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Molekulare Allergiediagnostik Komponentendiagnostik

Dr. Petra Zieglmayer, wissenschaftliche Leiterin am Allergieambulatorium Wien West und medizinisch-wissenschaftliche Direktorin bei Thermo Fisher Scientific zur molekularen Allergiediagnostik!

Molekulare Allergiediagnostik: Wer braucht die differenziertere Diagnostik?

In welchen konkreten Fällen braucht man die molekulare Allergiediagnostik bei der Diagnose von Inhalationsallergien?

Bei den Inhalationsallergien, z.B. bei der Pollenallergie, schafft die molekulare Allergiediagnostik dann Klarheit, wenn multiple Sensibilisierungen gegen Extrakte vorliegen, denn dann stellt sich die Frage nach der Differenzierung von symptomrelevanten und kreuzreaktiven Sensibilisierungen. Mit der molekularen Allergiediagnostik lassen sich Primärsensibilisierungen von den Kreuzreaktivitäten unterscheiden und damit werden eine bessere Allergiediagnostik und die korrekte Auswahl des Therapieallergens für die spezifische Immuntherapie erst möglich.

Weiter erleichtert die molekulare Allergiediagnostik bei den Inhalationsallergien die Auswahl des qualitativ passenden Therapieextraktes. Eine Immuntherapie ist nur dann erfolgreich, wenn sie die klinische Symptomatik des Patienten auf ein Minimum reduziert und verhindert, dass sich sein Sensibilisierungsmuster verbreitert und es zu einer Etagenexpansion kommt. Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist, dass die Allergen-Zusammensetzung des genutzten Immuntherapeutikums genau die Allergene in ausreichender Menge enthält, die beim Patienten die individuelle klinische Symptomatik auslösen.

Eine frühe und zielgerichtete Therapie ist deshalb auch ein Mittel zur Prävention, und dabei spielt die molekulare Allergiediagnostik eine wesentliche Rolle. Insbesondere dann, wenn man mittels molekularer Allergiediagnostik die typischen Asthmaauslöser vorfindet, kann ein früher Therapieeinstieg zu Beginn einer Allergikerkarriere eine Weiterentwicklung zielgerichtet verhindern. Z.B. gibt es im Bereich der Tierhaarallergien, der Schimmelpilzallergien und der Hausstaubmilbenallergie einzelne Allergenkomponenten, (z.B. die Milben-Allergenkomponenten Der p 1 und Der p 23) die ganz klar mit Asthma assoziiert sind, und wenn man dies erkannt hat, ist dies ein Indikator für die Dringlichkeit einer Immuntherapie.

Wann braucht man bei Nahrungsmittelallergien die molekulare Allergiediagnostik?

Die Nahrungsmittelallergien sind ein wesentliches Einsatzgebiet der molekularen Allergiediagnostik, denn durch die molekulare Allergiediagnostik ist es möglich, aufgrund des Sensibilisierungsprofils einzuschätzen, ob ein Anaphylaxie-Risiko für den Patienten besteht.

Zurück zum Beispiel Birke: Sehr häufig zeigen polysensibiliserte Patienten mit einer Sensibilisierung auf Birkenpollen in der Hauttestung auch eine Sensibilisierung auf Erdnüsse. Insbesondere bei Kindern ist dies eine sehr häufige Konstellation. Wenn dann die Mutter berichtet, dass ihr auf Birkenpollen allergisches Kind beim Genuss von Erdnüssen über ein Kribbeln im Mund klagt, stellt sich die Frage, ob es sich „nur“ um ein orales Allergiesyndrom handelt oder ob eine Anaphylaxie-Gefahr besteht.

Ein orales Allergiesyndrom wäre eine kreuzreaktive Sensibilisierung auf Nahrungsmittelallergene aufgrund der Birkenpollenallergie, die normalerweise nicht mit einer Anaphylaxie einhergeht, obwohl es auch hier Ausnahmen gibt. Bei einer Kreuzallergie würde es z.B. in manchen Fällen schon helfen, das betreffende Nahrungsmittel nicht roh, sondern gekocht oder in anderer Form denaturiert zu verzehren, um das Auftreten eines oralen Allergiesymptomes zu vermeiden.

Bei einer echten Nahrungsmittelallergie auf Allergene der Erdnuss besteht jedoch ein erhebliches Risiko, dass es bei dem Kind beim Verzehr von Erdnüssen zu einem allergischen Schock kommen kann. In diesem Fall müsste das Kind Erdnüsse strikt meiden, und das würde zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Erdnüsse werden in unzähligen Fertigprodukten verarbeitet und sind oft auch „in Spuren“ vorhanden, so dass die Meidung ausgesprochen schwierig ist und die Lebensqualität eines Kindes erheblich vermindert. Die molekulare Allergiediagnostik ist hier die entscheidende Voraussetzung für die Risikoeinschätzung mit Testung auf die Speicherproteine der Erdnuss (z.B. Ara h 2). So kann man unnötige Karenzmaßnahmen vermeiden.

Und was kann die molekulare Allergiediagnostik bei Insektengiftallergien leisten?

Bei den Insektengiftallergien dient die molekulare Allergiediagnostik dazu, den tatsächlichen Allergieauslöser korrekt zu identifizieren und von etwaigen Kreuzreaktivitäten zu unterscheiden. Kreuzreaktionen sind bei Insektengiftallergikern ein durchaus häufiges Problem - bei über 50 Prozent der Patienten mit Insektengiftallergie findet man sowohl Sensibilisierungen auf den Bienengiftextrakt als auch auf den Wespengiftextrakt. Bei diesen Patienten stellen sich die folgenden Fragen:

1.    Hat der Patient eine Primärsensibilisierung gegen beide Gifte?

2.    Oder kommt die Doppelpositivität durch Kreuzreaktivität?

3.    Welches Therapieallergen muss bei der spezifischen Immuntherapie zum Einsatz kommen, damit die Behandlung erfolgreich ist?

Durch die Testung mit spezifischen Komponenten kann eine Primärsensibilisierung nachgewiesen werden und die geeignete Immuntherapie ausgewählt werden. Dagegen können mit kreuzreaktiven Komponenten vermeintliche Kreuzreaktion bei den Extrakttestungen erklärt werden.

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