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Allergie auf Acrylate - wo sich das Allergen versteckt!

Was haben Brillengläser, Babywindeln und künstliche Fingernägel gemeinsam? Die Antwort findet nur heraus, wer sich genauer mit den Inhaltsstoffen befasst: All diese Produkte können Acrylate enthalten – und führen nicht selten zu Allergien auf Acrylate.

Was sind Acrylate?

Acrylate sind Salze oder Ester der Acrylsäure. Durch Polymerisierung, also durch die Verschmelzung der Grundsubstanzen, kann man aus ihnen Werkstoffe herstellen, die zunächst formbar und nach ihrer Aushärtung fest und stabil sind.

Die verwendeten Ausgangsstoffe auf Acrylsäurebasis sind chemisch sehr vielfältig. Aus ihnen entstehen ebenso unterschiedliche Materialien, die sich auch in Bezug auf Allergien unterscheiden. Nicht jede Substanz ist in gleichem Maße allergen. Wichtig ist: Für die Entstehung von Allergien ist immer der ungehärtete Ausgangsstoff, das sind die Acrylsäuremonomere, verantwortlich. Nur diese können sensibilisierend wirken. Sobald das Material vollständig ausgehärtet ist, wird es unschädlich. Allerdings können auch in fertigen Produkten die Acrylate unvollständig ausgehärtet sein, wodurch es dann zu allergischen Reaktionen kommen kann.

 

Allergie auf Acrylate: Worin sind Acrylate enthalten?

Das erste industriell aus Acrylaten hergestellte Produkt war das Plexiglas. Später begann man, Acrylate zum Beispiel in Plastik, Klebern, Lacken, Beschichtungen und Drucktinte zu verarbeiten. In der Zahnmedizin können sie in Füllungen und Prothesen enthalten sein, ebenso in orthopädischen Prothesen. Inzwischen sind Acrylate in einer Vielzahl von Materialien zu finden, darunter immer mehr Produkte des täglichen Lebens. Beispiele sind: Schnellkleber, Brillengestelle, Kontaktlinsen, Babywindeln, Damenbinden und Wimpernkleber. Besonders häufig werden Acrylate in der Nagelkosmetik und in Medizinprodukten verwendet.

Allergie auf Acrylate: Allergene in der Kosmetik

In Verbindung mit Nagelkosmetik kommt es vermehrt zu allergischen Reaktionen. Vom Acrylnagel über Gelnägel bis zu Nagelfolien und Aufklebenägeln – fast überall sind Acrylate mit im Spiel. Die Substanzen werden in flüssigem Zustand aufgetragen und meist durch UV-Licht ausgehärtet. Da mittlerweile im Handel auch diverse Do-it-Yourself-Sets für diese Nagelbehandlungen erhältlich sind, leiden neben professionellen Nagelkosmetikerinnen auch immer mehr Verbraucherinnen an einer Allergie auf Acrylate.

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