SAMDhealth allergiefreie Schule Davos

Sverin Gerber, Schuldirektor der Schweizerische Alpine Mittelschule Davos (SAMD) zum Projekt SAMDhealth!

Matura, Abitur, Allergie: Mit SAMDhealth allergenfrei zur Schule

Allergiesymptome sind in erster Linie lästig. Gerade für Kinder und Jugendliche kommen jedoch weitere Aspekte hinzu, wenn sie unter Allergien leiden. So kann durch Allergien die Konzentrationsfähigkeit und somit die Leistungsfähigkeit in der Schule beeinträchtigt werden. Eine Lösung für das Problem bietet die Schweizerische Alpine Mittelschule Davos (SAMD), die in Zusammenarbeit mit der Hochgebirgsklinik Davos das Programm „Matura ohne Allergene“ entwickelt hat. MeinAllergiePortal sprach mit Initiator und Schuldirektor Severin Gerber über das ganz spezielle Angebot seiner Schule für Allergiker.

Herr Gerber, wie kamen Sie auf die Idee, in Ihrer Schule ein Programm, speziell für Allergiker, anzubieten ? Viele Schulen tun sich damit eher schwer…

Die Grundidee war es, die Angebote der beiden Institutionen, d.h. der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos und der Hochgebirgsklinik Davos zu bündeln. Wir wollten ein Programm schaffen, welches es Jugendlichen im Alter von 12 bis 20 Jahren ermöglicht, trotz ihrer Erkrankung einen schulischen Abschluss auf der Gymnasialstufe zu erreichen. Im Flachland kommt es durch Allergien oft zu häufigen Schulabsenzen und dadurch wird das schulische Weiterkommen stark behindert, so entstand das Programm, das nun den Namen „SAMDhealth“ trägt.

 


Advertorial

Wie lange gibt es SAMDhealth schon?

Seit mehr als einem Jahr wurde dieses Programm in enger Zusammenarbeit mit der Hochgebirgsklinik Davos und vor allem mit der Schweizerischen Allergie-Stiftung und deren Geschäftsführer, Dr. Georg Schäppi, weiter vorangetrieben. Wichtigster Schritt war dabei die Verleihung des Schweizer Allergiegütesiegels durch Service Allergie Suisse im August 2016. Mit dieser Zertifizierung ist nun eine große Hürde genommen und die Zeit gekommen, den nächsten Schritt zu tun.

Wie genau ist diese Kombination von Schule, Wohnen und ärztlicher Betreuung beim Programm SAMDhealth organisiert?

Die Jugendlichen gehen bei uns zur Schule und wohnen in unserem Internat, die ärztliche Betreuung übernimmt die Hochgebirgsklinik.

Rund 70 Mädchen und Knaben leben in unserem Internat in kleinen Wohneinheiten, entweder allein  oder zu zweit in einem Zimmer. Jeder hat seinen persönlichen Bereich, in den er sich zurückziehen kann. Es ist uns jedoch wichtig, dass sich unsere Schüler in der Internatsgemeinschaft geborgen fühlen, z.B. dadurch, dass die Hauptmahlzeiten grundsätzlich gemeinsam eingenommen werden.

Im Rahmen des Programms SAMDhealth können wir auf alle Besonderheiten eingehen. Im Hinblick auf gesundheitliche Anforderungen können wir z.B. spezielle Diäten und medizinische Betreuung anbieten. Aber auch spezielle Auflagen bezüglich Hygiene, Unterkunft, Freizeitaktivitäten und individueller Lernbegleitung können wir sicherstellen.

Sie bieten im Rahmen von SAMDhealth auch Freizeitmöglichkeiten?

Neben dem gemeinsamen Studium sind uns körperliche Aktivitäten sehr wichtig, insbesondere die Teamsportarten. Aber auch Feste, wie der Internatsball oder die Weihnachtsfeier sind uns wichtig. Weitere Höhepunkte des Jahres sind drei gemeinsam verbrachte Wochenenden.

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