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Advertorial
Neurodermitis atopische Dermatitis Schubtherapie Langzeittherapie Biologika

Prof. Knut Schäkel: Neurodermitis: Schubtherapie? Langzeittherapie? Was ist besser?

Neurodermitis: Schubtherapie? Langzeittherapie? Was ist besser?

Wie bewerten Sie die neuen Biologika für die Neurodermitis-Therapie?

Die neuen Therapien mit Biologika wurden vor ihrer Zulassung für die Indikation Neurodermitis sehr gut untersucht. Sie haben eine sehr klar definierte Wirkung.

Auch im Hinblick auf die Sicherheit sind die neuen Biologika gut untersucht. Man kann, auch wegen der geringen Nebenwirkungen, davon ausgehen, dass die Akzeptanz der Patienten wesentlich größer sein wird, als bei den klassischen Neurodermitis-Therapien.

Eine Besonderheit der neuen Biologika ist, dass sie langfristig eingenommen werden können und nicht nur zeitlich begrenzt. Das war bei den traditionellen systemischen Neurodermitistherapien aufgrund der potenziellen Nebenwirkungen nicht möglich.

Der zugelassene Wirkstoff wirkt sehr gut, denn bei zwischen 70 und 80 Prozent der Patienten kommt es zu einer mindestens 50prozentigen Besserung des Hautzustandes. Für die Patienten ist das eine sehr gute Nachricht.

Für welche Neurodermitis-Patienten bzw. bei welchem Schweregrad der Erkrankung kommt eine Therapie mit den neuen Biologika in Frage?

Das bereits zur Verfügung stehende Biologikum ist für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis zugelassen, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen.

Im Vorfeld einer Verordnung ist es die Aufgabe des Arztes abzuschätzen, inwieweit beim Patienten die Möglichkeiten der Lokaltherapie gut ausgeschöpft wurden. Dies ist dann der Fall, wenn es trotz korrekter Anwendung der Medikamente und Ausschluss potenzieller Schubfaktoren wie trockene Haut, symptomverstärkende Aeroallergene, Nahrungsmittelallergene – wobei dies eher für Kinder gilt - Superinfektionen oder Stress, nicht zu einer ausreichenden Verbesserung der Symptome kommt.

Wann ist eine Neurodermitis schwer oder mittelschwer?

Ab einem SCORAD über 25 spricht man von einer mittelschweren Neurodermitis. SCORAD steht für „scoring atopic dermatitis“ und ist ein System, mit dem man den Schweregrad einer Neurodermitis beurteilt. Letztendlich bewertet ein solches Mess-System den Krankheitszustand aber nur zu einem bestimmten Zeitpunkt. Um die Schwere der Neurodermitis zu erheben ist es daher sicherlich auch sinnvoll, den Krankheitsverlauf und die Behandlungsgeschichte mit einzubeziehen. Darüber hinaus wirken sich Krankheitssymptome bei jedem Patienten unterschiedlich aus.

Wie lange wird eine Langzeittherapie mit Biologika in der Regel angewendet bzw. kann man die Medikation direkt nach dem Abklingen der Symptome absetzen?

Wir wissen bereits von der Psoriasis, dass wir mit den Biologika die Ursachen der entzündlichen Erkrankung nicht beseitigen können. Vielmehr geht es darum, die Symptome in einem kontinuierlichen Prozess unter Kontrolle zu halten. Der therapeutische Gewinn einer Biologika-Behandlung wäre deshalb verschenkt, wenn man die Therapie bei einer Besserung der Symptome unterbrechen würde. Die Biologika sollen den schwer betroffenen Patienten ja gerade die Möglichkeit geben, auch längerfristig eine Befundbesserung und Sicherheit zu erreichen. Mit den traditionellen Therapien war dies zwar kurzfristig möglich, nicht jedoch planbar über einen längeren Zeitraum.

Bei den neuen Biologika handelt es sich um eine Spritzentherapie. Der Patient kann sich diese Spritze alle zwei Wochen selbst verabreichen, subkutan, genau wie eine Insulinspritze.

Wann werden Langzeittherapien „offiziell“ auch für Jugendliche und Kinder zur Verfügung stehen?

Der konkrete Zeitpunkt hängt von den Ergebnissen der Studien und dem Zulassungsprozess ab.

Erste Ergebnisse zur Behandlung von Jugendlichen wurden bei der Europäischen Dermatologentagung im September 2018 vorgestellt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit und Sicherheit bei Jugendlichen vergleichbar mit denen Erwachsener ist.

Man könnte also davon ausgehen, dass Biologika mittelfristig auch zur Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis zur Verfügung stehen werden.

Herr Prof. Schäkel, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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