Neurodermitis Therapie neue Substanzen

Prof. Dr. Thomas Werfel zum Thema: Neurodermitis-Therapie -es gibt neue Substanzen!

Neurodermitis-Therapie: Es gibt neue Substanzen!

Monoklonale Antikörper bei Neurodermitis  – was zeigen die Studien?

Zum bereits zugelassenen monoklonalen Antikörper wurden zwei große internationale Phase III-Studien an 1.379 moderat bis schwer betroffenen Neurodermitis-Patienten durchgeführt, die mit einer topischen Therapie nicht adäquat behandelt werden konnten. Das Studienziel, das heißt die Abheilung der Ekzeme, konnte bei knapp 40 Prozent der Patienten erreicht werden. Bei 50 Prozent der Patienten konnte eine 75prozentige Reduktion der Hautsymptome erreicht werden. Zudem berichteten die Patienten von einer signfikanten Reduktion des Juckreizes und von einer Verbesserung der Lebensqualität. Dabei kam es in vielen Fällen bereits nach 4-wöchiger Therapie zu einer deutlichen Ekzemverbesserung. Seine volle Wirkung entfaltet der Antikörper nach ca. 12 Wochen.

In einer Langzeitstudie, die über ein Jahr durchgeführt wurde, konnte bei 2/3 der Patienten eine stabile Verbesserung der Haut um 75 Prozent nachgewiesen werden. Der Effekt der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper hält also lange an. Dies gilt auch für die Reduktion des Juckreizes. Auch bei Neurodermitis Patienten mit einem problematischen Krankheitsverlauf konnten mit dem monoklonalen Antikörper positive Ergebnisse erzielt werden. Dies zeigte eine Studie an Patienten, die entweder nicht auf Ciclosporin angesprochen hatten oder bei denen der Einsatz von Ciclosporin nicht möglich war.

 

Monoklonale Antikörper bei Neurodermitis  – welche Patienten könnten profitieren?

Zugelassen ist der monoklonale Antikörper für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen. Dabei handelt es sich um eine First-Line Zulassung, das heißt, der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper müssen keine anderen Therapien vorausgegangen sein. Dies wird allerdings von einigen Krankenkassen zum Teil regional unterschiedlich gehandhabt.

Monoklonale Antikörper bei Neurodermitis  – wie sieht die Therapie konkret aus?

Der monoklonale Antikörper wird alle zwei Wochen subkutan verabreicht, das heißt durch eine Spritze unter die Haut. Laut Leitlinie können parallel auch topische Therapien zum Einsatz kommen. „Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, weshalb man bei einer systemischen Behandlung nicht zusätzlich auch topisch behandeln sollte“ betonte Prof. Werfel.

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Monoklonale Antikörper bei Neurodermitis  – gibt es Nebenwirkungen?

Zwei Nebenwirkungen traten in den großen Studien zum monoklonalen Antikörper signifikant häufiger auf, als in der Placebogruppe. Zum einen waren dies bei 2 bis 3 Prozent der Studienpatienten Bindehautentzündungen, zum anderen Reaktionen an der Injektionsstelle. Anzeichen dafür, dass es zu dem gefürchteten Ekzema herpeticatum kommen könnte, gibt es nicht.

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