Pollenallergie Selbstbehandlung

Step-up-Algorithmus für vorbehandelte jugendliche und erwachsene AR-Patienten unter Zuhilfenahme einer visuellen Analogskala (VAS). Behandlungsschritte, Präferenzen der Patienten und VAS- Level sind verhältnismäßig aufeinander abgestimmt. Bei Verbleib okularer Symptome müssen die Augen weiterbehandelt werden. Quelle: Bousquet et al. 2016 [1]

Symptomkontrolle Pollenallergie: Selbstmedikation oder ärztliche Aufsicht?

Bad Homburg, Januar 2017 – Eine aktuelle, von TNS Emnid durchgeführte, Umfrage unter 200 Allgemeinmedizinern und Internisten zeigt: Patienten mit Pollenallergien neigen laut 54 Prozent der Befragten zur Selbstmedikation und gehen nicht zum Arzt. 56 Prozent der Umfrageteilnehmer äußerten zudem, dass das Etagenwechselrisiko bei Aallergischer Rhinitis (AR) nicht hinreichend bekannt ist und daher kaum berücksichtigt wird. Dies sei, neben der vielfach nicht das gesamte Jahr bestehenden Symptomatik, einer der Hauptgründe für die häufige Bagatellisierung und der damit oftmals einhergehenden, inadäquaten Behandlung der AR.

Aktueller Therapiealgorithmus bei allergischer Rhinitis (AR) bzw. Pollenallergie - die Symptome kontrollieren!

„Dabei sind AR-Symptome jeglicher Schweregrade gut behandelbar und das Komorbiditätsrisiko dürfte unter einer optimalen Therapie sinken. Hier gilt es für uns Ärzte, die Patienten abzuholen, aufzuklären und gemeinsam an einem besseren Management der AR zu arbeiten - die Werkzeuge dafür haben wir. So empfiehlt sich eine AR- Behandlung gemäß dem aktuellen Step-Up/Step-Down-Therapiealgorithmus der MACVIA* [1]”, betont Prof. Dr. med. Ludger Klimek, Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, und Arbeitsgruppenmitglied des MACVIA-ARIA-Sentinel-Netzwerks.

„Das Ziel ist eine möglichst vollständige Symptomkontrolle. Ist diese nicht durch Selbstmedikation erreichbar, gehört die Therapie einer Pollenallergie unbedingt in ärztliche Hand”, fügt Prof. Dr. med. Martin Wagenmann, Hals- Nasen-Ohrenklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf, Arbeitsgruppenmitglied des MACVIA-ARIA-Sentinel-Netzwerks hinzu. Mit Hilfe des Arztes könne die AR-Therapie entscheidend verbessert werden, zum Beispiel durch die Verordnung von verschreibungspflichtigen Heuschnupfen-Medikamenten wie einer nasalen Kombination aus Fluticasonpropionat und Azelastinhydrochlorid**. Ergänzend für ein bestmögliches AR-Management steht jetzt die MACVIA-ARIA Allergietagebuch-App im iTunes App-Store sowie auf Google Play zum kostenfreien Download bereit. Die App unterstützt den Patienten dabei, dem Arzt die Diagnose und Therapie zu erleichtern.

Advertorial

Ungenügend kontrollierte Pollenallergie? Das Asthmarisiko steigt!

Obgleich das Asthma-Risiko bei Erwachsenen mit einer schlecht kontrollierten Pollenallergie um mehr als das Dreifache erhöht ist [2] und eine bestehende Pollenallergie ein manifestes Asthma verschlechtern kann [3], erhalten bis heute lediglich 10 Prozent der AR-Patienten eine leitliniengerechte Therapie [4]. Dies liegt unter anderem an der immer noch häufigen Bagatellisierung der Pollenallergie. Ein Zeichen dafür sei, dass viele Patienten auch bei unzureichender Symptomkontrolle gar nicht erst zum Arzt, sondern direkt in die Apotheke gingen, so Wagenmann. „Dass Fluticason-Monopräparate in Form von Nasensprays nicht länger rezeptpflichtig sind, dürfte zu noch mehr Selbstmedikation führen.

Da sich Allergien jedoch gegenseitig beeinflussen [2,3], wächst damit die Gefahr für Patienten ungebremst in die Allergie-Spirale mit all ihren Folgen abzugleiten, wenn sie sich verschreibungsfreie Präparate einfach aus der Apotheke holen, ohne den Arzt zu konsultieren”, ergänzt Klimek. Patienten können in der Regel die Zusammenhänge zwischen einer Pollenallergie und anderen allergischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, das komorbid auftreten kann, nicht selbst ermessen – und damit auch nicht, welche Schritte für eine adäquate Therapie notwendig sind. Zudem sind nicht alle verfügbaren Heuschnupfen-Medikamente rezeptfrei erhältlich. So ist die nasale Kombination aus Fluticasonpropionat und Azelastinhydrochlorid* bei mittelschwerer und schwerer Pollenallergie, verschreibungspflichtig und erstattungsfähig [5].

 

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.