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Problem Selbstdiagnose Intoleranzen

Dr. Imke Reese, Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München

Problem „Selbstdiagnose“ bei Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten

Gibt es für alle Lebensmittel, auf die man allergisch sein kann bzw. Unverträglichkeiten entwickeln kann einen verträglicheren Ersatz?

Einen Ersatz gibt es immer. Nur in einigen Fällen ist viel Fachkompetenz erforderlich, um eine bedarfsdeckende und trotzdem schmackhafte und befriedigende Ernährung hinzubekommen. Deshalb sollte jeder, der ein Nahrungsmittel meiden muss, sich fachkompetent beraten lassen (www.ak-dida.de, www.daab.de). Allerdings sollte eine Meidung nur dann erfolgen, wenn sie medizinisch notwendig sind.

Es gibt viele Menschen, die vegan leben. Wie können diese Menschen ihren Nährstoffbedarf decken, wenn sie z.B. unter Fructosemalabsorption leiden?

Warum soll eine Fructosemalabsorption eine vegane Ernährung erschweren? Bei diesem Krankheitsbild geht es ja nicht um Meidung, sondern um Reduzierung auf ein verträgliches Maß bzw. einen Verzehr mit anderen Nahrungsmitteln, die  Aufnahme der Fructose erleichtern.

Insgesamt ist es zugegebenermaßen so, dass eine vegane Ernährung ohne bestimmte Supplemente nicht bedarfsdeckend zu realisieren ist – unabhängig von einer vorhandenen Fructosemalabsorption.

Welchen Rat geben Sie allen, die bei sich eine Nahrungsmittelallergie oder –unverträglichkeit vermuten?

Vielen hilft es, Nahrungsmittelverzehr und Beschwerden zu protokollieren, um zu überprüfen, ob es überhaupt Zusammenhänge gibt. Bevor umfangreiche oder einschneidende Auslass-Diäten begonnen werden, sollten sich Betroffene in die Hände von diagnostischen und therapeutischen Fachleuten begeben.

Frau Dr. Reese, vielen Dank für das Gespräch!