Laktoseintoleranz Laktose

Laktoseintoleranz: In welchen Lebensmitteln versteckt sich Laktose?

Laktoseintoleranz: Wo versteckt sich Laktose?

Wo versteckt sich Laktose? Diese Frage stellen sich Patienten oft, nachdem eine Laktoseintoleranz, die auch als Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet wird, festgestellt wurde. Schließlich ist die Milch ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Ernährung. Das Problem: Beim wöchentlichen Einkauf kann die Kennzeichnung von laktosefreien Produkten die Verbraucher manchmal mehr verwirren als aufklären. Worauf also sollte man achten?

Laktose: Wo kommt sie natürlicherweise vor?

Die Laktose bzw. der Milchzucker kommt in Kuhmilch, Schafsmilch, Ziegenmilch, Stutenmilch, Büffelmilch, Eselsmilch und Muttermilch vor. Sie ist somit ein natürlicher Bestandteil der Milch und vieler daraus hergestellten Produkte. Im Umkehrschluss ergibt sich daraus: Die meisten Nahrungsmittel sind von Natur aus laktosefrei.

Den ersten Kontakt haben wir Menschen in der Regel mit der Muttermilch. Sie versorgt das Neugeborene neben Fett und Eiweiß auch mit Laktose. Laktose wird im Körper in die zwei Einfachzucker Galaktose und Glucose gespalten und ist eine wichtige Energiequelle. Danach beginnt beim Kleinkind mit der Beikosteinführung der Konsum von Kuhmilch und den daraus gefertigten Produkten.

Laktoseintoleranz: Wo versteckt sich Laktose in Fertigprodukten?

In industriell hergestellten Lebensmitteln – und das gilt nicht nur für Milchprodukte - kann Laktose jedoch in erheblichen Mengen versteckt sein. Oft versteckt sich Laktose in Produkten, in denen man sie überhaupt nicht vermutet, zum Beispiel in Brot- und Backwaren. Aus Fertigprodukten ist Laktose heutzutage teilweise nicht weg zu denken. Dadurch kann es bei sensiblen Bäuchen zu einem physiologischen Laktoseüberhang kommen.

Laktoseintoleranz: Wozu braucht man Laktose in Fertigprodukten?

Laktose ist in der Lebensmittelindustrie universell einsetzbar und hat viele technologische Vorteile:

In der Lebensmittelherstellung dient Laktose als:

  • Hilfsstoff, zum Beispiel in der Wurstherstellung
  • Bindemittel, zum Beispiel bei Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln

  • Trägerstoff von Aromen und Geschmacksverstärkern

  • Ummantelung zum Beispiel bei Gewürzmittelmischungen, dann sorgt Laktose dafür, dass Gewürze ihr Aroma behalten und leichter dosierbar sind


Gerade die Vielseitigkeit des Einsatzes von Laktose macht es für Menschen mit Laktoseintoleranz sehr schwierig zu beurteilen, was sie meiden müssen und was nicht.

Laktoseintoleranz: Wie viel Laktose verträgt der Mensch?

Wurde eine Laktoseintoleranz nachgewiesen, kann der Betroffene nur eine geringe Menge Laktose, sowohl pro Mahlzeit, als auch über den Tag verteilt, tolerieren. Ursächlich ist dafür, dass das Enzym Laktase, das zum Abbau der Laktose dient, nicht mehr ausreichend gebildet wird, bzw. dass keine ausreichende Enzymaktivität stattfindet. Dennoch ist Laktase in einem geringen  Maß vorhanden. Dies ist jedoch individuell sehr unterschiedlich und dementsprechend bei der Zusammensetzung der Ernährung zu beachten. Manche Betroffene reagieren bereits auf eine geringe Laktosemenge von nur 3,0 Gramm mit Beschwerden. Dies entspricht einer Menge von 100 Gramm Joghurt mit 3,5 Prozent Fett.

Die individuelle Laktose-Toleranzschwelle ist abhängig von den folgenden Einflussfaktoren:                               

  • Lebensmittelauswahl
  • Verarbeitungsgrad des Lebensmittels
  • Zubereitungstechnik (zum Beispiel Backen)
  • Zusammensetzung der Mahlzeit
  • Verzehrmenge         

Meist vertragen laktoseintolerante Personen bis zu 12 Gramm Laktose pro Tag, ohne ausgeprägte Symptome zu entwickeln. Ein Vergleich: Ein gesunder Erwachsener verträgt am Tag circa 20 bis 30 Gramm Laktose. Wichtig ist bei einer bestehenden Laktoseintoleranz, dass die Betroffenen weiterhin kleine Mengen Laktose in den täglichen Speiseplan integrieren. Nur so stellt man sicher, dass die Enzymaktivität der vorhandenen Laktase erhalten bleibt.


Laktose in Milchprodukten: Wieviel ist drin in Käse, Joghurt, Quark und Co.?

Nicht alle Milchprodukte enthalten gleich viel Laktose. Dementsprechend müssen Patienten mit Laktoseintoleranz auch nicht strikt alle Milchprodukte aus dem Speiseplan streichen. Der Verarbeitungsgrad der Milch kann den Laktosegehalt verringern oder erhöhen. Eine gute Orientierungshilfe für den Essalltag ist die Faustregel: Je fester das Produkt, desto besser ist die Bekömmlichkeit des Lebensmittels. Je weicher und je flüssiger das Produkt ist, desto schneller kann es den Magen-Darm-Trakt passieren, im Dickdarm ankommen und Symptome verursachen.

Laktosegehalt in ausgewählten Lebensmitteln in Gramm pro 100 Gramm:

  • Butter, je nach Sorte: 0,1-0,7 Gramm
  • Buttermilch: 4,0 Gramm
  • Emmentaler Hartkäse mindestens 45 Prozent Fett in Trockenmenge: 0,0 Gramm
  • Frischkäse: 2,6 Gramm
  • Kaffeeweißer: 55,0 Gramm
  • Kondensmilch 10 Prozent: 12,5 Gramm
  • Kondensmilch 4 Prozent: 2,2 Gramm
  • Kuhmilch Trinkmilch 3,5 Prozent Fett: 4,7 Gramm
  • Molkenpulver: 65,9 Gramm
  • Mozzarella: 0,0 Gramm
  • Joghurt 3,5 Prozent Fett: 3,2 Gramm
  • Quark unter 10 Prozent Fett in Trockenmasse: 3,2 Gramm
  • Saure Sahne Prozent Fett: 3,5 Gramm

Zu berücksichtigen sind die angepassten Portionsgrößen beim Verzehr des jeweiligen Lebensmittels innerhalb der Mahlzeit, da diese nicht immer 100 Gramm entsprechen. Beispielsweise sind es für Erwachsene bei Butter 20 Gramm pro Portion, so dass die geringe Menge an Laktose vernachlässigt werden kann.

Laktoseintoleranz: Wann ist es zu viel Laktose und was passiert im Körper?

Isst man viele Milchprodukte oder Fertigprodukte, die reichlich Laktose enthalten, kann es passieren, dass eine Laktosemenge in den Dünndarm gelangt, die dieser in dem dafür vorgesehenen physiologischen Zeitfenster nicht verarbeiten kann. Um besser zu verstehen, warum das so ist, hilft ein Blick auf die Prozesse, die bei der Verarbeitung von Laktose im Körper stattfinden. Laktose ist ein Disaccharid, bestehend aus den zwei Einfachzuckern Glucose und Galaktose. Im Dünndarm wird die Laktose durch das körpereigene Enzym Laktase gespalten. Ist die Enzymaktivität eingeschränkt oder kaum vorhanden, wird die Laktose weiter in den Dickdarm transportiert und von den dort lebenden Darmbakterien zersetzt. Dadurch entstehen Gase wie Buttersäure und kurzkettige Fettsäuren, die Symptome wie zum Beispiel Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl bis hin zu Durchfall verursachen können. Die Beschwerden treten in der Regel 30 Minuten bis vier Stunden nach Laktoseverzehr auf. Sie können individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Laktose in Lebensmitteln: Wie sieht die Kennzeichnung aus?

In der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) sind Kennzeichnung und Nährwertinformation von industriell gefertigten Lebensmitteln europaweit geregelt. Laut LMIV Nr.1169/ 2011 ist die Allergenkennzeichnung von den 14 häufigsten Auslöser von Lebensmittelallergien und Lebensmittelintoleranzen für die Hersteller verpflichtend. Hierzu zählen Milch und Milcherzeugnisse, einschließlich Laktose, sprich Milchzucker. Der entsprechende Bestandteil muss in der Zutatenliste deutlich hervorgehoben werden und gut lesbar sein. Die Allergenkennzeichnung gilt seit dem 14. Dezember 2014 ebenfalls für unverpackte Ware, beispielsweise an der Wursttheke oder im Restaurant. Während die LMIV bei verpackten Lebensmitteln umgesetzt wird, ist dies bei unverpackten Lebensmitteln nicht immer der Fall. Oft liegen beim Bäcker oder Metzger Listen aus, oder der Kunde muss explizit nachfragen. Nicht immer ist die Auskunft dann verlässlich.

Laktosegehalt in Lebensmitteln: Wie liest man die Kennzeichnung richtig?

Aktuell gibt es keine klare Regelung für die Kennzeichnung ‚laktosefrei‘, was für die Verbraucher irreführend sein kann. Enthält ein Produkt den Zusatz „laktosefrei“ bedeutet dies nicht, dass das entsprechende Produkt keinerlei Laktose enthält. Vielmehr können in einem verzehrfertigen Lebensmittel immer noch geringe Mengen Laktose – bis zu 0,1 Gramm pro 100 Gramm oder 100 Milliliter - enthalten sein.

Außerdem dürfen als „laktosearm“ alle Lebensmittel gekennzeichnet werden, die nicht zur Kategorie der Milchprodukte gehören. Das gilt beispielsweise auch für Nüsse, Getreideflocken oder Lebensmittel für medizinische Zwecke. Der Laktosegehalt des verzehrfertigen Lebensmittels darf dann zwischen 0,1 und 1,0 Gramm pro 100 Gramm oder 100 Milliliter liegen.

Diese Regelung führt zu einigen „Merkwürdigkeiten“. So ist es zum Beispiel den Herstellern erlaubt, Pflanzenöle, die von Natur aus keine Laktose enthalten, mit dem Zusatz „laktosefrei“ zu versehen, wenn aus Werbezwecken die Eigenschaften des Produkts klar abgegrenzt und hervorgehoben werden sollen.

Ein weiteres Beispiel: Aus Marketinggründen kann bei Käse, ein Produkt wie Edamer, ein Schnittkäse, oder Camembert, ein Weichkäse, als laktosefrei ausgewiesen sein, obwohl diese Käsesorten von Natur aus laktosefrei sind. Des Öfteren sind die vermeintlich speziell laktosefrei hergestellten Produkte nicht nur teurer als das Originalprodukt, sondern sie werden auch in deutlich kleineren Packungsgrößen verkauft. Gesetzliche Regelungen gibt es hierfür nicht.

Auch der Satz „Kann Spuren von … enthalten“ sorgt bei Verbrauchern mit Laktoseintoleranz immer wieder für Verwirrung. Wichtig zu wissen ist, dass es sich seitens des Herstellers um eine freiwillige Angabe handelt. Das bedeutet, wenn Produkte diesen Hinweis nicht enthalten, sind sie nicht automatisch spurenfrei. Umgekehrt nutzen viele Hersteller diese Angabe auch aus Absicherungsgründen. In der Lebensmittelproduktion werden oft viele Rezepturen parallel verarbeitet, und der Hersteller kann deshalb oft nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob Spuren von Laktose in den Produkten vorhanden sein könnten. Aber: Menschen mit einer Laktoseintoleranz können Produkte, die Spuren von Laktose enthalten, in der Regel verzehren. Die Spuren sind zu gering, um Symptome zu verursachen.


Laktose: Hinter welchen Begriffen versteckt sie sich in Fertigprodukten?

Bei industriell gefertigten Produkten, wie zum Beispiel Brot- und Backwaren oder Instantprodukten, sieht man oft nicht auf den ersten Blick, dass sie Laktose enthalten.

Deshalb sollte man die folgenden Laktosequellen auf Zutatenverzeichnissen kennen:

  • Milch
  • Vollmilchpulver
  • Magermilchpulver
  • Trockenmilchpulver
  • Milchzucker
  • Sahne
  • Sahnepulver
  • Creme
  • Joghurt
  • Rahm
  • Molke
  • Molkenpulver
  • Molkenproteinpulver
  • Süßmolkenpulver
  • Sauermolkenpulver
  • Buttermilch
  • Butter

Enthält beispielsweise ein Schokoriegel Vollmilchpulver, muss Laktose nicht gesondert in der Zutatenliste aufgeführt werden. Da Laktose natürlicherweise in der Milch vorkommt, muss lediglich das Vollmilchpulver deutlich hervorgehoben werden.

In Deutschland ist es erlaubt, bei der Joghurtherstellung Magermilchpulver zu verwenden. Dies ist bei ‚cremigen Joghurts‘ der Fall. Hierfür ist keine Kennzeichnung erforderlich. Verbraucher können  bei ‚cremigen Joghurts‘ lediglich über die Nährwertkennzeichnung erkennen, das ein mit Magermilchpulver angedickter Joghurteinen höheren Kalorien- und Kohlenhydratanteil besitzt, als ein im Fettgehalt vergleichbares Produkt ohne Milchpulverzusatz.

In diesen Fertigprodukten versteckt sich oft Laktose:

    • Mit Milch verarbeitete Brot- und Backwaren, z. B. Milchbrötchen

    • Süße und pikante Brotaufstriche

    • Fleisch- und Wurstwaren

    • Süßigkeiten, Kekse, Kuchen, Eis, Pudding(-pulver)

    • Instantprodukte, Fertigsuppen

    • Porridge

    • Pfannengerichte

    • Kaiserschmarrn

    • Kakaogetränke

    • Fertiggerichte, z. B. Tiefkühlpizza

    • Fast Food, z. B. Hamburger

    • Diätprodukte

    • Kartoffelgerichte, Kroketten, Kartoffelpüree, Gnocchi, Kartoffelchips

    • Frittierte und panierte Gerichte, z.B. Pommes, Schnitzel

    • Fertigsaucen, Bratensoßen, Salat- und Dessertdressings, Dips, Marinaden

    • Sahnehaltige Speisen, mit Rahm, Crème fraîche oder Schmand

    • Gewürzmischungen

    • Süßstofftabletten


Wird Laktose als Hilfsstoff bzw. Bindemittel in Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt, ist eine Angabe auf der Zutatenliste seitens des Herstellers verpflichtend. Die Laktosemenge ist hier jedoch so gering, dass die Einnahme einer Tablette bei einer hochgradigen Laktoseintoleranz zu vernachlässigen ist.

Laktoseintoleranz: Was sollte man über laktosefrei Produkte wissen?

Bei der Herstellung laktosefreier Produkte wird die Kuhmilch, der Joghurt oder der Quark mit dem Enzym Laktase versetzt. Dadurch kommt es innerhalb des Produkts zur enzymatischen Spaltung der Laktose in ihre Einzelzucker Glucose und Galaktose und die Milchprodukte werden laktosefrei und für Laktoseintolerante bekömmlich.           

Laktosefreie Produkte enthalten genauso viel Eiweiß, Fett Calcium, Phosphat und Vitamin D wie Standardprodukte, sie haben aber einen süßlichen Geschmack. Ein Blick auf Zutatenlisten laktosefreier Produkte lässt sehr schnell erkennen, dass neben dem Rohprodukt viele Zutaten, Zusatzstoffe und Aromen enthalten sind, die das Produkt stabilisieren, neutralisieren und haltbar machen soll.

 

Laktoseintoleranz: Wann ist Käse laktosefrei?

Der Laktosegehalt von Käse ist von seiner Herstellung abhängig. Grundsätzlich gilt die Regel: Je mehr Molke dem Käse im Zuge der Herstellung entzogen wird, umso höher wird der Trockenmassenanteil. Je fester die Käsemasse ist, desto geringer ist der Laktosegehalt des Käses. Im weiteren Reifungsprozess des Käses wird die verbleibende Laktose durch Käsekulturen fermentiert. Je länger die Reifungsdauer des Käses, desto geringer ist der Laktoseanteil. Hartkäse, Schnittkäse und halbfester Schnittkäse sind deshalb von Natur aus laktosearm oder praktisch laktosefrei. Auch Sauermilchkäse wird bei Laktoseintoleranz gut vertragen, da er aus Säurekasein hergestellt wird.

Diese ausgewählten Käsesorten sind von Natur aus laktosefrei:

Hartkäse:


  • Bergkäse

  • Emmentaler

  • Parmesan


Schnittkäse
:

  • Edamer

  • Gouda

  • Tilsiter


Weichkäse:


  • Gorgonzola

  • Mozzarella

  • Sauermilchkäse


Laktoseintoleranz: Was ist beim Essen zu beachten?

      • Die individuelle Toleranzschwelle für die tägliche Laktoseaufnahme sollte bei empfindlichen Personen mit einer versierten Ernährungsfachkraft unter Anleitung herausgefunden werden.
      • Eine Kombination von Lebensmittelgruppen, angepasste Portionsgrößen innerhalb der Mahlzeit und eine regelmäßige Mahlzeitenstruktur können die Bekömmlichkeit von Lebensmitteln mit einem geringen Laktosegehalt fördern.                                          
      • Möglichst keine kalten Produkte direkt aus dem Kühlschrank auf nüchternen Magen verzehren, da der Magen-Darmtrakt morgens noch nicht „gearbeitet“ hat. Bei sensiblen Bäuchen kann es durch die Kälteeinwirkung oder den Verzehr von kalten Milchprodukten zu Symptomen wie Bauchschmerzen kommen. Empfehlenswert sind neutrale Lebensmittel, Brot mit Belag nach Wahl oder eine warme Mahlzeit, zum Beispiel in Form von Porridge.
      • Zutatenlisten überprüfen oder direkt beim Hersteller nachfragen.
      • Bei Instantprodukten, beispielsweise Kartoffelpüree, Puddingpulver oder Fertigsaucen ist zu beachten: steht eine Laktosequelle auf der Zutatenliste an den ersten drei Stellen, sollte das Produkt bei vorliegender Laktoseintoleranz nicht verzehrt werden. Produkte, denen bei der Zubereitung eine Flüssigkeit zugesetzt werden muss, haben bei einer vergleichsmäßig geringen Verzehrmenge eine verkürzte Transitzeit durch den Magen-Darm-Trakt. Deshalb kann es selbst unter Beachtung der Mahlzeitenzusammenstellung und der Portionsgröße zu leichten Symptomen kommen.
      • Von Diätprodukten oder Proteinshakes, die laut Werbeaussage eine Gewichtsreduktion versprechen, ist abzuraten, da hierfür häufig Milchpulver und Molkenpulver eingesetzt werden, die einen sehr hohen Laktosegehalt haben.
      • Beim Bäcker oder im Restaurant nach den Allergenen fragen, wenn diese nicht klar gekennzeichnet sind.
      • Besonders für Jugendliche, Senioren und Schwangere ist eine adäquate Calciumzufuhr für den Knochenwachstum und die Knochenstabilität wichtig. Um eine kontinuierliche Calciumversorgung von 1000 bis 1200 Milligramm Calcium am Tag zu gewährleisten, sind Milch- und Milchprodukte, insbesondere Hart, Schnitt- und halbfester Schnittkäse gute Calciumlieferanten: Im Essalltag immer mal wieder die Käsesorten wechseln, das bringt Dynamik und Abwechslung auf das Brot oder in den Auflauf.
      • Im Sinne der Osteoporoseprophylaxe ist, neben Hartkäse und Schnittkäse, das Trinkwasser eine wertvolle Calciumquelle. Dabei kann man sich an folgenden Werten bei der Trinkwasserauswahl orientieren:
        • ein calciumhaltiges Wasser, ≥ 150 Milligramm Calcium pro Liter oder
        • ein calciumreiches Wasser, ≥ 300 Milligramm Calcium pro Liter
      • Bereits vier Gläser Wasser am Tag können knapp ein Drittel der täglichen Calciumzufuhr decken. Weitere Calciumquellen sind etwa Nüsse und grüne Gemüsesorten wie Fenchel, Brokkoli, Grünkohl oder Blattspinat.
      • Nach den Empfehlungen der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, sollten drei Portionen Milch- und Milchprodukte über den Tag verteilt verzehrt werden. Dies kann bereits mit zwei Scheiben Käse und einer Portion Joghurt 3,5 Prozent Fett à 150Gramm am Tag abgedeckt werden. Laktosefreie Produkte können eine Alternative im Essalltag darstellen.
      • Den Geldbeutel schont man, indem man nur die von Natur aus laktosefreien Produkte kauft.
      • Diätprodukte oder Fertiggerichte sind keine gesunde Alternative zum natürlichen Nahrungsmittel.

Quellen:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/laktosefreie-lebensmittel-nicht-fuer-jeden-sinnvoll-11053 13.05.21

https://www.bgv-laktose.de/ernaehrung.html 13.05.21

https://www.minimed.at/medizinische-themen/gesundes-kind/muttermilch-inhaltsstoffe/ 15.05.21

https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/lebensmittel-kennzeichnung/pflichtangaben/lebensmittelkennzeichnung-wichtigsten-vorgaben-lmiv.html#doc17578bodyText3 15.05.21

https://www.kwg.eu/unterschiedliche-anforderungen-bei-der-kennzeichnung-laktosefrei/ 17.05.21

https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/kennzeichnung-laktosefrei 17.05.21

https://bzfe.de/ernaehrung/ernaehrungswissen/gesundheit/unvertraeglichkeiten-frei-von-im-trend/laktoseintoleranz/ 17.05.21

https://www.daab.de/ernaehrung/nahrungsmittel-unvertraeglichkeit/laktose/laktose-unvertraeglichkeit/ 18.05.21

https://www.daab.de/blog/2017/07/falsch-oder-wahr-mythen-zum-thema-ernaehrung-und-allergien-der-daab-klaert-auf/ 18.05.21

https://www.ernaehrung.de/tipps/laktoseintoleranz/lakto12.php 18.05.21

https://www.gesetze-im-internet.de/milchv/BJNR011500970.html 20.05.21

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:304:0018:0063:de:PDF 20.05.21

https://www.ernaehrung.de/static/tipps/intoleranzen/pdf/tabelle_laktose.pdf 21.05.21

https://mobil.bfr.bund.de/de/aromastoffe_und_aromen-54440.html 21.05.21

https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Netzwerk_und_Strukturen/Fachgruppen/Lebensmittelchemiker/Arbeitsgruppen/fde/laktosefrei_08_2018.pdf 22.05.21

https://www.hipp-fachkreise.de/fileadmin/redakteure/Fachkreise/PDF/EU-VO_Naehrwert-Uebersicht_HiPP_2020.pdf 26.05.21

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:JOL_2016_025_R_0002&from=DE 26.05.21

https://www.researchgate.net/profile/Michael-Krawinkel/publication/315632147_Ernahrung_und_Bewegung_von_Sauglingen_und_stillenden_Frauen/links/5bdd94bf92851c6b27a408aa/Ernaehrung-und-Bewegung-von-Saeuglingen-und-stillenden-Frauen.pdf?origin=publication_detail 26.05.21

https://www.hipp-fachkreise.de/fileadmin/redakteure/Fachkreise/PDF/EU-VO_Naehrwert-Uebersicht_HiPP_2020.pdf 26.05.21

https://www.gesetze-im-internet.de/k_sev/__3.html 26.05.21

file:///C:/Users/Ingrid/AppData/Local/Temp/lactosegehaltmilchprodukte-3.pdf  27.5.21

https://www.daab.de/ernaehrung/nahrungsmittel-unvertraeglichkeit/laktose/laktose-unvertraeglichkeit/ 27.05.21

https://www.in-form.de/wissen/osteoporose-vorbeugen-fuer-starke-knochen/ 28.05.21

https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/calcium/?L=0#ltol 28.05.21

https://www.bfr.bund.de/cm/350/schwellenwerte_zur_allergenkennzeichnung_von_lebensmitteln_tagungsband.pdf 28.05.21

https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_02_milchprodukte/ue_laktosefreie_produkte.htm 28.05.21

https://www.bvlh.net/fileadmin/redaktion/downloads/pdf/LMIV-%C3%9Cbersicht.pdf 28.05.21

https://utopia.de/ratgeber/laktosefreie-butter-das-solltest-du-ueber-den-laktosegehalt-von-butter-wissen/ 05.06.21

https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/allergen-kennzeichnung 12.07.21 

https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/die-neue-lebensmittelinformationsverordnung 12.07.21

Weitere Quellen (Büchernachweise):

Körner, U., Schareina, A. Nahrungsmittelallergien- und unverträglichkeiten. 2021; 195-203, 334-343

Reese, I., Schäfer, Ch., Werfel, T., Worm, M. Diätetik in der Allergologie, 5. Auflage. 2017; 113-116

Reese, I., Schäfer, Ch. Ernährungstherapie bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dustri Verlag. 2018; 250-252

Derndorfer, Eva: Fermentation: altes Wissen neu belebt. Ernährungs Umschau 2020; 5: M 283-287

 

Unsere Expertin:

kristin aurischKristin Aurisch absolvierte ihren Abschluss in Ökotrophologie 2005 an der Universität in Gießen! Bereits im Studium legte sie ihren Schwerpunkt auf die Ernährungsmedizin! Parallel absolvierte sie ein Fernstudium zur Fitnessfachwirtin (IHK)!  Seit 2009 leitet sie ihre eigene Praxis für Ernährungstherapie & Diätberatung mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Allergologie im Herzen von Frankfurt am Main! Neben der individuellen Beratung sind Kooperationen  und Veranstaltungen mit Multiplikatoren ein erweiterter Bereich ihrer beruflichen Tätigkeit!

Wir benutzen Cookies
Wir wollen Ihnen medizinisch korrekte Informationen zu Allergien und Unverträglichkeiten zur Verfügung stellen. Damit wir dies für Sie kostenfrei tun können und damit wir unsere Webseite fortlaufend für Sie verbessern können, benötigen wir und all unsere Kooperationspartner auf dieser Seite Ihre Zustimmung zur Verwendung von Cookies. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten.