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Allergische Kontaktekzeme Allergene

Prof. Dr. Regina Fölster-Holst zum Thema: Allergische Kontaktekzeme - wo verstecken sich die Allergene?

Allergische Kontaktekzeme: Wo verstecken sich die Allergene?

Auch bei Kindern können Kontaktekzeme auftreten…

Kontaktekzeme im Kindesalter nehmen zu. Häufiger als im Erwachsenenalter fand man bei Kindern Sensibilisierungen auf Sorbitan, Sequioleate (Emulgatoren), Mercapto Mix und Kobalt. Sensibilisierungen auf Duftstoffe, Konservierungsmittel (Methyldibromoglutaronitrile, Methylisothiazolinon) und Propolis findet man aktuell bei Kindern noch seltener als bei Erwachsenen.

 

Welche Rolle spielen Kosmetika als Ursache für allergische Kontaktekzeme?

Allergie auslösende Konservierungsmittel wie Methyldibromoglutaronitrile und Methylisothiazolinon werden in zahlreichen Pflegemitteln eingesetzt. Dazu gehören zum Beispiel Toiletten-Feuchttücher oder Feuchttücher zur Augen-Makeup-Entfernung. Auf diese Substanzen sollte man in Zukunft generell ein besonderes Augenmerk richten. Für auf der Haut verbleibende Pflegemittel sind sie mittlerweile EU-weit verboten, aber in abwaschbaren Produkten, wie Pflegetüchern oder Shampoos finden sie nach wie vor Verwendung. Konservierungsmittel sind aber auch in bestimmten Kinderspielzeugen enthalten.

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Können Konservierungsmittel in Kinderspielzeug ebenfalls zu Kontaktekzemen führen?

Slimies, eine buntgefärbte schleimige Masse zum Spielen, kann Kontaktekzeme auslösen. Slimies sind bei Kindern sehr beliebt, aber sie enthalten Konservierungsstoffe wie Methylisothiazolinon, Irritanzien und Allergene. Da Kinder diese Slimies auch gerne in die Ohren stecken, können auch die Ohren von Ekzemen betroffen sein. Zudem sind Methylisothiazolinone auch in Wandfarben enthalten, so dass diese Kontaktallergene auch zu Beschwerden an den Atemwegen führen können.

Frau Prof. Fölster Holst, herzlichen Dank für dieses Interview!

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