Neurodermitis Babies Eincremen

Die DHA empfiehlt, Babies früh einzucremen!, Quelle: Alto/Baby Care

Säuglingspflege - Eincremen von Anfang an senkt Risiko für Neurodermitis

Bonn, 25.08.16, Säuglinge profitieren davon, wenn sie von Anfang an täglich am ganzen Körper eingecremt werden. Das gilt vor allem für Kinder, die ein erhöhtes Risiko für Neurodermitis tragen. Studien haben gezeigt, dass eine solche Basispflege die Gefahr für ein Auftreten der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung deutlich senkt.

Eltern, die selbst unter Neurodermitis, Heuschnupfen oder allergischem Asthma leiden, möchten ihren Kindern dieses Schicksal gern ersparen. Bei 25 bis 40 Prozent der erblich vorbelasteten Neugeborenen tritt die Neurodermitis im ersten Lebensjahr auf. Als wichtige vorbeugende Maßnahmen gelten unter anderem Nichtrauchen, Stillen bis zum Ende des vierten Lebensmonats oder die Verwendung von geprüfter hypoallergener (HA)-Säuglingsnahrung (1, 2). Jetzt haben Studien gezeigt: Auch eine angepasste Basispflege kann dazu beitragen, das Risiko für das Auftreten von Neurodermitis zu reduzieren (3-5). So entwickelten Neugeborene, die im Rahmen einer amerikanisch-britischen Studie täglich mindestens einmal am ganzen Körper eingecremt wurden, innerhalb der ersten sechs Lebensmonate nur halb so häufig eine Neurodermitis wie die Babys aus der Kontrollgruppe, die Hautpflegeprodukte bedarfsweise einsetzten (4). Alle Neugeborenen hatten einen Elternteil, der an Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis litt und trugen damit ein hohes Risiko für die chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Der Münchner Dermatologe Professor Dietrich Abeck setzt große Hoffnungen auf diesen Präventionsansatz: „Wünschenswert sind weitere Studien, die zeigen, ob durch eine Senkung der Neurodermitisrate auch der sogenannte allergische Marsch – also das Verlagern der Allergie von der Haut auf die Atemwege – beeinflusst werden kann“ (6).

Frühe Pflege stärkt die Hautbarriere

Die genauen Mechanismen für die vorbeugende Wirkung der Basispflege sind noch nicht bis ins Detail bekannt. Die Wissenschaftler führen den Effekt darauf zurück, dass die Hautbarriere bei erblicher Veranlagung auch ohne sichtbare Anzeichen bereits anfällig ist und zu Entzündungen neigt. Das Eincremen hilft der noch unreifen Hautbarriere von Säuglingen, sich zu stablisieren: Der Fett- und Feuchtigkeitshaushalt wird verbessert, ein übermäßiger Wasserverlust verhindert und die Haut damit gegen das Eindringen von Allergenen und anderen Reizen gewappnet. „Das kommt letztlich allen Babys zugute“, davon ist Abeck überzeugt: „Ich empfehle das tägliche Eincremen grundsätzlich, zumal viele Eltern das Allergierisiko ihres Kindes nicht genau kennen“ (6). Wichtig: Die Basispflege muss innerhalb der ersten Lebenswochen beginnen und konsequent jeden Tag erfolgen – auch dann, wenn die Haut der Kleinen keine sichtbaren Anzeichen von Trockenheit aufweist. Im Rahmen einer Babymassage können Eltern das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

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