KomPaS Kinder chronische Erkrankungen Familien

Dr. Rüdiger Szczepanski, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin am Kinderhospital Osnabrück und 1. Vorsitzender & Sprecher des Kompetenznetzes Patientenschulung e. V. zu KomPaS!

KomPaS: Hilfe für Kinder mit chronischen Erkrankungen und deren Familien

Abgesehen von Asthma und Diabetes, zu welchen anderen chronischen Erkrankungen gibt es Schulungen für Familien?

In den letzten Jahren ist es erfreulicherweise zu einer Weiterentwicklung der Patientenschulung für die unterschiedlichsten chronischen Krankheiten im Kindes- und Jugendalter gekommen. Unter anderem gibt es Programme bei Adipositas, Neurodermitis, Anaphylaxie, Epilepsie, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Mukoviszidose, Nephrotisches Syndrom, primäre Immundefekt und Niereninsuffizienz. Weitere sind in Entwicklung. KomPaS hat, finanziert durch das BMG das modulare Schulungsprogramm für chronisch kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern (ModuS) entwickelt und erfolgreich erprobt.

Werden die Kosten für diese Schulungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

Zurzeit übernehmen die Kassen die Finanzierung von Schulungen regelhaft nur für die beiden DMP-Diagnosen Asthma bronchiale und Typ 1 Diabetes. Auch im Rahmen von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen werden die Schulungskosten getragen. Bei allen anderen Erkrankungen hängt die Kostenübernahme von Einzelfallentscheidungen der Kostenträger gemäß & 43, SGB V als „Kann-„Leistung ab. Basis sind die Rahmenempfehlungen der GKVen
(http://www.kompetenznetz-patientenschulung.de/informationen-f%C3%BCr-trainer-teams/schulungs-programme/finanzierung/).

Welche Rolle spielt KomPaS im Zusammenhang mit den Schulungen für die Familien chronisch erkrankter Kinder?

2008 wurde das Kompetenznetz Patientenschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. gegründet, um die unterschiedlichen Schulungsaktivitäten unter einem Dach zu bündeln.

Das Kompetenznetz verfolgt folgende Ziele:

•    Förderung modellhafter Schulungen für weitere Erkrankungen,

•    Entwicklung neuer Ansätze bei besonderen Schulungssettings (z. B. für bildungsferne Familien oder solchen mit Migrationshintergrund),

•    Nutzung und Weiterentwicklung der Erfahrungen verschiedener Schulungsinitiativen,

•    Etablieren eines angemessenen Qualitätsmanagements,

•    gesundheits- und berufspolitische Umsetzung von Patientenschulungen,

•    Kooperationen mit Selbsthilfevereinigungen.

Gerade das Entwickeln und Etablieren neuer Programme, insbesondere für weniger häufige und seltene Erkrankungen, ist sehr aufwendig und ohne entsprechende finanzielle Mittel nicht zu gewährleisten. Dieses betrifft auch die notwendige begleitende Qualitätssicherung.

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Wie finanziert KomPaS diese Aktivitäten?

KomPaS ist auf der Suche nach Unterstützern unserer Idee, sei es als Sponsoren oder auch als institutionelles Mitglied. Als gemeinnütziger Verein können wir Spendenbescheinigungen ausstellen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Rüdiger Szczepanski, 1. Vorsitzender & Sprecher des Kompetenznetzes Patientenschulung e. V., KomPaS. Iburger Str. 187, 49082 Osnabrück. (szczepanski@kinderhospital.de).

Herr Dr. Szczepanski, herzlichen Dank für dieses Interview!

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