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Allergie Gräserpollen Therapie

Dr. med Christian Otterstedde zum Thema: Allergie auf Gräserpollen - welche Therapie ist die richtige?

Allergie auf Gräserpollen: Welche Therapie ist die richtige?

Steht die Diagnose einer Allergie auf Gräserpollen fest, stellt sich die Frage nach der geeigneten Therapie. Nasenspray, Antihistaminika oder Hyposensibilisierung? Welche Therapie ist die richtige? MeinAllergiePortal sprach mit Dr. med Christian Otterstedde, HNO und Allergologe, HNO Praxis am Goetheplatz, Frankfurt.

Herr Dr. Otterstedde, wie sieht die Therapie bei einer Allergie auf Gräserpollen aus?

Bei der Therapie einer Allergie auf Gräserpollen gilt grundsätzlich der gleiche Therapieansatz wie bei allen anderen Allergieformen auch. Ideal wäre eine Allergenkarenz. Das ist bei einer Gräserpollenallergie aber fast unmöglich zu erreichen, weil die Gräserpollen überall fliegen, auch in den Innenstädten. Gräserpollen können bis zu über 100 Kilometer weit fliegen. Das heißt, aus dem Weg gehen kann man ihnen eigentlich nicht wirklich.

 

Was empfehlen Sie Gräserpollen-Allergikern, wenn das Allergen nicht gemieden werden kann?

Der erste Grundbaustein bei einer frisch diagnostizierten Allergie auf Gräserpollen ist deshalb zunächst eine medikamentöse Therapie. Der Grundbaustein jeglicher medikamentösen Allergietherapie ist ein topisches Kortisonspray, das sind mikrodosierte Nasensprays mit Kortisonbestandteilen. Moderne Präparate dieser Art werden überhaupt nicht vom Körper aufgenommen und dementsprechend kommt es auch nicht zu systemischen Wirkungen. Vielmehr unterbrechen diese lokal wirksamen Medikamente das Ablaufen der allergischen Reaktion direkt am Ort des Erstkontaktes mit der Polle, nämlich an der Nasenschleimhaut. Damit lindern sie auch Symptome an den Augen, letztendlich sogar an den Bronchien.

Häufig wird die Therapie einer Allergie auf Gräserpollen medikamentös mit einem Antihistaminikum ergänzt.

Wann werden bei einer Allergie auf Gräserpollen Antihistaminika eingesetzt?

Antihistaminika setzt man gerade bei schwerwiegenderen Allergiesymptomen oder bei sehr, sehr starkem Pollenflug ein. Wichtig für die Patienten: Hier sollte ein Antihistaminikum der neueren Generation bevorzugt werden, denn diese Präparate haben, anders als die früheren Präparate, keinen sedierenden Effekt mehr. Das bedeutet, sie machen nicht mehr müde.

Immer wieder werde ich nach einer Kortisondepot-Spritze gefragt. Allerdings muss ich sagen, dass ich diese Therapieform ablehne.

Warum lehnen Sie es ab, Patienten mit einer Allergie auf Gräserpollen mit einer Kortisonspritze zu behandeln?

Kortisonspritzen halte ich in der Tat für eine obsolete Therapieform. Sie sollte Extremfällen vorbehalten sein und auch da meine ich kann man eher eine orale Kortisontherapie mit Tabletten über einen sehr kurzen Zeitraum durchführen, um die allergischen Symptome in den Griff zu bekommen. Die Frage ist aber grundsätzlich, ob eine solche Maßnahme überhaupt erforderlich ist.

Eine weitere Therapiemöglichkeit bei einer Allergie auf Gräserpollen ist die Hyposensibilisierung.