pricktest werden verschiedene Allergene auf die Haut aufgetragen und diese leicht eingeritzt. Nach etwa 15 bis 20 Minuten kann man den Test ablesen: Zeigt sich eine Quaddel auf der Haut, so ist eine allergische Reaktion wahrscheinlich. Ob das entsprechende Allergen tatsächlich für die Beschwerden verantwortlich ist, lässt sich durch einen sogenannten Provokationstest herausfinden: Dabei wird das Allergen direkt auf die Nasenschleimhaut gegeben und abgewartet, ob dies zu Symptomen führt.

Allergie auf Pappeln: Wie sieht die Therapie aus?

An oberster Stelle der Therapien steht die Vermeidung des Antigens. Zur Flugzeit der Pollen kann dies aber, abhängig von der Region schwierig sein.

Ist die Pappel-Allergie mit großen Beschwerden verbunden so kann man die Symptome durch antiallergische Medikamente wie Antihistaminika oder Kortisonpräparate behandeln. Eine spezifische Immuntherapie setzt dagegen bei der Ursache der Beschwerden an: Durch eine regelmäßige Verabreichung von Allergenen in sehr geringer und stets ansteigender Dosierung versucht man, den Körper an das Allergen zu gewöhnen. Damit soll erreicht werden, dass die allergische Reaktion abgeschwächt wird oder im besten Fall gar nicht mehr auftritt.

Quellen:

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst www.pollenstiftung.de

Wikipedia: Suchwort „Pappeln“ www.wikipedia.de (17.2.2021)

Asam C, Hofer H, Wolf M, Aglas L, Wallner M. Tree pollen allergens-an update from a molecular perspective. Allergy. 2015;70(10):1201-1211. doi:10.1111/all.12696

Shams M, Assarehzadegan M, Eskandari N, et al. Molecular and immunochemical characterization of Pop n 2: A new allergen of Populus nigra pollen. Clin Exp Allergy. Published online January 26, 2021:cea.13789. doi:10.1111/cea.13789

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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