Beifuß-Allergie Artemisia-Pollen

Beifuß oder Artemisia vulgaris! Quelle: ECARF

Beifuß-Allergie: Artemisia-Pollen verzweifelt gesucht!

Um Unterstützung für eine aktuelle Studie zu Artemisia bittet das ZAUM- Zentrum Allergie und Umwelt der Technischen Universität München. Dabei geht es darum, die Erkenntnisse aus einer aktuellen Studie durch Proben von Artemisia-Pollen zu untermauern. Das Allergen der Artemisia, auch Artemisia vulgaris oder Beifuß genannt, zählt in China zu den am meisten verbreiteten Ursachen für Pollenallergien. In Europa und auch in Deutschland kommt Artemisia ebenfalls vor. Auch im Hinblick auf die Beifuß-Allergie werden nun Artemisia-Pollen verzweifelt gesucht.

Artemisia- bzw. Beifuß-Pollen und Bakterien – eine unheilige Allianz?

In einer gerade erst veröffentlichten Studie konnten die Forscher des ZAUM zeigen, dass Artemisia-Pollen häufig mit Gram-negativen Bakterien behaftet sind. „Wir haben im Mausmodell gesehen, dass Artemisia vulgaris–Pollen ohne diese Bakterien nicht dazu in der Lage waren, bei den Mäusen eine Sensibilisierung auszulösen“ so Prof. Dr. Jeroen Buters, Toxikologe am Zentrum Allergie & Umwelt (ZAUM), Technische Universität & Helmholtz Zentrum. Möglicherweise spielen die Gram-negativen Bakterien also eine gewisse Rolle für die Allergenität von Beifuß.

Untersucht wurde dieses Phänomen an Artemisia-Pollen aus Deutschland, der Schweiz, Polen und Tschechien. „Nun würden wir gerne wissen, ob die Beifuß-Pollen in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, tatsächlich flächendeckend mit Gram-negativen Bakterien behaftet sind“ erläutert Prof. Buters, „deshalb benötigen wir dringend Artemisia-Pollen aus der ganzen Welt, insbesondere aus Deutschland.“ Die Saison für Beifuß ist von Land zu Land unterschiedlich, in Deutschland beginnt die Blüte Mitte Juli.

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Artemisia- bzw. Beifuß-Pollen sammeln: Wie geht‘s?

Benötigt werden 10 mg Pollenmaterial der Artemisia aus diesem Jahr. „Drei bis fünf Proben unterschiedlicher Pflanzen von unterschiedlichen Standorten, d.h. mit einem Abstand zueinander von mindestens 100 m, wären ideal“ so Prof. Buters, „wir freuen uns aber auch über jede einzelne Probe“.

Da es um den Nachweis Gram-negativer Bakterien auf den Beifuß-Pollen geht, ist wichtig, Kontaminationen zu vermeiden. Beim Sammeln der Pollenstände und beim Verstauen der Pollen in ein kleines Plastikröhrchen ist es deshalb wichtig, Gummihandschuhe zu tragen“ erklärt Prof. Buters.

Die Probenröhrchen sollten mit Datum, Standort und Absender versehen werden und mit regulärer Post an die folgende Adresse geschickt werden:

Technische Universität München
ZAUM- Zentrum Allergie und Umwelt
Prof. Dr. Jeroen Buters
Biedersteinerstrasse 29
80802 München

„Die Portokosten übernehmen wir mit Eingang der Quittung“ verspricht Prof. Buters.

„Alle freiwilligen Helfer werden natürlich in unserer Studie genannt und selbstverständlich erhalten alle unsere Mitstreiter auch die Analyseergebnisse ihrer Proben“ verspricht Prof. Buters „sollten bestimmte Proben zu weiterführenden Erkenntnissen beitragen, wird der edle Spender in der nächsten Veröffentlichung als Co-Autor genannt“.

 

 

artemisia vs ambrosiaArtemisia (Beifuß) und Ambrosia (Ragweed) im Vergleich! Quelle: Prof. Jeroen Buters, ZAUM

 

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