nickelallergie Öko-Test vegane Handtaschen

Der Kontakt mit nickelhaltigen Metallteilen kann für empfindliche Menschen unangenehm werden, Quelle: ÖKO-TEST

ÖKO-TEST: Vegane Handtaschen – mit Sack und PAK

Nicht nur aufgrund des Tierleids, sondern auch aufgrund der bei der Lederherstellung eingesetzten Chemikalien kaufen viele Kundinnen mittlerweile lieber vegane Handtaschen. Eine neue Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt nun aber, dass auch Kunstleder voller bedenklicher Inhaltsstoffe steckt, darunter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Formaldehyd, Blei und Chrom. Einige Taschen könnten zudem für Nickel-Allergiker zum Problem werden.

Kunstleder - der Schadstoffanteil ist hoch

Wie grausam die Lederproduktion ist, zeigen viele schonungslose Dokumentationen im Fernsehen oder Internet: Da werden Tiere barbarisch gequält und getötet, Menschen müssen für das Gerben der Tierhaut durch schäumende Giftbrühe waten. Viele Konsumentinnen greifen deshalb ganz bewusst zur Kunstlederhandtasche. Leider sind auch diese stark verbesserungswürdig, wie ÖKO-TEST kritisiert. Denn sie stecken voller Schadstoffe.

Gefundene Substanzen reizen die Haut und belasten die Umwelt

In jeder der 15 getesteten Exemplare analysierte das Labor teilweise sogar stark erhöhte Werte von PAK. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Substanzen, von denen einige als krebsverdächtig oder sogar krebserregend gelten. Zinn steckt ebenso in allen Taschen, ein Mal auch das bedenkliche Dioktylzinn, das als sehr giftig gilt. Weitere Schadstoffe sind etwa die giftigen Schwermetalle Blei und Cadmium sowie das Halbmetall Antimon, welches die Haut reizen kann. Zudem belasten diese Stoffe die Umwelt.

Vorsicht bei Nickelallergie 

Zu einem Gesundheitsproblem können einige Taschen auch werden, wenn sie von empfindlichen Personen getragen werden. Aus Metallteilen wie Druckknöpfen löste sich in der Laborprüfung Nickel. Dieses gehört zu den häufigsten Kontaktallergenen und kann heftige Immunreaktionen auslösen.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2016 gibt es seit dem 31. März 2016 im Zeitschriftenhandel.

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