Patienten- und Ärzte-Tag zur Eosinophilen Ösophagitis (EOE): Neue Erkenntnisse bei Diagnose und Therapie!
Schon zum 4. Mal fand am 24. April 2026 der Patienten- und Ärzte-Tag zur Eosinophilen Ösophagitis (EOE) statt. Der Einladung von Prof. Dr. med. André Hörning, Leiter der pädiatrischen Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie am Universitätsklinikum Erlangen waren über 450 Teilnehmer gefolgt, sowohl vor Ort als auch online. Vorgestellt wurden neue Leitlinienempfehlungen sowie neueste Erkenntnisse aus Studien und Umfragen. Darüber hinaus konnten alle Interessierten in Workshops zur Ernährungstherapie ihre individuellen Fragen stellen. Auch die Sicht der Betroffenen wurde berücksichtigt, dies in Form eines Interviews mit einer Patientin, gleich zu Beginn der Veranstaltung. Begleitet wurde der Event von einer Ausstellung und auch MeinAllergiePortal war als Medienpartner vor Ort.

Autor: Sabine Jossé M.A.
EoE 2026: Neues zu Diagnose und Therapie
Eine Neuerung bei der Diagnose gab es bei der amerikanischen EoE-Leitlinie des American College of Gastroenterology (ACG) für das Jahr 2025. Danach muss nun vor der Diagnose keine Therapie mit Protonenpumpenhemmern (PPI) mehr erfolgen. Damit ist nun auch in den USA eine Endoskopie mit Biopsien, das heißt Gewebeentnahmen, aus dem oberen und unteren Teil der Speiseröhre der Goldstandard für die Diagnose der EoE. Änderungen in Bezug auf die Vorgehensweise gibt es auch bei der diagnostischen und therapeutischen EoE-Diät. Anstelle der lange empfohlenen Six-Food-Diät setzt sich immer mehr die One-Food-Diät durch. „Zum einen hat sich gezeigt, dass die wenigsten EoE-Patienten eine Six-Food-Diät dauerhaft durchhalten, zum anderen erreicht man bei den meisten Patienten bereits gute Ergebnisse, wenn das häufigste EoE-Allergen, die Kuhmilch, weggelassen wird”, erläutert Prof. Dr. med. Jochen Kittel, Geschäftsführender Oberarzt an der Kinderuniversitätsklinik Regensburg. Aber auch bei der Therapie gibt es Neuigkeiten, so für das erste zur Behandlung der EoE zugelassene Biologikum Dupilumab, das sich gegen IL-4 und IL-13 richtet. „Zu Dupilumab gibt es jetzt erste Langzeitdaten über einen Zeitraum von fast zwei Jahren, die eine hohe Wirksamkeit, oft bis zur Remission, bei einem guten Sicherheitsprofil, zeigen”, erklärt Prof. Kittel. Auch ist Dupilumab seit 2024 von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und der European Medicines Agency (EMA) für Kinder ab einem Jahr zugelassen. Eine Zulassung für die Behandlung der EoE bei Kindern gibt es erstmals auch für Budesonid, das bislang nur off-label eingesetzt werden konnte. „Hier wird ab Herbst 2026 eine Budesonid-Suspension für Kinder ab zwei Jahren zur Verfügung stehen. „Das ist ein großer Fortschritt für die EoE-Therapie bei Kindern, die in jungem Alter mit der Budesonid-Tablette noch nicht so gut zurechtkommen”, erklärt Prof. Kittel, „bisher mussten wir dafür stets eine Individualrezeptur in der Apotheke herstellen lassen.”
EoE 2026: Was gibt es Neues?
Aufgrund neuer #Forschungsergebnisse, #Leitlinien und #Zulassungen ändert sich Vieles bei der Diagnose und Therapie der #EoE. Was es Neues gibt erklärt Prof. Dr. med. Jochen Kittel, Geschäftsführender...EoE – wann wird es kompliziert?
Die erste Schwierigkeit bei der EoE kann bereits bei der korrekten Einordnung der Symptome auftreten, denn nicht immer kommen Schluckbeschwerden von einer EoE. Auch durch mechanische Einengungen, zum Beispiel durch Narbengewebe, Gewebeentzündungen, etwa durch Reflux, Motilitätsstörungen zum Beispiel aufgrund von Schließmuskelstörungen und mechanischen Druck auf die Speiseröhre können Schluckbeschwerden auftreten. Zudem gibt es auch Schluckstörungen, die bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen typischerweise vorkommen. Dazu gehören zum Beispiel Koordinationsprobleme bei Säuglingen, verschluckte Fremdkörper bei Kleinkindern und Achalasie oder psychologische Faktoren wie Angst, was bei Schulkindern und Jugendlichen eine häufige Ursache ist. Was für die Symptome gilt, gilt auch für die Histologie. „Eosinophile in der Speiseröhre treten nicht nur bei EoE auf“, berichtet Prof. Dr. med. Jan de Laffolie, Leitender Oberarzt Gastroenterologie am Universitätsklinikum Gießen. Kommt es durch die Therapie zu keiner Symptom- oder Histologieverbesserung, müssen deshalb mögliche Differentialdiagnosen erneut abgeklärt und das Therapieschema gewechselt werden. Allerdings ist auch auf Ernährungsfehler bei der Diät oder Einnahmefehler bei der medikamentösen Therapie zu achten, denn auch dadurch kann es zu einem Nichtansprechen auf die Therapie oder zu einem Wiederauftreten von Symptomen kommen. Mit dem Erreichen der Therapieziele endet die Behandlung der EoE aber nicht. „Es folgt immer eine dauerhafte Erhaltungstherapie und dabei sollte stets eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden“, so Prof. de Laffolie.EoE: Wann wird es kompliziert?
EoE: Wann wird es kompliziert?
Bei der #Diagnose und #Therapie der #EoE gibt es einige #Fallstricke. Worauf man achten sollte und was zu tun ist, wenn es #kompliziert wird, berichtet Prof. Dr. med. Jan de Laffolie, Leitender Oberar...EoE und Entzündung: Welche Rolle spielt sie für die Remission?
Die EoE ist eine komplexe chronische Erkrankung, bei der die TH2-Entzündung eine entscheidende Rolle spielt. Da es für die Entwicklung effizienter Diagnostik und Therapien entscheidend ist, Cluster und Marker zu entdecken, an denen man therapeutisch ansetzen kann, liegt hierauf ein Fokus der Forschung. Dafür wurde am Universitätsklinikum Erlangen eine Longitudinalstudie mit einem Beobachtungszeitraum von acht Jahren (2010-2018) durchgeführt und von Sabrina Degen, Doktorandin der Medizin am Universitätsklinikum Erlangen, im Rahmen des EoE-Patiententages vorgestellt. Der mediale Beobachtungszeitraum lag bei 21 Monaten und der längste Beobachtungszeitraum bei 97 Monaten, was 8,1 Jahre beträgt. An der Studie nahmen 68 Kinder teil, 50 davon waren von EOE betroffen, wovon 13 auf PPI ansprachen und 37 auf andere Formen der Therapie. Untersucht wurde in der Studie die Wirksamkeit der Therapien auf drei Ebenen: klinisch, endoskopisch und histologisch. „In der Studie zeigte sich, dass nicht unbedingt bei jedem Kind sofort eine histologische, eine endoskopische und eine klinische Remission gleichzeitig einsetzte“, erklärt Sabrina Degen, „oft fand man nur eine histologische Remission oder eine Remission in zwei der untersuchten Aspekte“. Auffällig war, dass die Rate an Rezidiven, also Rückfällen, deutlich reduziert war, wenn alle drei Remissionsformen, die histologische, die endoskopische und die klinische gleichzeitig auftraten. „Bei 64 Prozent der Kinder, bei denen eine simultane histologische, endoskopische und klinische Remission vorlagen, konnte ein langfristiger inaktiver Krankheitsstatus beobachtet werden“, so Sabrina Degen, „in den Fällen, wo die Remission nicht simultan auftrat, lag die Rate nur bei 38 Prozent“. Das zeigt, wie wichtig es bei der Beurteilung des Therapieerfolgs ist, alle drei Faktoren zu berücksichtigen. Beim Vergleich des Behandlungserfolgs zeigte sich in der Studie, dass Eliminationsdiät, PPI und Budesonid gleichermaßen wirksam waren. Zudem konnte man sehen, dass es sinnvoll war, die Therapie bei Nichtansprechen zu wechseln oder die Therapien zu kombinieren. „Abschießend kann man sagen, dass die Therapie bei EoE sehr individuell ist, man muss sich herantasten“, so Degen. Eine weitere Erkenntnis aus der Studie war, dass die Krankheitsaktivität zur Anzahl der Eosinophilen im Blut korreliert. Allerdings sind Eosinophile auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen, wie Asthma, Neurodermitis oder allergischer Rhinitis erhöht, so dass diese Blutwerte aktuell nicht als alleinige diagnostischer Marker für EOE dienen können.
Mastzellen und EoE: Ein neuer Player im Entzündungsgeschehen?
Mastzellen sind eine Subpopulation der weißen Blutkörperchen. Gebildet werden die Mastzellen im Knochenmark und wandern dann in unterschiedliche Gewebearten u.-a der Magen-Darm-Trakt oder das Atemwegssystem, wo sie auch verbleiben. Mastzellen sind sogenannte Wächterzellen des Immunsystems. Ihre Aufgabe ist die Bekämpfung von Parasiten und Krankheitserregern, und sie spielen auch eine Rolle bei der Regulation von Entzündungen und Allergien. Bei der eosinophilen Ösophagitis hatte man auf pathophysiologischer Ebene lange Zeit allein die Eosinophilen im Fokus. Neben der Symptomatik galt ihr Vorhandensein im Gewebe der Speiseröhre als ein Marker für die Erkrankung, sowohl bei der Diagnose als auch bei der Bewertung des Therapieerfolgs. Mittlerweile hat man aber festgestellt, dass auch Mastzellen beim EoE-Entzündungsgeschehen beteiligt sind. „Bei Biopsien findet man Mastzellen im Gewebe der Speiseröhre, obwohl sie da eigentlich gar nicht hingehören“ erläutert Prof. Dr. med. André Hörning, Leiter der Pädiatrischen Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie am Universitätsklinikum Erlangen. Hier scheint es Parallelen zu anderen Allergien zu geben, denn auch bei der allergischen Entzündungsreaktion sind Mastzellen beteiligt. Bei der EoE siedeln sich die Mastzellen im Ösophagus an, infiltrieren ihn und verbleiben in pathologisch erhöhten Zahlen. Auffällig ist, dass man die Mastzellen im Ösophagusgewebe oft auch dann noch findet, wenn durch eine effektive Therapie die eosinophilen Entzündungszahlen auf ein Minimum reduziert werden konnten. Man bewertet das bislang zwar als histologische Remission, es hat sich aber gezeigt, dass in manchen Fällen die Schluckbeschwerden der Betroffenen trotz Auflösung der eosinophilen Infiltration dennoch anhalten. „Möglicherweise sind es die Mastzellen, die für ein Andauern der Beschwerden verantwortlich sind, obwohl die histologische Remission erreicht ist“ so Prof. Hörning, „diese Frage gilt es noch zu klären“.
EoE und Mastzellen: Sind sie de Grund für Symptome trotz histologisch erfolgreicher Therapie?
Die #Mastzellen sind bei der #EoE in letzter Zeit in den Fokus der Forschung gerückt. Warum sie der Grund für #Symptome trotz histologisch erfolgreicher #Therapie sein können, erklärt Prof. Dr. med. A...Pameder Studie: Patientenorientierte Medizin und Ernährung bei EOE
Mit der Frage, wie sich die EOE und die damit einhergehende Ernährungseinschränkungen auf die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen auswirken und wie man sie verbessern kann, hat sich die Pameder-Studie beschäftigt. Im Fokus standen Fragen wie zum Beispiel: Was wissen die Betroffenen über die Erkrankung und deren Management? Wo besteht noch Informationsbedarf? Wie beeinflusst die Erkrankung den Alltag? Gibt es „Lücken im System“? Befragt wurden dabei betroffene Kinder zwischen 12 und 17 Jahren bzw. Eltern von Kindern bis 17 Jahren. Bemerkenswert ist unter anderem die Erkenntnis der Studie, dass es immer noch Fälle gibt, bei denen bis zur Diagnose EoE mehr als vier Jahre vergingen. Dies, obwohl die Betroffenen überwiegend von Kindergastroenterologen betreut wurden. „Das zeigt, dass wir hier auch bei den ärztlichen Kollegen noch viel Potenzial für die Aufklärung über die Erkrankung EOE haben“, erklärt Studienleiter Dr. med. Stefan Schumann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universitäskinderklinik Giesen und Oberarzt in der DRK-Kinderklinik Siegen. Auch kannten viele der Befragten „ihr“ Allergen nicht und hatten folglich auch noch keine Ernährungsberatung zu einer therapeutischen Diät. „Zudem konnten wir in der Pameder-Studie sehen, dass die Versorgung der Betroffenen in Deutschland sehr heterogen ist“, so Dr. Schumann. Viele gaben auch an, dass ihre Lebensqualität stark eingeschränkt ist. Daraus ergibt sich, dass die Beratungsangebote zur Ernährung bei EoE deutlich und flächendeckend ausgebaut werden müssen. Auch eine Standardisierung der Informationen zu EOE wären wünschenswert, um einen medizinisch korrekten und aktuellen Wissensstand der Betroffenen zu gewährleisten. Zudem zeigt die Studie, dass man die interdisziplinäre Versorgung stärken sollte, damit die Betroffenen auf allen Ebenen, das heißt vom Gastroenterologen, Allergologen, Ernährungstherapeuten und auch psychologisch beraten werden können. „Es gilt, nicht nur die Symptomatik zu optimieren, sondern auch die Lebensqualität zu verbessern“, betont Dr. Schumann.
MeetEOE – erste Ergebnisse der Chatbot-Studie!
Beim Leben mit EoE stellen sich im Alltag viele Fragen, aber leider steht nicht immer jemand zur Verfügung, die diese auch medizinisch korrekt beantworten kann. „Das Wissen über die Erkrankung ist aber unglaublich wichtig für ein besseres Leben mit dieser chronischen Erkrankung“, erklärt Katrin Schweizer, Leiterin der Studie und Studien-Ärztin am Universitätsklinikum Gießen, „nur wer verstanden hat, worum es geht, kann Therapieentscheidungen auf Augenhöhe mit dem behandelnden Arzt treffen und sich dazu motivieren, die Therapie jeden Tag umzusetzen“. Wie ein Chatbot hier helfen könnte, das war Gegenstand der Studie zu MeetEOE, dem KI-Chatbot zu Fragen rund um EOE. „Unser Ansatz war, das Krankheitswissen der Betroffenen über den Weg der KI zu ergänzen, zu verbessern und Wissen zu vermitteln, das jederzeit über das Smartphone abgerufen werden kann“, berichtet Katrin Schweizer. In einer Studie wurde der Chatbot, der auf medizinisch geprüfte, leitliniengerechte Informationen aufsetzt, einer Gruppe Betroffener für drei Monate zur Verfügung gestellt, eine Vergleichsgruppe nutzte ihn nicht. Vor und nach dem Untersuchungszeitraum fand je eine Umfrage bei beiden Gruppen statt. “Die ersten Zwischenergebnisse sind sehr vielversprechend" so Katrin Schweizer. "Die Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse ist nach Abschluss der Datenerhebung, also in der zweiten Jahreshälfte 2026, geplant. Aufgrund der hohen Nachfrage prüfen wir derzeit, ob wir den Chatbot auch längerfristig zur Verfügung stellen können.
EOE-Therapie: Was weiss man über Nebenwirkungen?
#EoE ist eine chronische Erkrankung und das bedeutet, die #Therapie muss lebenslang erfolgen. Viele Betroffenen sorgen sich deshalb vor #Nebenwirkungen. eine lebenslange Wie das bei EoE aussieht erkl...EOE bei Erwachsenen: Wie sieht das aus?
„Die Fallzahlen bei EoE steigen. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen, wobei der Altersgipfel zwischen 30 und 40 Jahren liegt“, erklärt Prof. Dr. med. M. Farnbacher, Internist und Gastroenterologe, Gastroenterologie im Medizentrum Erlangen. Oft besteht eine Veranlagung, entweder in Form einer Neigung zu Allergien oder in Form einer familiären Häufung von EoE-Erkrankungen. Typische Symptome bei den Erwachsenen sind Schluckbeschwerden, auch als Dysphagie bezeichnet. Häufig kommt es bei Erwachsenen auch zur als Bolusobstruktion, auch „Steckenbleiber“ genannt. Dabei bleibt Nahrung im Ösophagus stecken und muss in einer Klinik entfernt werden. Häufig liegt bei Erwachsenen bereits eine bindegewebige Verengung der Speiseröhre, eine Fibrose, vor, wenn die Diagnose EoE gestellt wird. Dabei helfen herkömmliche Allergietests auf Nahrungsmittel nicht, da diese Tests eine EoE nicht anzeigen und demnach falsch negative Ergebnisse liefern können. Die First-Line-Therapie, gemeint ist die Erstbehandlung der EoE, besteht bei den Erwachsenen in der Gabe von Budesonid-Tabletten (BOT) einem lokal wirkenden Kortison, Protonenpumpeninhibitoren (PPI), die als Säureblocker wirken und einer Eliminationsdiät. Je nach relevantem Allergen wäre das eine 1-Food, 2-Food, 4-Food oder 6-Food-Diät. Bei Nichtansprechen dieser Therapie würde man als Second-Line-Therapie auf das Biologikum Dupilumab umstellen. Um beschwerdefrei zu bleiben, sollte eine erfolgreiche Therapie fortgesetzt, jedoch regelmäßig, mittels Gastroskopie alle 1 bis 2 Jahre, überprüft werden.
EoE: Wie unterscheiden sich Phänotyp und Endotyp bei Kindern und Erwachsenen?
Die #Symptome der #EoE zeigen sich bei #Erwachsenen anders als bei #Kindern. Wie das sowohl #phänotypisch als auch #endotypisch aussieht, beschreibt Prof. Dr. med. M. Farnbacher, Internist und Gastroe...EoE bei Kindern: Was ist anders?
Auch bei den Kindern steigen die Zahlen der EoE-Fälle, und auch hier sind mehr Jungen als Mädchen betroffen. Es gibt bei den Kindern zwei Häufigkeitsgipfel bei der EoE, zum einen zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr, zum anderen in der Adoleszenz. „Auffällig ist auch hier, dass oft eine allergische Disposition besteht“, erklärt Prof. Hörning, „genauso wie eine familiäre Häufung“. Symptomatisch zeigt sich die EoE bei den Kindern, anders als bei den Erwachsenen, oft durch Brustschmerz, Nahrungsverweigerung und Gedeihstörungen. Auf pathophysiologischer Ebene ist die EoE bei Kindern, anders als bei den Erwachsenen vom inflammatorischen Typ dominiert. Spezifische Tests auf Nahrungsmittelallergien werden auch für Kinder bei der EoE-Diagnostik nicht empfohlen. Die Behandlungsstrategie sollte von Arzt, Eltern und Kind gemeinsam getroffen werden. Dabei stehen für die 1st-Line-Therapie, ebenfalls die Eliminations-/Elementardiät, topische Steroide in Form der Budesonid-Schmelztablette (off-label) und bald auch eine Budesonid-Suspension mit Zulassung ab 2 Jahren, oder Protonenpumpenhemmer (PPI), allerdings off-label, zur Verfügung. Die 2nd-Line-Therapie kann auch bei Kindern mit EoE mit dem Biologikum Dupilumab, zugelassen ab 1 Jahr, erfolgen. „Dies wird insbesondere dann empfohlen, wenn gleichzeitig mehrere Typ-2-Allergien, wie zum Beispiel Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis bestehen“, so Prof. Hörning. Zur Erhaltungstherapie und Gewährleistung einer langfristigen Remission wird die zuvor erfolgreiche Therapie fortgeführt.
EoE beim Kind: Wann droht Mangelernährung und wie verhindert man das?
Wenn ein #Kind unter #EoE leidet, befürchten die Eltern oft, dass es zu einer #Mangelernährung kommen könnte. Wann dies der Fall ist und wie man es verhindert erklärt Prof. Dr. med. André Hörning, Lei...Eliminationsdiät: Wie führt man Lebensmittel wieder ein?
Die Frage, wie man zum Beispiel nach einer Eliminationsdiät von mehreren Nahrungsmitteln zur EoE-Diagnose, ein Lebensmittel wieder einführt, beschäftigt viele Betroffene. „Dabei gilt es zunächst zu klären, welches Lebensmittel für die aktuelle Ernährung der Betroffenen eine wesentliche versorgende Rolle spielt“, betont Dipl. oec. troph. Annette Simon, Pädiatrische Ernährungstherapie, Universitätskinderklinik Gießen, „und dieses gilt es als erstes einzuführen“. Insbesondere wenn kleine Kinder betroffen sind, sollte man diesen Punkt sorgfältig abklären, in Zusammenarbeit mit der fachlichen Betreuung, um Nährstoffdefizite zu vermeiden. „Kuhmilch, aber auch Hühnerei, sollten im ersten Schritt in verbackener Form konsumiert werden“, so Annette Simon, um dann im zweiten Schritt zur ‚rohen‘ Variante zu kommen“. Wichtig ist dabei das Führen eines Beschwerdeprotokolls, in dem das Befinden und eventuelle Symptome aufgeführt werden. Nach fünf bis sieben Wochen des Lebensmittelverzehrs, ist eine Kontrollendoskopie empfohlen, um zu prüfen, ob es zu einem Wiederanstieg an Eosinophilen im Ösophagus gekommen ist, oder ob das Lebensmittel vertragen wird und weiterhin verzehrt werden kann.
EoE und Eliminationsdiät: Wie funktioniert das Wiedereinführen von Lebensmitteln?
Wenn bei einer #Eliminationsdiät aufgrund einer #EoE #Nahrungsmittel wieder eingeführt werden soll, ist das für die Patienten oft mit vielen Fragen verbunden. Wie man das genau macht erklärt Dipl. oe...
EoE: Warum kommt es trotz Diät zu Steckenbleibern?
Die #Eliminationsdiät ist bei der #Eoe eine wirksame #Therapie. Allerdings kann es trotz Diät zu #Steckenbleibern bzw. einer #Bolusobstruktion kommen. Warum das so ist erklärt Prof. Dr. med. Jan de La...
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