Pollenflugvorhersage vollautomatisch Pollenmonitoring ePIN

Dr. Stefan Schäfer der Helmut Hund GmbH erläutert Professor Dr. Jeroen Buters vom ZAUM- Zentrum Allergie und Umwelt der Technischen Universität München die Funktionsweise des Pollenmonitors! Quelle: Helmut Hund GmbH

Pollenflugvorhersage mit vollautomatischem Pollenmonitoring

Für Furore sorgte beim EAACI 2018 der Pollenindikator, ein Gerät, das die aktuell in der Luft vorhandenen Pollenarten, deren Konzentration, sowie die Symptomwahrscheinlichkeit für Pollenallergiker anzeigen kann. Die Technologie dahinter, der Pollenmonitor BAA 500, ist nicht minder spektakulär, sorgt sie doch für ein vollautomatisches Pollenmonitoring. MeinAllergiePortal sprach mit Dipl.-Ing. Lutz Paliga von der Helmut Hund GmbH in Wetzlar, dem Hersteller des Pollenmonitors.

Herr Paliga, wie arbeitet der Pollenmonitor BAA 500?

Der Pollenmonitor ist in der Lage, Pollenzählungen automatisch durchzuführen. Die so erhobenen Daten sind dann die Basis für eine Pollenflugvorhersage und können in ein elektronisches Polleninformationssystem eingespeist werden, wie zurzeit am Beispiel ePIN in Bayern zu sehen ist.

Advertorial

Wie kommt der Pollenmonitor BAA 500 an die Pollen?

Zunächst wird die pollenhaltige Außenluft vom Pollenmonitor automatisch angesaugt. Die in der Luft enthaltenen Pollen landen dann auf Laborobjektträgern, die mit einem klebenden Material beschichtet sind, so dass die Pollen auch gut anhaften.

Ein vollautomatisch arbeitendes Lichtmikroskop mit angeschlossener Bildverarbeitung nimmt daraufhin an mehreren Stellen der Proben Bildstapel auf, die im Rechner zu einem zusammenhängenden Bild hoher Auflösung und hoher Schärfentiefe verrechnet werden. Das Ergebnis ist dann ein Bild aller Pollenkörner, inklusive deren charakteristischer Strukturmerkmale, die sich auf dem Objektträger befinden.

 

Schlüsselmerkmale zur Pollen-Unterscheidung sind:

  • Größe der Pollen
  • Form der Kontur
  • Lage und Anzahl der Porate und Colpen
  • Struktur der Exine
  • Dicke der Intine
  • Struktur / Form des Plasmas

Damit „weiß“ der BAA 500 aber noch nicht, um welche Pollenarten es sich handelt…

Voraussetzung für die Arbeit des Pollenmonitors ist eine Datenbank, die die für die jeweilige Region relevanten Pollenarten enthält. Diese Datenbank wird in Zusammenarbeit mit Pollenexperten erstellt und ist dann sogar in der Lage „dazuzulernen“.

Die Klassifikation der Pollenarten erfolgt unter Verwendung verschiedener Deskriptoren für die Eigenschaften der Objekte, mit denen die Pollen mit sehr hoher Genauigkeit identifiziert werden können. Als Ergebnis der Auswertung erstellt der BAA500 kontinuierlich Dateien, die als Ergebnis online abrufbar sind.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.