Laktoseintoleranz Kind Symptome

Dr. Annette Brunert zum Thema: Laktoseintoleranz beim Kind: Wie sehen die Symptome aus

Laktoseintoleranz beim Kind: Wie sehen die Symptome aus?

Auch bei Kindern kann es zu einer Laktoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit kommen. Dabei handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Ursache ist ein Enzymdefekt, bei dem die Spaltung von Laktose im Dünndarm beeinträchtigt ist, weil das Enzym Laktase nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. MeinAllergiePortal sprach mit Dr. med. Annette Brunert, Oberärztin, Pädiatrische Gastroenterologin, Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret, über die Symptome einer Laktoseintoleranz beim Kind.

Frau Dr. Brunert, wie häufig ist die Laktoseintoleranz bei Kindern?

Laktoseintoleranz ist die zweithäufigste Ursache bei Kindern über 10 Jahren, die mit wiederkehrenden Bauchschmerzen zu uns kommen. Bis zu 25 Prozent dieser Kinder haben eine Laktoseintoleranz oder auch eine Fruktosemalabsorption.

Wie äußern sich bei Kindern die Symptome einer Laktoseintoleranz?

Bei der Laktoseintoleranz kommt es aufgrund des Mangels am Enzym Laktase dazu, dass die Laktose unverdaut, d.h. ungespalten, in tiefere Dünndarmabschnitte und schließlich in den Dickdarm gelangt. Im Dickdarm kommt es dann zur Vergärung und es entstehen Gase, die die typischen Symptome hervorrufen. Bei Kindern kann es dadurch zu Bauchschmerzen kommen, aber auch Blähungen, Durchfälle und Übelkeit können auftreten. In der Folge kann es zu Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Mattigkeit und Gewichtsverlust kommen.

Kleinere Kinder, unter acht bis zehn Jahren, können ihre Beschwerden oft nicht genau lokalisieren. Sie wissen nicht genau, an welcher Stelle ihnen der Bauch weh tut. Oft geben sie dann den Nabelbereich als Zentrum der Beschwerden an, und es wird schwierig, die Beschwerden einzuschätzen.

Die Beobachtungen der Eltern sind bei der Klärung der Symptome deshalb sehr wichtig. Allerdings sind die Wahrnehmungen von Eltern und Kindern nicht immer deckungsgleich. Es kommt bei rezidivierenden Bauchschmerzen vor, dass die Eltern Signale falsch deuten. Oft sagen die Kinder auch nichts, aber die Eltern merken es ihnen dennoch an, dass sie Bauchschmerzen haben.

Frau Dr. Brunert, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.