Advertorial
Kuhmilchallergie Darmflora MikrobimProbiotika Präbiotika

Prof. Susanne Lau zur Frage, wie Pro- und Präbiotika bei einer IgE-vermittelten Kuhmilchallergie helfen können!

IgE-vermittelte Kuhmilchallergie, Darmflora: Helfen Pro-/Präbiotika?

Wie lange sollten Kinder mit Kuhmilchallergie die mit Prä- und Probiotika supplementierten AA-Nahrungen bekommen?

Die aktuellen Empfehlungen lauten, noch bis ins zweite Lebensjahr Milchmahlzeiten zu füttern. Wenn Milch aufgrund einer Kuhmilchallergie nicht möglich ist, sollten auch die entsprechenden Alternativmahlzeiten, wie zum Beispiel Hydrolysate oder Aminosäuremischungen, aber auch sojabasierte Produkte, idealerweise mit Calciumzusatz, bis ins zweite Lebensjahr gegeben werden. Kinder, die an eine Aminosäuremischung gewöhnt sind, trinken diese auch gerne weiter, und dies sollte man dann auch ermöglichen.

Wenn Kinder keine kuhmilchbasierte Nahrung erhalten dürfen, ist die Kalziumversorgung, aber auch grundsätzlich die Nährstoffversorgung, ein großes Problem. Hier stehen kompetente Ernährungsfachkräfte zur Verfügung um eine entsprechende Beratung durchzuführen.

Wie stellt man bei Kuhmilchallergikern die Versorgung mit Kalzium und anderen Nährstoffen sicher?

Mit kalziumreichem Mineralwasser kann man z.B. versuchen, die Mangelversorgung auszugleichen.

Ab dem ersten Geburtstag sind auch sojabasierte, kalziumangereicherte Nahrungen eine Option. Allerdings hat Soja auch einen phytoöstrogenen Effekt, was manche Eltern nicht mögen. Gerade wenn z.B. Reis-, Hafer- oder Mandeldrinks bevorzugt werden ist es nicht immer leicht für die Eltern den Überblick darüber zu behalten, ob die Nährstoffversorgung des Kindes gewährleistet ist.

Dahingegen sind AA-Nahrungen komplett bilanziert. Sie enthalten alle Vitamine und Spurenelemente, wie zum Beispiel Eisen, Jod, Selen, Kalzium etc., die der Säugling bzw. das Kleinkind benötigt. Die Kinder gedeihen darunter sehr gut und die Eltern müssen sich dann um die Nährstoffversorgung ihres Kindes keine Gedanken machen.

Advertorial

 

Was sollten die Eltern in Bezug auf die Beikost beachten?

Für die Beikost empfehlen wir allen Eltern gesunde altersgerechte Kost, bestehend aus Gemüse, Fleisch, Fisch, Getreide und Obst. Fertigprodukte und „Fast Food“ sind generell nicht empfehlenswert, allein schon wegen der Gewichtsentwicklung. Wenn es Signale für eine Allergie auf ein Nahrungsmittel gibt, sollte dem in einer Provokationstestung in einer Spezialabteilung nachgegangen werden. Nicht jeder Nachweis einer Sensibilisierung (IgE) beweist die Unverträglichkeit.

Wir wissen, dass eine ballaststoffhaltige und generell nicht zu fettreiche Kost einen Einfluss auf die Darmflora hat. Empfohlen werden wenn, dann „gute“ Fette, wie beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, die günstig sind für das Immunsystem. Ballaststoffhaltige Kost fördert die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat, die auch wiederum positiv auf die Darmflora und das Immunsystem wirken. Es wäre möglich, dass diese Kombination bei der Kuhmilchallergie dabei helfen kann, eine frühere Remission zu begünstigen, allerdings warten wir noch auf Resultate aus Interventionsstudien.

Frau Prof. Lau, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

 

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.