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Histavino, Wein, Sekt

Histavino Wein und Sekt

Histavino: Wein und Sekt für Histaminintolerante (und Antialkoholiker)

Das Thema Nahrungsmittelallergie und -unverträglichkeiten ist in den Medien zunehmend präsent – die „Awareness“ steigt. Damit rücken auch Intoleranzen in den Fokus, die in der Vergangenheit noch nicht so bekannt waren, z.B. die Histaminintoleranz. Dies wiederum führt dazu, dass neue Angebote für die „Intoleranten“ entstehen, z.B. Histavino – eine sehr begrüßenswerte Entwicklung. MeinAllergiePortal sprach mit Martin Kusej, den Gründer von Histavino über histaminfreie Weine, seine Gründungsidee und die weiteren Pläne.

Herr Kusej, warum haben Sie Histavino gegründet? Aus eigenem Interesse?

Ich habe Histavino nicht nur aus eigenem Interesse gegründet, sondern bin vielmehr durch meine Freundin zum Thema „Histaminintoleranz“ gekommen. Sie leidet unter eine Histaminunverträglichkeit und trinkt deshalb vorwiegend Wein mit wenig Histamin, den verträgt sie dann auch viel besser.

Durch Zufall bin ich dann darauf gekommen, es selbst auch einmal zu probieren, weil ich mich nach manchem Rotwein nicht so gut gefühlt habe. Wenn man empfindlich reagiert, kann das natürlich auch daran liegen, dass der Wein nicht sauber ausgebaut wurde.

Auch im Bekannten- und Freundeskreis kenne ich Menschen, die so manchen Wein nicht gut vertragen, von denen ist auch nicht jeder getestet worden. Das alles hat dazu geführt, dass ich mich mit dem Thema immer mehr auseinandergesetzt habe. Schließlich habe ich mich auf die Suche nach ausgewählten Winzern gemacht, die speziell histaminfreien Wein herstellen.

Welche Weinsorten findet man bei Histavino?

Histaminfreie Weine stehen anderen Weinen in nichts nach. Die Qualität ist besonders hoch und auch der Geschmack ist herausragend. Für jeden Weinliebhaber ist etwas dabei. Von Rosé, Frizzante, trockener bis süßlicher Wein, in Barrique ausgebauter Rotwein, veganer Wein, bis zum Wein ohne jegliche Zusatz- und Konservierungsstoffe, das alles gibt es auf Histavino.

Was ist das Besondere an den Histavino-Weinen und welche Winzer sind vertreten?

Jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der „Enthistaminisierung“ unserer Winzer macht es möglich, dass wir unseren Kunden ausgezeichnete Topweine anbieten können, die auch von Menschen mit Histaminintoleranz vertragen werden können. Ich arbeite mit sieben Winzern zusammen. Der Winzer Kaltenthaler (DE) hat sich auf histaminfreien Essig spezialisiert. Der Winzer Schmid (AUT) auf alkoholfreien Wein, der ebenfalls histaminfrei ist, und dann noch das Weingut Eller (DE), von dem ich den histaminfreien Sekt bekomme. Von den Winzern Weiss, Hareter, Allacher und vom Nikolaihof (alle AUT) beziehe ich den histaminfreien Wein, der im biologischen Anbau hergestellt wurde.


Nach welchen Kriterien suchen Sie die Winzer für Histavino aus?

Histaminfrei, bzw. histaminarm ist das Hauptkriterium für eine Zusammenarbeit. Bis auf einen Winzer wirtschaften alle biologisch.

Das Weingut Schmid bewirtschaftet seinen Betrieb als einziger konventionell und nicht biologisch. Ich habe ihn aber deswegen als Partner ausgewählt, weil er der Einzige in Österreich ist, der alkoholfreien Wein herstellt, der obendrein noch histaminfrei ist. Herr Schmid hat aktuell seinen Wein auf Histamin untersuchen lassen. Das Ergebnis ist sehr positiv ausgefallen. An der Bundesversuchsanstalt Klosterneuburg konnte man in seinem Wein kein Histamin nachweisen, also sein Green Pepper ist histaminfrei!

Das Weingut Weiss aus Gols im Burgenland arbeitet bereits in der 6. Winzergeneration und bietet die geschützte Marke „hysteriefree“ an, Wein, der einen Histaminrestwert von weniger als 0,1 mg/l aufweist.

Wein vom Nikolaihof aus der Wachau ist nach strengen Demeter-Richtlinien hergestellt und der Winzerhof Allacher aus Gols stellt außerdem fructosearme, sulfitarme und vegane Weine her.

Ein weiterer Winzer ist das Bio-Weingut Hareter am Neusiedlersee, er ist auch deshalb interessant, weil er Weine aus heimischen Sorten herstellt.

Das Bio-Weingut Kaltenthaler aus Rheinhessen ist wie gesagt auch deshalb bei mir aufgelistet, weil es neben Bio-Wein auch Essig aus den eigenen Trauben herstellt.

Ich setze mich sehr für die biologische Wirtschaftsweise ein, was bei der Auswahl der Winzer, mit denen ich zusammenarbeite, eine entscheidende Rolle gespielt hat. Ein schöner Spruch von Darwin, den sich meine Kooperationspartner zur Aufgabe gemacht haben, lautet: „Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.“ Dafür steht auch Histavino – arbeiten mit der Natur, als Ziel Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit zum Genuss zu verhelfen, denn es wäre doch schade, auf guten Wein zu verzichten, den uns die Natur geschenkt hat.

Auf Histavino schreiben Sie, dass der Histamingehalt im Wein durch die Verwendung neuer Starterkulturen für den Gärungsverlauf deutlich gesenkt oder komplett eliminiert werden kann. Wie funktioniert das?

Es geht dabei nicht nur um Histamin, sondern um biogene Amine im weitesten Sinn, von denen das Histamin nur eine Leitsubstanz ist. Dass die BSA-Starterkulturen weniger oder kein Histamin bilden, ist m. E. darauf zurückzuführen, dass man einige Stämme gefunden, selektioniert und reingezüchtet hat, die weniger oder nichts davon bilden. Dies geschieht analog zur Selektion von Reinzuchthefen. Die Bandbreite der natürlichen Bakterienpopulationen ist so groß, dass man nur lange genug suchen muss, bis man geeignete Stämme findet.


Sie erwähnen auch, dass die Maische und der Wein erhitzt werden. Wie beeinflusst dies den Histamingehalt?

Durch Erhitzen (Pasteurisation) von Most bzw. Wein schaltet man die spontane Bakterien- und Hefepopulation aus.
Das Pasteurisieren geschieht im geschlossenen System und im Gegenstrom über als Plattenapparate oder Doppelröhren konzipierte Wärmeaustauscher, wobei das einlaufende kalte Produkt durch das auslaufende heiße Produkt erhitzt wird. Dabei ist der Energiebedarf relativ gering. Die Ausgangstemperatur ist nur wenige °C  - wenn überhaupt - höher als die Eingangstemperatur. Die Pasteurisationstemperatur beträgt 80° C bei Most (kein Alkohol) und 60° C bei Wein (mit Alkohol) bei einer Heißhaltezeit von 2 bis 5 Minuten bei der jeweiligen Temperatur.

Richtig durchgeführt, ist die Pasteurisation eine tolle Sache und hinterlässt auch keine Hitzeschäden. Andernfalls wären alle natürlichen Fruchtsäfte im Handel geschädigt. Solange keine Luftsäcke, d.h. Sauerstoff (!), im System sind, gehen auch keine Inhaltsstoffe verloren.

Die Weinbranche tut sich aus emotionalen Gründen jedoch schwer mit der Pasteurisation und assoziiert sie aus Unkenntnis mit einem unkontrollierten Verkochen des Produktes in einer Art offenen Kessel.

Wichtig ist, dass die Pasteurisation keine bereits vorliegenden biogenen Amine entfernen kann. Präventiv angewandt, kann sie jedoch die native Bakterienpopulation mit ihrer - meist - hohen Neigung zur Bildung von Aminen ausschalten.

Sie führen auch alkoholfreie histaminarme Weine…

Menschen verzichten aus den unterschiedlichsten Gründen darauf, Alkohol zu trinken. Es gibt viele Gründe, darauf zu verzichten. Manche haben den Wunsch, gesünder zu leben oder aber der Genuss von Alkohol ist aufgrund anderer Gegebenheiten nicht erlaubt.

Alkoholfreie Getränke rücken immer häufiger in den Mittelpunkt. Auch bei einer Histaminintoleranz ist alkoholfreier Wein gesünder und niemand, der gerne Wein trinkt, möchte nur weil er keinen Alkohol trinken möchte, auf das Glas Wein bei romantischem Kerzenschein verzichten. Alkoholfreier Wein liegt also aus unterschiedlichen Gründen im Trend.

Das Weingut Schmid möchte ich in diesem Zusammenhang besonders erwähnen. Die Winzerbeschreibung zeigt nicht nur die Beweggründe des Winzers, alkoholfreien Wein zu produzieren, sondern auch, welche erstklassigen Rebsorten er dazu verwendet. Der Wein wird aus den gleichen hochwertigen Trauben hergestellt, wie der Wein mit Alkohol. Zusätzlich dazu wird der Weinbau vom Winzer Schmid auch noch histaminfrei hergestellt, somit bietet er gleich zwei hervorragende Merkmale an.

Ihre Seite soll auch bald einen Shop enthalten, so dass man die vorgestellten Produkte gleich bestellen kann. Wann ist es so weit?

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und im Hintergrund wird bereits eifrig am Shop gearbeitet. Insgesamt wird die Seite nicht nur mit frischen Informationen gefüllt, auch das Design wird noch etwas überarbeitet. Wenn sie fertig ist, ist sie nicht nur ansprechend, sondern auch benutzerfreundlich gestaltet. Der Shop wird in etwa zwei bis drei Monaten online gehen und bereits jetzt besteht die Möglichkeit, sich in den Newsletter einzutragen und somit den Start nicht zu verpassen. Außerdem bekommt jeder Abonnent dann 10 Prozent Rabatt auf den ersten Einkauf. Natürlich gibt es bereits jetzt und auch nach dem Start des Shops immer die neuesten Informationen zu den aktuellen Angeboten unserer Winzer.

Herr Kusej, herzlichen Dank für dieses Interview!

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