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Neurodermitis Kind Ekzeme ansprechen

Daniela Halm zum Thema: Neurodermitis - was sagen, wenn man mein Kind auf Ekzeme anspricht?

Neurodermitis: Was tun, wenn man das Kind auf Ekzeme anspricht?

Die Therapie der Symptome steht an erster Stelle, wenn ein Kind Neurodermitis hat. Aber allein mit einer medizinischen Behandlung ist es nicht getan. Insbesondere dann, wenn es trotz Therapie immer wieder zum Auftreten von Ekzemen kommt, werden Kinder auch mit Fragen ihrer Altersgenossen konfrontiert. Was hast Du da? Warum kratzt Du Dich ständig? Ist das ansteckend? Was sagt man seinem Kind, wenn man es auf die Ekzeme anspricht? MeinAllergiePortal sprach mit Daniela Halm, Mutter einer Tochter, die an Allergien leidet, Medizinjournalistin und Autorin des Mutmacherbuch „Total allergisch – na und?“ darüber, wie man sein Kind unterstützen kann.

Frau Halm, wann und in welcher Form wurden Sie bzw. Ihr Kind zum ersten Mal mit Fragen nach den Neurodermitis-Ekzemen konfrontiert?

Das ging schon früh los, als mein Kind noch im Kinderwagen lag und die Ekzeme an den Wangen nicht zu übersehen waren. Manche reagieren da sehr direkt, etwa: „Was hat sie denn da im Gesicht?“. Manche machen einem indirekt Vorwürfe. Als ich einmal mit meinen Kindern auf dem Sportplatz war, meine Tochter in kurzen Hosen mit geröteter, trockener Haut an den Beinen, kam eine mir unbekannte Mutter auf mich zu und fragte geradeheraus: „Ja, kann man denn da nichts machen?“ Eine andere fragte mich, ob ich denn nicht gestillt habe.

 

Wie sind Sie im ersten Moment mit der Situation umgegangen?

Ich war überrascht und anfangs auch überfordert mit der Situation. Man fühlt sich ein bisschen überrumpelt und hat das Gefühl, man muss sich rechtfertigen. Aber das ist natürlich Unsinn. Oft sind solche Kommentare gar nicht böse gemeint, sondern eher Ausdruck von Ratlosigkeit, Unsicherheit oder Neugier – die Haut sieht halt anders aus als die Norm. Wichtig ist erstmal, das nicht persönlich zu nehmen. Und dann individuell zu entscheiden, ob man es erklären möchte oder ob man es auch mal nicht erklären möchte und das Gespräch in eine andere Richtung lenkt. Sich abzugrenzen kann je nach Situation auch ein Weg sein.

Wo konnten Sie sich Rat und Hilfe zum Umgang mit der Erkrankung Neurodermitis holen?

Hilfreich sind auf jeden Fall Patientenschulungen für Neurodermitis (AGNES), die werden für Eltern und Kinder angeboten und gehen auf sämtliche Aspekte rund um die Erkrankung ein. Da kann man solche Fragen auch stellen (Infos zu Schulungen: Faak Köln oder Neurodermitisschulung). Man kann aber auch direkt andere Betroffene fragen, wie sie mit solchen Situationen umgehen und die besten Tipps austauschen. Das kann vor allem für Kinder eine große Hilfe sein, denn sie merken außerdem, dass sie mit ihrer Neurodermitis nicht allein sind. In den Patientenschulungen lernt man ja andere Familien mit ähnlichen Problemen kennen. Ich habe damals einen Psychologen gefragt, der auf Kinder mit chronischen Erkrankungen spezialisiert war. Auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) kann ein Ansprechpartner sein.

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Welche Strategien haben Sie entwickelt, um das Kind für den Umgang mit Neurodermitis zu „empowern“?

Ich habe versucht, mein eigenes Kind zu stärken. Das heißt, ich habe es immer ermutigt darüber zu sprechen, anderen zu sagen, wie man sich fühlt, die Neurodermitis zu erklären oder auch zu sagen, wenn es einen verletzt. Das ist natürlich nicht immer einfach und erfordert Mut. Aber man kann es ein bisschen trainieren.

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