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Allergie Gräserpollen Therapie

Dr. med Christian Otterstedde zum Thema: Allergie auf Gräserpollen - welche Therapie ist die richtige?

Allergie auf Gräserpollen: Welche Therapie ist die richtige?

Wie ist die Hyposensibilisierung als Therapie bei der Allergie auf Gräserpollen zu bewerten?

Zur Hyposensibilisierung, man sagt auch „allergenspezifische Immuntherapie“, wurden sehr viele Studien und auch Metastudien publiziert. Es ist das zurzeit am besten dokumentierte Verfahren zur Allergietherapie, vergleichbar mit einem Impfverfahren. Bislang gibt es keine Therapie, die der spezifischen Immuntherapie überlegen ist, insbesondere dann, wenn sie mit Spritzen subkutan durchgeführt wird.

 

Wie erfolgt die Hyposensibilisierung bei der Allergie auf Gräserpollen?

Bei der Hyposensibilisierung appliziert man dem Patienten das Allergen, auf das er reagiert, in einer aufsteigenden Dosis. Die Idee die dahinter steckt ist, dass sich das Immunsystem dergestalt moduliert, dass eine Entzündungsreaktion nicht mehr stattfindet. Diese Entzündungsreaktion ist die eigentliche Ursache für die allergischen Symptome, zum Beispiel bei den Pollenallergien bzw. der Allergie auf Gräserpollen.

Hierzu gibt es theoretisch verschiedene Arten und Verfahren.

Welche Möglichkeiten der Hyposensibilisierung gibt es bei der Allergie auf Gräserpollen?

Theoretisch gibt es verschiedene Möglichkeiten einer Hyposensibilisierung. Man kann sie mit Hilfe von Tropfen, Tabletten oder subkutan über Spritzen durchführen. Allen Verfahren gemeinsam ist, dass sie über mindestens drei Jahre, teilweise sogar länger, durchgeführt werden müssen. Bei der sublingualen Therapie nimmt man täglich Tropfen oder eine Tablette.

Bei der subkutanen Therapie gibt es auch wiederum verschiedene Verfahren. Es gibt Kurzzeittherapien, die über ein paar Wochen verabreicht werden, jeweils vor der Saison, und die dann in mindestens drei aufeinanderfolgenden Jahren durchgeführt werden.

Weiter gibt es das ganzjährige, perenniale Verfahren, bei dem zunächst eine Einleitungstherapie durchgeführt wird und die dann über mindestens drei Jahre, auch während des Pollenfluges, aufrechterhalten wird. Man beginnt die Hyposensibilisierung allerdings nicht zur Zeit des Gräserpollenfluges, sondern erst, wenn der Pollenflug vorbei ist.

Dieses letzte Verfahren, die kosaisonnale, perenniale, subkutane Immuntherapie, ist eigentlich der Goldstandard der Allergietherapie. Für die Spritzentherapie haben Studien sogar einen Wirknachweis von teilweise über zehn Jahre belegt. Insofern halte ich das nach wie vor für den Goldstandard der Allergietherapie.

Herr Dr. Otterstedde, herzlichen Dank für dieses Interview! 

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