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Histaminfreivon histaminarm

"Histaminfreivon”-Gründerin Anni über ihre Erkrankung, ihren Blog und darüber, wie sie ihr Leben trotz Histaminunverträglichkeit positiv gestaltet!

Histaminfreivon: Lecker, histaminarm und „was fürs Auge”!

Auf dem Blog Histaminfreivon und auf dem gleichnamigen Instagram Account findet man leckere histaminarme Rezepte, die auch „was fürs Auge” sind. Zudem gibt es dort hilfreiche Tipps, die den Alltag erleichtern. MeinAllergiePortal sprach mit „Histaminfreivon”-Gründerin Anni über ihre Erkrankung, ihren Blog und darüber, wie sie ihr Leben trotz Histaminunverträglichkeit positiv gestaltet.

Anni, wer bist Du und seit wann gibt es Deinen Instagram Account „histaminfreivon”?

Ich bin 33 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Familie in der Nähe der schönen Stadt München. Meinen Account auf Instagram @histaminfreivon habe ich vor 5 Jahren gestartet, um anderen Betroffenen mit meinen Erfahrungen zu helfen und meinen Weg zu zeigen. Seit etwa 10 Jahren war und bin ich in Selbsthilfegruppen aktiv. Früher war ich sogar lange Zeit als Admin tätig, daher kennen mich einige bereits ein paar Jahre.

Auf meinem Account finden meine Mitbetroffenen nicht nur spannende Rezepte. Ich gebe auch eigene Erfahrungen mit anderen Erkrankungen und Recherchen wieder, rund um das Thema Histamin und Mastzellerkrankungen.

Warum hast Du damals mit dem Instagram Account „histaminfreivon” und Deinem Blog angefangen?

Ein Hauptgrund ist, dass ich selbst eine „Multi-Intolerante” bin. Zudem leide ich an chronischen Grunderkrankungen und Allergien und vielen anderen Beschwerden. Ich möchte auf meinem Account offen mit den Themen umgehen und andere Menschen stärken! Was erst als Food Blog begann, wurde über die Jahre immer mehr zu einem Aufklärungsarbeit-Blog. Ich poste daher nicht nur schöne Food-Bilder mit anwendbaren Rezepten, ich sehe meinen Instagram Account auch als eine Art „Info-Sammlung“ für Mitbetroffene. Außerdem möchte ich zeigen, dass man trotz dem Verzicht auf Altbekanntes gar nicht auf alles verzichten muss.

 

Zunächst zu Deinen Rezepten: Was ist das Besondere an den Rezepten von histaminfreivon?

Meine Rezepte sind an beliebte Speisen angelehnt, ob nun Pizza, Gnocchi, Kuchen, Burger und Co., alles ist an meine Toleranzgrenzen und Befindlichkeiten angepasst. Oft sind meine Rezepte nach dem Baukastenprinzip angelegt, damit andere auch davon profitieren können.

Manchmal, wenn ich Muße habe, entwickle ich auch neue Rezepte. So kann jeder etwas finden und für die eigenen Bedürfnisse abwandeln, denn fast alle meine Rezepte können mit unterschiedlichem Mehl gebacken werden. Meine Liebe zum Backen und Kochen hilft mir hier sehr. „Geht nicht“ gibt’s nicht – ich tüftle so lange an meinen Rezepten, bis es funktioniert.

Ansonsten spielen bei einer Histaminintoleranz ja auch viele andere Faktoren eine Rolle, nicht allein die Ernährung.

Welche Faktoren spielen für Dich persönlich eine Rolle bei Deiner Histaminintoleranz?

Bei mir gibt es viele Trigger. Betroffene werden nur kaum ernst genommen. Die Psyche kann bei Histaminintoleranz als Folgeproblem eine Rolle spielen. Leider werden wir Histaminintoleranten immer gern darauf reduziert. Ich selbst habe auch schon einen langen Weg hinter mir und durfte mir schon so einiges anhören.
Aber: Mit der histaminangepassten Ernährung konnte ich schon sehr viel erreichen. Dank weiterer Therapien konnte ich, ganzheitlich betrachtet, nach 10 Jahren endlich auch größere Erfolge sehen. Aber: Ich führe noch ein sehr angepasstes Leben, auch wenn ich schon viel geschafft habe. Deswegen weiß ich ganz genau, wie sich Betroffene fühlen. Deswegen sehe ich meinen Blog in erster Linie als einen vielseitigen Selbsthilfe-Account für andere.

Außerdem ist das Bedürfnis nach Austausch ein wichtiger Grund, warum ich damals meinen Blog angefangen habe. Ich wüsste nicht, wo ich heute wäre, wenn es nicht aufklärende Blogs, Gruppen, aber auch wissenschaftliche Internetseiten mit medizinischem Wissen wie MeinAllergiePortal gäbe. Also ist mein Account auch eine Möglichkeit, anderen etwas von dem Gelernten weiterzugeben.

Welche weiteren Ziele verfolgst Du mit histaminfreivon?

Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, das Thema „Histamin” positiv zu präsentieren.

Der Grund: Ab einem gewissen Punkt in meinem Leben, irgendwann in den letzten 8 bis 10 Jahren, wollte ich mich nicht mehr damit abfinden, mich dauerhaft chronisch krank zu fühlen. Den Betroffenen sieht man Histaminintoleranz oder MCAS optisch nicht an, obwohl es einem oft ganz schlecht geht. Also kann man auch nie erwarten, dass andere Rücksicht nehmen. Ich wollte deshalb aktiver zum „Gesundwerden” beitragen, denn ich habe gemerkt, dass ich mich selbst unbewusst behindert hatte auf eine gewisse Art und Weise.

Deswegen möchte ich jetzt anderen nicht einfach nur Infos geben. Ich schreibe viel über meinen Weg zu einem besseren Leben und darüber, was passieren muss, damit man begreift, was falsch läuft – eine Art Selbstreflexion. Dafür muss man bereit sein. Deshalb ist es mein Ziel, auch andere mal ein wenig auf eine ganz liebevolle Art „anzustupsen”.

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