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Kuhmilchallergie Darmflora MikrobimProbiotika Präbiotika

Prof. Susanne Lau zur Frage, wie Pro- und Präbiotika bei einer IgE-vermittelten Kuhmilchallergie helfen können!

IgE-vermittelte Kuhmilchallergie, Darmflora: Helfen Pro-/Präbiotika?

Die IgE-vermittelte Kuhmilchallergie ist eine Form der Kuhmilchallergie, gibt es auch andere Formen?

Die IgE-ermittelte Kuhmilchallergie ist eine klassische Typ-I-Reaktion, die unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen der Kuhmilch auftritt. Weiter gibt es bei der Kuhmilch, aber auch bei anderen Nahrungsmittelallergien, die nicht-IgE-vermittelte Allergie.

Wie unterscheidet sich die IgE-vermittelte Kuhmilchallergie von der nicht-IgE-vermittelten Kuhmilchallergie?

Bei der nicht-IgE-vermittelte Kuhmilchallergie laufen andere immunologische Prozesse ab als bei der klassischen Kuhmilchallergie. Hier ist nicht das Immunglobulin E der entscheidende Faktor, sondern die T-Zellen bzw. T-Lymphozyten. T-Zellen sind Abwehrzellen des Immunsystems und Teil der erworbenen Immunreaktion.

Auch die Symptomatik bei einer nicht-IgE-vermittelten Kuhmilchallergie sieht häufig anders aus, als die der IgE-vermittelten Kuhmilchallergie.

Wie sehen die Symptome einer nicht-IgE-vermittelten Kuhmilchallergie aus?

Bei der nicht-IgE-vermittelten Kuhmilchallergie kommt es zu verzögerten, chronischen Reaktionen. Durch die Entzündung des Magen-Darm-Traktes kann es bei den betroffenen Kindern zu Gedeihstörung kommen. Auch Bauchschmerzen, Koliken, Erbrechen und Durchfälle können im Säuglingsalter und auch später auftreten.

Ebenso kann es bei Kindern mit Neurodermitis vorkommen, wenn auch nicht sehr häufig, dass eine nicht-IgE-vermittelte Kuhmilchallergie zu Ekzemverschlechterungen führt.

Auch das hier in Deutschland noch sehr seltene Food-Protein Induced Enterocolitis Syndrome (FPIES) gehört in der Regel zu den nicht-IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien, obwohl es auch Kinder gibt, die IgE-Antikörper aufweisen.

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Wie zeigt sich das Food-Protein Induced Enterocolitis Syndrome (FPIES)?

FPIES ist eine Erkrankung, die wir hier in Deutschland vor 10 Jahren noch nicht oder kaum gesehen haben. In angloamerikanischen Ländern tritt sie allerdings schon seit längerem auf. FPIES wird ausschließlich im Säuglings- und Kleinkindalter beobachtet und verschwindet in der Regel wieder, wenn die Kinder älter werden.

Es gibt eine akute und eine chronische Form des FPIES. Die chronische Form geht oft mit einer länger bestehender Gedeihstörung einher. Bei der akuten Form des Food-Protein Induced Enterocolitis Syndrome kommt es klassischerweise einige Stunden nach der Nahrungsaufnahme zu einem unstillbaren Erbrechen beim Kind. Den Kindern geht es dramatisch schlecht, sie verlieren zum Teil innerhalb kürzester Zeit enorme Mengen an Flüssigkeit und es kann dadurch zu Kreislaufproblemen kommen. Dieser Zustand dauert für eine geraume Zeit an und kann auch von Durchfall begleitet sein. Oft zeigt sich die systemische Entzündungsreaktion bei Kindern mit FPIES auch durch eine erhöhte Anzahl weißer Blutzellen im Blut.

Wie häufig kommt FPIES bei Kindern vor?

FPIES ist hierzulande eine sehr seltene Erkrankung und das erschwert die Diagnosestellung bei Betroffenen. Oft werden die Kinder zunächst in eine Klinik gebracht, weil man davon ausgeht, dass ein akuter Magen-Darm-Effekt die Ursache für das Erbrechen ist. Wenn das Erbrechen jedoch wiederholt, bei zuvor völlig gesunden Kindern, z.B. nach dem Verzehr Kuhmilch-haltiger Produkte auftritt, sollte man auch an FPIES denken.

FPIES ist allerdings nicht auf die Kuhmilch beschränkt, auch durch andere Nahrungsmittel, zum Beispiel Soja oder Getreide, wie Reis, kann es zu FPIES kommen.

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