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grummel.bauch Rezepte

Elli von grummel.bauch über ihren Instagram Account und vollwertige Rezepte für grummelnde Bäuche!

grummel.bauch: Vollwertige Rezepte für grummelnde Bäuche!

Wenn der Bauch grummelt, wird das Essen kompliziert. Das gilt für viele Unverträglichkeiten und zum Beispiel auch für Histaminintoleranz. Elli weiß das aus eigener Erfahrung und die teilt sie gerne über Instagram. Mit MeinAllergiePortal sprach sie über ihren Account grummel.bauch und vollwertige Rezepte für grummelnde Bäuche.

Elli, wer bist Du und seit wann gibt es Deinen Instagram Account „grummel.bauch”?

Ich bin 23 Jahre alt und studiere Ökotrophologie. Seit ich denken kann, leide ich immer wieder an verschiedenen gesundheitlichen Problemen, die nicht benannt werden konnten, rückblickend betrachtet aber eigentlich alle zu der Diagnose Histaminintoleranz oder Mastzellaktivierungsyndrom passen. In all den Jahren habe ich mich sehr viel mit Ernährung und der Auswirkung auf unseren Körper beschäftigt und mich dann schlussendlich dazu entschieden, Ernährungswissenschaften zu studieren. Seit 2018 habe ich meinen Instagram Account „grummel.bauch”. Einige Zeit war ich nicht so aktiv, das soll sich aber ab jetzt ändern.

 

Was sind die Themen von grummel.bauch?

Auf meiner Seite möchte ich Wissenswertes rund um chronische Krankheiten und Unverträglichkeiten teilen, Lösungsansätze bieten, meine eigenen Erfahrungen mitteilen und zeigen, dass man trotz Lebensmittel-Einschränkungen auch vollwertig und genussvoll essen kann. Abwechselnd werden Rezepte bzw. Kochinspirationen und entweder Erfahrungsberichte oder Informationsposts zu Diagnosen, Symptomen oder Behandlungsmethoden gepostet.

Du leidest an einer Histaminintoleranz. Wie ging es Dir nach der Diagnose? Dein Ökotrophologie-Studium ist da sicher hilfreich…

Erstmal war ich natürlich total erleichtert, da es endlich eine Erklärung für meine Beschwerden gab. Kurz vor der Diagnose ging es mir nochmal richtig schlecht und ich war 2 Wochen im Krankenhaus, weil ich am Tag bis zu 13 Liter Wasser getrunken habe, da ich so einen unglaublichen Durst hatte. Als ich dann mit einer histaminarmen Diät angefangen habe, war der Durst innerhalb von 2 Tagen weg.

Aber nach der Erleichterung kam schnell die Ernüchterung. Ich hatte zusätzlich auch noch eine Fruktosemalabsorption und somit das Gefühl, nichts mehr essen zu können. Und selbst als ich mich strikt an die Essensregeln gehalten habe, ging es mir teilweise noch sehr schlecht, weil auch Stress, Hormone und Anstrengungen meine Mastzellen triggern. Ich habe alle Bücher gelesen und war bei zwei Ernährungsberatern, aber hatte trotzdem das Gefühl, dass ich mehr wissen möchte. Deshalb habe ich mich dann dazu entschieden, Ökotrophologie zu studieren.

Das Studium hilft mir jetzt dabei, Zusammenhänge besser zu verstehen, Sinn von Unsinn zu unterscheiden und Fachliteratur auszuwerten. Allerdings ist das Thema Intoleranzen schon sehr speziell und wird im Grundstudium nur sehr stiefmütterlich behandelt. Hier muss man sich also selbst weiterbilden und das ist auch der Grund, warum viele Ernährungsberater oft gar nicht so gut ausgebildet sind, was dieses Thema angeht.


Du bist gerne auf Reisen. Wie bereitest Du Deine Reisen in Bezug auf die Ernährung vor? Histamin steht ja nicht auf den Zutatenlisten…

Wenn ich verreise, dann nehme ich meistens mehr Essen und Medikamente mit als Kleidung. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir im Urlaub auch öfters mal etwas erlaube und meine Toleranz meistens auch besser ist als Zuhause. Immer dabei habe ich: Kurkuma und Gerstengras, Vitamin C, Heilerde und Flohsamenschalen und natürlich Antihistaminika. Außerdem habe ich immer eine verträgliche Müslimischung, Reiswaffeln und Kräcker dabei. Wenn ich essen gehe, habe ich meistens eine Liste mit den Lebensmitteln mit, die ich nicht essen darf und ein paar Lebensmittel, die man gut verwenden kann und die im Restaurant meistens vorhanden sind. Das ist für den Koch meistens einfacher. Auf jeden Fall sollte man sich nicht verrückt machen, ich war letztens sogar in Thailand und kam super klar.

 

Was ist Dir bei Deinem Blog grummel.bauch besonders wichtig?

Ich lege sehr viel Wert darauf, dass alles, was ich poste, gut recherchiert ist. Außerdem ist es mir wichtig, dass die Rezepte, die ich poste, nicht nur verträglich, sondern auch vollwertig und gesund sind, weil gerade, wenn man Unverträglichkeiten oder andere Krankheiten hat, eine gute Nährstoff- und Ballaststoffversorgung wichtig ist. Ich möchte auch nicht das Bild vermitteln, dass ich allwissend bin und alles, was bei mir funktioniert, auch bei jedem anderen hilfreich ist. Jeder Mensch ist unterschiedlich und auch die Intoleranzen äußern sich bei jedem anders.

Welchen Tipp kannst Du anderen Betroffenen geben?  

Ich glaube, der wichtigste Tipp ist der, auf den eigenen Körper zu hören. Gerade die Histaminintoleranz ist so vielschichtig und komplex und jeder Betroffene reagiert mit anderen Symptomen und unterschiedlich stark. Der eine bekommt schon von einem Krümel Histamin Probleme, während der andere erst nach zwei Gläsern Wein und Käse etwas bemerkt. Deshalb kann man sich auch nicht komplett an anderen Betroffenen orientieren, sondern muss seine ganz eigene Toleranz herausfinden. Es wäre schließlich fatal, wenn man auf 100 Lebensmittel verzichtet, weil man es nicht besser weiß und dabei nur zwei Lebensmittel nicht verträgt und sich jahrelang unnötig einschränkt oder andersrum ständig Sachen isst, die man nicht verträgt, nur weil man gehört hat, dass diese verträglich sein sollen. Also nicht verrückt machen lassen, die eigene Toleranz austesten und auf den eigenen Körper hören.

Verrätst Du uns ein histaminarmes Lieblingsrezept?

histaminarme bolognese sauce grummelbauchHistaminarme Bolognese Sauce von grummel.bauch!Das wäre dann wohl die histaminarme Bolognese Sauce: In dieses Rezept bin ich wirklich ganz verliebt. Und ich bin völlig verblüfft, dass das wirklich so toll schmeckt auch ohne Tomaten.

Das Rezept ist fruktosearm, glutenfrei und natürlich histaminfrei.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank, liebe Elli, für dieses Interview!