Neurodermitis-Schübe atypische Nahrungsmittelallergien

Neurodermitis-Schübe durch atypische Nahrungsmittelallergien!

Neurodermitis-Schübe durch atypische Nahrungsmittelallergien

Manche Eltern könnten also Recht haben, wenn sie Nahrungsmittel als Ursache für die Neurodermitis-Schübe der Kinder verdächtigen?

Eltdr kristin gisbert schuppanDr. phil. Kristin Gisbert-Schuppan.ern äußern häufig den Verdacht, dass die Neurodermitis der Kinder durch bestimmte Nahrungsmittel getriggert wird, aber die Mediziner, die von unseren neuen Erkenntnissen noch nichts wissen, präsentieren den Eltern die negativen Testergebnisse der Allergietests oder Endoskopien und erklären, dass das Kind weder an einer Nahrungsmittelallergie noch an einer Zöliakie leidet. Den Eltern hilft es aber nicht weiter, wenn ihr Kind dennoch Symptome hat oder wenn sie manchmal sogar der Hysterie bezichtigt werden und sie sind unsicher und frustriert.

Inzwischen haben wir ja auch genügend Hinweise, die auf einen Zusammenhang von Nahrungsmitteln und Neurodermitisschüben hinweisen, um zu wissen, dass es sich bei den Vermutungen der Eltern nicht um Einbildung handelt. Davon abgesehen ist nichts unbegründete „Einbildung“, was dem Patienten hilft, selbst wenn es sich um einen Placeboeffekt handeln sollte - aber die Ergebnisse unserer Untersuchungen gehen weit über Placeboeffekte hinaus. Hier fühlen sich die Patienten häufig unter einem Rechtfertigungsdruck, auch gegenüber ihren behandelnden Ärzten.

Abgesehen davon planen wir mit unseren Mainzer Kollegen aus der Dermatologie gerade eine Pilotstudie zur weizenfreien Diät an erwachsenen Patienten mit Neurodermitis.

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Wie gehen Sie bei der Studie zu atypischen Nahrungsmittelallergien und insbesondere zur Rolle des Weizens an erwachsenen Neurodermitispatienten vor?

Dafür müssen die Patienten drei Monate lang entweder eine weitgehend weizenfreie Diät einhalten oder ihre definiert weizenhaltige Kost weiterführen, gefolgt von einem 3-monatigen Wechsel (Cross-over) zur jeweils anderen Diät. Dabei werden auch immunologische und weitere objektivierbare Parameter, wie Hautsymptome und Beschwerde-Scores erfasst.

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Herr Prof. Schuppan, an wen kann man sich wenden, wenn man an der Studie teilnehmen möchte?

Die Studie wird voraussichtlich im Herbst 2018 beginnen. Betroffene können sich gerne an mein Sekretariat wenden, Frau Heike Weitz HeikeKatharina.Weitz@unimedizin-mainz.de. Wir werden den Studienbeginn und die Kontaktdaten aber auch rechtzeitig über das AllergiePortal bekanntgeben.

Frau Dr. Gisbert-Schuppan, Herr Prof. Schuppan, herzlichen Dank für dieses Interview!

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