Pollenindikator Pollenfluginformationen München

Pollenindikator: Präzise Pollenfluginformationen für München!

Pollenindikator: Präzise Pollenfluginformationen für München

Ein Pollenindikator, ein Gerät, das die aktuell in der Luft befindlichen Pollen anzeigt, wurde beim EAACI 2018 vorgestellt. Was kann der Pollenindikator und woher bezieht er die Daten? MeinAllergiePortal sprach mit dem Konstrukteur Prof. Dr. Jeroen Buters, Toxikologe am Zentrum Allergie & Umwelt (ZAUM), Technische Universität & Helmholtz Zentrum über den Pollenindikator und präzise Polleninformationen für München.

Herr Prof. Buters, wie funktioniert der Pollenindikator?

Der Pollenindikator greift online auf eine Roboter-Pollenfalle zu, die Teil des Pollenmonitor Messnetzes ePIN ist, das in Bayern mit acht Messstationen etabliert wurde.

Diese vollautomatische Pollenfalle misst alle drei Stunden das Pollenvorkommen, den Pollengehalt- und die Pollenkonzentration in der Luft am Standort München. Die Messdaten werden dann zurück an den Pollenindikator übermittelt und erscheinen für jede einzelne Pollenart der Reihe nach in der horizontalen Anzeige an der Spitze des Pollenindikators. Man sieht dann genau, welche Pollenarten in welcher Konzentration gemessen wurden, z.B. 170 Gräserpollen pro m3.

 


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Der Pollenindikator hat aber auch eine vertikale Anzeige…

Die vertikale Anzeige des Pollenindikators ist eine Art „Pollenwarnsystem“. Wenn der Pollenindikator vertikal rot aufleuchtet bedeutet das, dass wahrscheinlich 100 Prozent der betroffenen Allergiker, in diesem Falle die Gräserpollenallergiker, mit Allergiesymptomen reagieren werden. Leuchtet der Pollenindikator grün auf, ist voraussichtlich mit wenig oder keinen Beschwerden zu rechnen. So werden der Reihe nach alle erfassten Pollen mit ihrer Konzentration angezeigt, verbunden mit einer konkreten Warnung bzw. auch Entwarnung.

Wer kann den Pollenindikator nutzen und wie kommt man an die Daten?

Pollenallergiker in München, die auf den Pollenindikator zugreifen wollen, können auf der Seite des ZAUM unter „Pollen Counts München“ https://www.zaum-online.de/pollen/pollen-counts-munich.html auf die aktuellen Daten zugreifen. Dort ist es möglich die Pollenkonzentration für die jeweils individuell relevanten Pollen abzurufen. Gleichzeitig kann man auch seine Symptomatik in einer Art Symptomscore angeben.

Nützlich ist das für Heuschnupfen-Patienten insbesondere dann, wenn es darum geht, Aktivitäten im Freien zu planen. Man kann anhand der aktuellen Daten, die eine Verzögerung von nur drei Stunden aufweisen, ungefähr abschätzen ob die Gefahr für verstärkte Heuschnupfen-Symptome besteht. Der nächste Schritt wäre dann, eine Prognosefunktion in den Pollenindikator zu integrieren, aber dran arbeiten wir noch.

Herr Prof. Buters, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

 

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