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gefährliche Nahrungsmittelallergie Risiko

Dr. Lars Lange, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Pneumologe und Allergologe, St. Marien-Hospital, Bonn zu gefährlichen Nahrungsmittelallergien!

Risiko Nahrungsmittelallergie: Wann kann das gefährlich werden?

Gibt es auch externe Faktoren, die einen Einfluss auf die Ausprägung des oralen Allergiesyndroms bei Erwachsen haben?

Bei Erwachsenen können Medikamente die Schwere der Symptome beeinflussen, z.B. Aspirin und Säureblocker. Säureblocker werden bei Refluxbeschwerden eingesetzt und dadurch werden die Allergene, d.h. die Proteine aus der Nahrung, im Magen nicht so gut abgebaut. So kann es zu verstärkten Beschwerden kommen, wenn ein orales Allergiesymptom auftritt. Bei Menschen, die eine Pollenallergie bzw. eine Kreuzallergie haben und Säureblocker nehmen, besteht daher ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen.

Zu den  gefährlichen Nahrungsmittelallergien: Welche Symptome können hier auftreten und bei welchen Allergenen?

Bei den primären Nahrungsmittelallergien, die bei Kindern auftreten, kommt es vor allem durch die Erdnuss zu allergischen Reaktionen, bei sehr kleinen Kindern auch durch Milch oder Ei.

Auch Cashew ist ein wichtiges Allergen, das im Moment noch sehr stark unterschätzt wird, gerade bei kleinen Kindern treten immer häufiger Nahrungsmittelallergien auf Cashew auf. Bei Kindern im Vorschul- und Schulalter ist Cashew eines der häufigsten Nahrungsmittelanaphylaxien auslösende Allergene in Deutschland. Damit ist die Cashew-Allergie fast so häufig wie die Allergie auf die Haselnuss, obwohl das Haselnussallergen ebenfalls ein sehr wichtiges Allergen ist. Ein Grund dafür mag sein, dass der Cashewkonsum hierzulande rapide ansteigt. Auch die Tatsache, dass man sich heutzutage internationaler ernährt, Cashews ein beliebter Snack sind und die asiatische Küche, die Cashews häufig einsetzt, sehr beliebt ist, mag hierzu beitragen 

Bei den primären Nahrungsmittelallergien kann es schnell zu allergischen Schockreaktionen kommen, die auch das Herz-Kreislauf-System betreffen. Je nach Alter des Kindes fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Bei sehr kleinen Kindern kommt es häufig zu Übelkeit, Erbrechen, Hautsymptomen und Husten. Bei größeren Kindern und Erwachsenen zeigen sich die Symptome eher in Form von Luftnot, Kreislaufbeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock, der dann auch bedrohlich ist.

Im Gegensatz zu den Kreuzreaktionen, ist die Heftigkeit der allergischen Reaktion bei den primären Nahrungsmittelallergien jedoch nicht immer mengenabhängig.

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Heißt das, auch bei Kontakt mit geringen Allergenmengen kann es zu schweren Anaphylaxien kommen?

Prinzipiell kann man schon sagen, dass die Symptome umso heftiger ausfallen, je größer die aufgenommene Allergenmenge ist. Unter den „echten“ Nahrungsmittelallergikern gibt es jedoch auch Menschen, die bereits auf kleinste Allergenmengen schwer reagieren können.

Handelt es sich bei den allergischen Symptomen auf eine echte Nahrungsmittelallergie immer um eine Anaphylaxie oder könnte es auch „nur“ ein orales Allergiesyndrom sein?

Ob es sich um ein orales Allergiesyndrom oder um einen anaphylaktischen Schock handelt, ist für die Betroffenen, bzw. bei Kindern, für die Eltern nicht immer so leicht zu unterscheiden, insbesondere dann, wenn viele Allergien vorliegen oder wenn sowohl  primäre, als auch pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien vorliegen. Auch eine Anaphylaxie kann zunächst mit einem Kribbeln im Mund anfangen, das sehen wir häufig bei Kindern im Zuge einer oralen Provokation auf Nahrungsmittelallergene. Auch Übelkeit kann ein Warnsignal für eine sich anbahnende Anaphylaxie sein, und die Symptome können dann auch an anderen Körperregionen auftreten.

Das heißt, sobald die ersten leichteren Symptome auftreten, sollten die entsprechenden Medikamente verabreicht werden, Kortison und Antihistaminika, so wie dies in den Anaphylaxieschulungengeschult wird. Wichtig ist auch, die Betroffenen gut zu überwachen.

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