nmi-Portal Informationen Unverträglichkeiten

nmi-Portal-Gründer Dr. Michael Zechmann!

nmi-Portal – seriöse Informationen zu Unverträglichkeiten!

Im Internet gibt es viele Informationen, auch zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, verlässlich sind sie allerdings nicht immer. Beim nmi-Portal ist das anders, denn hier legt man großen Wert auf seriöse Informationen und stützt sich dabei auch auf wissenschaftliche Arbeiten. Warum er das nmi-Portal startete berichtete Gründer Dr. Michael Zechmann im Interview mit MeinAllergiePortal.

Herr Zechmann, wie kam es zur Gründung des nmi-Portals und wie hat es sich entwickelt?

Ich bekam nach der Jahrtausendwende die Diagnose Fruktose- und Laktoseintoleranz. Damals gab es keinerlei öffentlich zugängliche Informationen. Da ich als Biologiestudent Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken hatte, recherchierte ich über ein Jahr lang wissenschaftliche Arbeiten zum Thema. Ich bereitete diese populärwissenschaftlich auf und stellte sie über das nmi-Portal kostenlos zur Verfügung. Die Zugriffszahlen waren schon damals höher als erwartet, der Bedarf an solchen Informationen war damals schon da. Doch er wuchs und das Thema wurde immer wichtiger. Heute ist das nmi-Portal als größte Plattform zum Thema Intoleranzen beliebt und bekannt für seriöse, gut recherchierte und einfach aufbereitete Informationen.

 

Was bietet das nmi-Portal den Lesern und was schätzen diese?

Unsere Säulen waren von Anfang an: Seriöse und wissenschaftlich abgesicherte Information kostenlos zur Verfügung zu stellen sowie unbeeinflusst von Firmen, Trends oder staatlichen Institutionen zu sein. Wir sind sehr stolz darauf, absolut unabhängig agieren zu können. Dafür sind wir bekannt und das akzeptieren auch unsere Werbepartner. Ein wichtiger Aspekt ist auch eine Brücke zu schlagen zwischen Arzt, Patient und staatlich anerkannter Ernährungsberatung sowie den Betroffenen eine Austauschmöglichkeit mit andern Betroffenen zu bieten.

Sie führen auch Produkttests durch, wie zufrieden sind Sie mir den „frei von“- Produkten?

Das ist ein schwieriges und komplexes Thema. Diese Produkte werden immer beliebter. Wir haben viele Jahre bei der Industrie dafür gekämpft, dass es mehr solcher Produkte gibt, ich freue mich also grundsätzlich über den Trend.

Andererseits passiert nun das, was immer passiert: Die Zutaten und die Intention der Industrie sind oft fragwürdig und die Preise meistens zu hoch. Bei laktosefreien Produkten haben wir in Deutschland und Österreich ein gutes, großes und preislich halbwegs normales Angebot, die fruktosearmen Produkte beginnen langsam zu kommen, sind aber noch viel zu teuer. In diesem Produktsegment stehen wir noch am Anfang. Die glutenfreien Produkte, die es schon seit vielen Jahren gibt, sind aus meiner Sicht oft zu industrialisiert.

Was meinen Sie mit „industrialisiert“ und was bedeutet das für die Verbraucher?

Damit meine ich unter anderem, dass Lebensmittel, um sie haltbar zu machen, den Geschmack zu verbessern, den Geruch beim Öffnen der Packung zu optimieren oder die Haptik anzupassen, oft mit viel zu vielen Zusätzen versehen werden. Der Zucker- und Salzgehalt wird stetig erhöht oder, um Kosten zu sparen, werden hochwertige Zutaten durch günstigere, weniger hochwertige Zutaten ersetzt. Ich finde daher kleine Betriebe sehr gut, die sich Nischen suchen und dort Produkte für Intolerante produzieren. Vor allem im Bereich fruktosearmer Ernährung tut sich da derzeit sehr viel.

Das nmi-Portal gibt es schon seit 13 Jahren, wie haben sich die Interessen der Leser verändert? Wie hat sich das Angebot an Lebensmitteln für die Betroffenen entwickelt?

Die Interessen sind eigentlich gleichgeblieben, es haben sich allerdings Themen wie „frei von“-Produkte oder mobile Informationssuche hinzugesellt. Die Themenpalette wurde breiter, auch weil das Thema mittlerweile in der Öffentlichkeit angekommen ist. Das Lebensmittelangebot hat sich deutlich verbessert, wobei eben die Zusammensetzung der Produkte manchmal zu hinterfragen ist.

Wo bestehen aus Ihrer Sicht noch Lücken?

Lücken gibt es definitiv noch bei fruktose- und sorbitarmen Lebensmitteln.

Herr Zechmann, herzlichen Dank für dieses Interview!

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