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Nahruunverträglichkeiten NMU Osthessen

Michael Möller, Selbsthilfegruppe NMU Osthessen

Hilfe zur Selbsthilfe bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten: NMU Osthessen

Selbsthilfegruppen sind vielfältig. Ob physische oder psychische, "sichtbare" oder "unsichtbare" Erkrankungen – deutschlandweit engagieren sich 3,5 Millionen Aktive in bis zu 100.000 Selbsthilfegruppen. Mit der Selbsthilfegruppe NMU Osthessen hat Michael Möller vor einigen Jahren die Initiative ergriffen und eine Anlaufstelle für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Osthessen geschaffen. Mit MeinAllergiePortal sprach er über seine Beweggründe für die Gründung dieser Gruppe.

Herr Möller, Sie haben die Selbsthilfegruppe NMU Osthessen gegründet. Wie kam es dazu?

In den Sommermonaten des Jahres 2008 hatte ich mich endgültig entschlossen, meiner "Krankheit" detaillierter auf den Grund zu gehen und Hilfe zu suchen. Das führte letztendlich ziemlich zügig über den Hausarzt zum Internisten, der dann eine Fruktosemalabsorption diagnostizierte. Im März/April 2009 fühlte ich mich wieder schlechter und entschloss mich deshalb, zusätzlich zur Schulmedizin nach alternativen Möglichkeiten zu suchen. Zeitgleich suchte ich nach Informationsquellen, die über Literatur, die Bücherei oder das Internet hinausgingen. Ein „niedrigschwelliger“ Weg zu diesem Ziel war für mich der Besuch einer Selbsthilfegruppe. Unverbindlich vorbeischauen, prüfen ob es etwas für mich ist und ob man sich im Kreise der Anderen wohl fühlt.

Nach kurzer Suche im Internet habe ich festgestellt, dass die nächsten Selbsthilfegruppen zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten leider nicht in Fulda, im Vogelsberg oder im Altkreis Hersfeld – sprich im Umkreis von rund 100 km von meinem Wohnort zu finden waren. Vielmehr fand ich erst in Frankfurt oder Kassel Selbsthilfegruppen, die sich mit dem Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit auseinandersetzten und das war natürlich zu weit weg. Dass es keine Gruppe in meiner Nähe gab, fand ich eigentlich erstaunlich, angesichts der hohen Zahlen von Betroffenen, die oft für den deutschsprachigen Raum im Zusammenhang mit Unverträglichkeiten genannt werden. So entstand die Idee zu einer eigenen Selbsthilfegruppe auch aus einem einfachen Grund: Ich wollte die Information in meine Nähe holen.

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Wie sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie in der Selbsthilfegruppe NMU Osthessen die Informationsquelle gefunden, nach der Sie gesucht hatten?

Selbsthilfe ist für mich neben dem medizinisch-fachlichen Bereich ein wesentlicher Bestandteil zur Bewältigung der eigenen Probleme. Man bekommt so eine Art von Halt und Vertrauen, die man meist nur unter ebenfalls von Nahrungsmittelunverträglichkeiten Betroffenen erhalten kann. In der gruppenorientieren Selbsthilfe schließen sich Menschen mit gleicher Problembetroffenheit zusammen, um sich außerhalb ihrer alltäglichen Beziehungen zu unterstützen. Jeder kann sich in das Gruppenleben so einbringen, wie er sich einbringen möchte.


Wie genau sieht die Unterstützung innerhalb der Selbsthilfegruppe NMU Osthessen aus? Was kann man erwarten?

Sicherlich ist es oft schwierig, den ersten Schritt in eine Gruppe zu tun. Man öffnet sich gegenüber Fremden und spricht vermutlich über Dinge, die man mit Familie, Freunden oder Bekannten möglicherweise gar nicht besprechen könnte. Man schämt sich oder ist peinlich berührt. Doch gerade hier liegt die Stärke der Selbsthilfe: Die Betroffenen in Selbsthilfegruppen sind Experten in eigener Sache. Verständnis für die eigene Lage kann man eher von denjenigen erwarten, die selbst die gleichen oder ähnlichen Herausforderungen in ihrem Leben bewältigen müssen.

Wie sollten Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorgehen, wenn Sie eine für sich geeignete Gruppe suchen? Was empfehlen Sie Betroffenen?

Generell empfiehlt es sich, sich im Vorfeld über eine Gruppe zu informieren – beispielsweise über deren Webseite. Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter kann man vor einem Besuch kontaktieren, um ein erstes „Gefühl“ für die Gruppe zu erhalten und Fragen zu klären. So hat man auch schon eine Bezugsperson, die in das Gruppenleben einführen kann. Kann man keinen direkten Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe herstellen, so empfiehlt sich der Weg über die nächste regionale Selbsthilfekontaktstelle. Diese kann über die Datenbank der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) ermittelt werden.

Herr Möller, herzlichen Dank für das Gespräch!

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