Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

Kuhmilchallergie Kind unspezifischen Symptome

Prof. Hamelmann zu Kuhmilchallergie beim Kind

Kuhmilchallergie beim Kind: Bei unspezifischen Symptomen oft unerkannt!

Wann sollten Eltern den Arzt auf eine Kuhmilchallergie ansprechen?

Die Eltern sollten den Kinderarzt auf eine Kuhmilchallergie ansprechen, wenn sie die besprochenen typischen oder unspezifischen Symptome bei ihrem Kind über einen längeren Zeitraum feststellen und die bisherige Therapie nicht anschlägt. Vor allem natürlich dann, wenn Kinder nach Milchgenuss typische Symptome aufweisen, ein Ekzem aufweisen oder schlecht gedeihen.

Advertorial

Was kann man tun, wenn die Kuhmilchallergie diagnostiziert wurde?

Aktuell besteht die Therapie einer Kuhmilchallergie, darin, die Kuhmilch selbst, sowie sämtliche Nahrungsmittel, die Kuhmilch enthalten, aus dem Speiseplan des Kindes zu streichen. Hierbei ist wichtig zu wissen: Auch gestillte Kinder können eine Kuhmilchallergie entwickeln, denn Milchproteine aus der mütterlichen Ernährung können in die Muttermilch gelangen und so zu Allergien führen.

Ersetzt wird die Kuhmilch bei nicht gestillten Kindern meistens durch Spezialnahrungen auf Basis non-allergener Aminosäuren, den kleinsten Bestandteilen von Eiweiß, welche keine Allergien mehr auslösen können. Bei extensiv oder teilhydrolysierten Nahrungen ist das Milcheiweiß lediglich aufgespalten, und kann daher noch immer zu allergischen Reaktionen führen. Spezialnahrungen auf Basis non-allergener Aminosäuren enthalten im Gegensatz zu hydrolysierten Nahrungen keinerlei Milchbestandteile und sind daher besonders sicher. Teilhydrolysierte Nahrungen eignen sich nicht für den Einsatz bei Kuhmilchallergie.

Von Vorteil ist eine Spezialnahrung auf Basis non-allergener Aminosäuren, die auch Präbiotika und Probiotika enthält, denn dies unterstützt die Wiederherstellung einer guten Darmflora. Sind sowohl Präbiotika als auch Probiotika in einem Aminosäurepräparat enthalten, spricht man von Synbiotika.

Advertorial

Was versteht man unter Präbiotika, Probiotika und Synbiotika und wozu dienen sie bei den Spezialnahrungen auf Basis non-allergener Aminosäuren?

Bei einer Allergie findet man oft auch eine Dysbiose – eine „bakterielle Fehlbesiedlung“ des Darmes. Das bedeutet, die Darmflora ist gestört und enthält weniger „gute“ probiotische Keime, wie zum Beispiel Bifidobakterien oder Laktobazillen. Dafür findet man bei Allergikern deutlich mehr „schlechte“ Keime wie Escherichia coli, Enterobacter oder Clostridien.

Zur Wiederherstellung einer guten Darmflora bei Kindern mit Kuhmilchallergie versucht man, die Darmflora der Kinder wieder in eine „Balance“ zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, kann man den Spezialnahrungen auf Basis non-allergener Aminosäuren Probiotika, also „gute“ Bakterien zusetzen. Dabei handelt es sich um lebende Bakterien wie die erwähnten Bifidobakterien oder Laktobazillen, die sich möglichst dauerhaft im Darm ansiedeln sollten. Bei Präbiotika handelt es sich um Stoffe, wie Oligosacharide, die den „guten“ Keimen als bevorzugte Nahrung dienen. Gibt man Probiotika und Präbiotika, also gute Keime und deren „Futter“ zusammen, nennt man das Synbiotika.

Warum ist bei einer Kuhmilchallergie die Wiederherstellung einer guten Darmflora so wichtig?

Eine allergische Erkrankung ist oft auch eine Barrierestörung. Bei der Neurodermitis ist die Barriere der Haut gestört und wird somit durchlässiger für Allergene. Bei einer Nahrungsmittelallergie wie der Kuhmilchallergie zeigt die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes eine gewisse „Löchrigkeit“. Das bedeutet, zur Fehlbesiedlung des Darmes mit den „schlechten“ Keimen, kommt eine gereizte Darmschleimhaut noch hinzu. Dadurch steigt das Risiko für weitere Sensibilisierungen auf andere Allergene und somit auch das Risiko für das Kind, weitere Allergien zu entwickeln. Aminosäurepräparate mit Synbiotika wirken dem entgegen, weil sie die Darmbarriere stärken. Darüber hinaus unterstützt eine ausgeglichene Darmflora die Entwicklung des Immunsystems und kann damit langfristige positive Folgen für das Allergiegeschehen haben. Eine starke Darmbarriere ist möglichen „Eindringlingen“, zu denen auch Allergene gehören, deutlich besser gewachsen.

Herr Prof. Hamelmann, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.